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Kallisto
Kallistagoras
partie du cortege bacchique, de plus eile estVamie intime de la mere de Bacchus Aufeiner rotfigurigen "Vase in Athen ist ΚΑΑΛΙΣeiner der Gefährtinnen der Sappho beigeschrie-ben, Maxime Collignon, Cat. des vases peintsdu musee de la societe arch. d’Athenes. Paris 1878 p. 137ff. nr. 517; auf einer Vase in Mün-chen (nr. 404) einer Troerin. Drexler.]
Kallistagoras {Καλλιαταγόρας), δαίμων επι-χώριος bei den Teniern, Clem. Alex. Protr.p. 12 Sylb., J. Qefflcen, Hermes 25 1890 p. 94 f.
[Drexler.]
Kalliste, Beiname der Artemis oder Hekate,Usener, Kallone, Eh. Mus. N. F. 23 1868 p. 325
— 326. Dilthey , Eh. Mus. N. F. 27 1872 p. 398.
[Drexler.]
Kallisthenes tötete seine Tochter Euboea nach einem Orakelspruch im Interesse seinesVaterlandes. Hygin. f. 238. [Roscher.]
Kallisto (ΚαΙλιβτώ), 1) Mutter des Arkas, d.Stammvaters der Arkader. Nach anderer (wohltegeatischer) Überlieferung hiefs sie Megisto,Tochter des Keteus ( Ariaithos b. Hyg. Astr.2, 1 u. 6), oder Themisto ( Istros b. Steph. B.v. Αρκαδία , Clem. Eom. Eecogn. 10, 21). —Monographie von Beinhold Franz, Oe Callistusfabula, Leipz. Stud. XII (1890).
Genealogieen: Nymphe nach Hesiod (wohlrichtiger Eumelos) b. Apollod. 3, 8, 2, 2, Tochterdes Nykteus nach Asios ebd., T. des Keteus(durch Übertragung von Megisto) nach Phere-kydes ebd. und Schol. Eurip. Or. 1646, T. d.Lykaon nach Hesiod b. Eratosth. Catast. rel.ed. Eob. p. 50 (vgl. Apollod. a. a. 0., wo dieNamen Ενμηλος u. Ήαίοδος ihre Plätze ge-tauscht zu haben scheinen) und bei den Spä-teren. Mutter von Zwillingen, Arkas u. Pan ,b. Epimenides (und Aisehylos ?) nach Apollod.περί &εών (vgl. Bob. Münzel, Quaest. mythogr.p. 16. Franz a. a. 0. p. 238 ff.). 4
Entwickelung der Sage: Die ältesteForm trägt den Namen Hesiods : K., die jung-fräuliche Jagdgenossin der Artemis , erleidet vonZeus Gewalt, verheimlicht es aber der Göttinund wird daher, als bei einem Bade ihreSchwangerschaft an den Tag kommt, zurStrafe von ihr in eine Bärin verwandelt( Eratosth. Catast. 1 p. 60 B.). Als solche ge-langt sie nach dem Lykaion, wo sie den Arkasgebiert und (auf Befehl des Zeus ) von Hermes jgenährt wird {Schol. Ambr. Theocr. 1, 123.Franz p. 266ff.), der ihr Kind seiner MutterMaia auf der Kyllene überbringt (vgl. dieMünze von Pheneos Bd. 1 Sg ; 533. Apollod. 3,8, 2, 5. Franz p. 269 f.). — Über die Καλλιστώdes Aisehylos {frg . 98 IV. 2 ) wissen wir nichts.
— Ein neues Motiv erfand Amphis hinzu:dafs Zeus in Gestalt der Artemis sich der K.nahte {Eratosth. Cat. 1 p. 50 ff. B.). — In derarkadischen Überlieferung ist die Strafe ver- <ändert: K. wird von Artemis erschossen. Soauf den Münzen von Orchomenos (c. 370): aufder Vorderseite Artemis knieend, den abge-schossenen Bogen haltend, auf der RückseiteK., die Brust von einem Pfeil durchbohrt,zurücktaumelnd, am Boden ein kleines Kind{Imhoof-Blumer, Monn. gr. tab. E 10 und 9.Archäol. Zeit. 1864 ' Taf. 183, 4 und 1872
p. 79, 4); auf den etwa gleichzeitigen Di-drachmen von Pheneos: Hermes den kleinenArkas davontragend (s. Bd. 1 Sp. 533); alsGrab der K. galt ein hoher, mit allerhandBäumen bestandener und mit einem Heilig,tum der Agrsgig Kalliort] gekrönter Erdhügelnahe dem Südwestabhang des Mainalos {Paus.8, 35, 8). Dieselbe Version im Cert. Horn, etlies. 111 Bz. (Alkidamas ) und b. Apollod. 3,i 8, 2, 4. — Eine 3. Version mufs an Stelle desZorns der Artemis die Eifersucht der Hera gesetzt haben: diese könnte der verderbtenStelle Eurip. Hel. 375ff. zu Grunde liegen, wonicht von einer Löwin, sondern von einerBärin die Rede ist {Franz p. 254). — Als eineVereinigung dieser und der arkadischen Versionmit selbständig erweitertem Schlufs stellt sichdie Erzählung des Kallimachos dar: Hera , alssie die an ihr begangene Untreue entdeckt,i verwandelt K. in eine Bärin und veranlafstArtemis , sie als wildes Tier zu erschiefsen,worauf Zeus durch Hermes das Kind aus demLeibe der Mutter nehmen und der Maia über-bringen läfst, während er die Bärin selbst anden Himmel versetzt {Schol. Ven. A Hom. II.18, 487. Eustath. p. 1212. Paus. 8, 3, 6; An-spielungen Callim. hymn. in Iov. 40. Gatull.66, 66. Theocr. 1, 125). Ein späterer Mytho-graph liefs nach einem der Io-Sage entnom-menen Motiv Zeus selbst die K. verwandeln,um sie der Eifersucht der Hera zu entziehen{Apollod. 3, 8, 2, 4. Liban. p. 1101. Hyg. Astr.2, 1 p. 31, & B.). Ein Katasterismenschreibersetzte am Schlüsse für Zeus Artemis ein {Eyg.Astr. 2,1 p. 31,3 JB.); ein anderer fügte den Jagd-hund der K. als kleine Bärin hinzu {ScholArat. 27); ein dritter, wie es scheint, verbandmit der Bärin das Sternbild des Löwen, dessenGestalt Zeus angenommen habe {Clem. Born.Homil. 5, 13). Ein unbekannter Alexandrinerdichtete als Erklärung, warum die Bärin nichtuntergehe, hinzu, dafs Hera ihre Amme Tethysgebeten habe, ihre Nebenbuhlerin nicht zumBade im Ocean zuzulassen {Hyg. f. 177. Fransp. 327). Istros frg. 57 (vgl. Hermes 19, 447A. 2) übertrug die kallim. Erzählung auf The-misto, Ariaithos frg. 1 auf Megisto und liefsdieser daher auch ihren Vater Keteus als iyyo-vaaiv an den Himmel folgen. — Wieder an diehesiod. Erzählung anknüpfend dichtete Era-tosthenes {Catast.' 1 . 8. 2 p. 52. 74. 66 II.)einen neuen Schlufs, der die Lykaonsage mithineinzog und für 3 zusammengehörige Stern-bilder die Erklärung gab: K. als Bärin wirdvon Hirten eingefangen und mit dem Kindeihrem Vater Lykaon überbracht; dieser schlach-tet, als einmal Zeus bei ihm einkehrt, denKnaben und setzt dessen Fleisch mit anderemgemengt, dem Vater als Speise vor; Zeusstöfstvoll Abscheu das Mahl zurück, zerschmettertdas Haus mit dem Blitz und verwandelt denFrevler in einen Wolf; den Knaben aber rufter ins Leben zurück und iibergiebt ihn einemHirten; herangewachsen begegnet derselbe aufder Jagd seiner Mutter und verfolgt sie indas aßatov des lyk. Zeus; als infolge dessenbeide getötet werden sollen, werden sie vonZeus entrückt und als "A^mog ysydlr] und