Band 
Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
Seite
935-936
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935 Kalliteknos

1, 580, Usener a. a. 0., Roscher, Selene u.Verwandtes S. 36, 146, Immerwahr, Kulte u.Mythen Arlcadiens 1 S. 159 f., die alle von demNamen ΚαΧΧιοτώ ausgehen, Erdgöttin nachRobert b. Preller, Gr. Μ. I 4 , 304 A. 2, dervon Θεμιοτώ ausgeht. Anders Lippert, OieRelig. d. europ. Kulturvölker p. 381 u. Görres,Perl. Stud. 10 (1889). [S. auch Bachofen , DerBär in den Religionen des Altertums p. 1524.Auch E. Curtius, Studien zur Geschichte derArtemis , Sitzungsber. der K. Pr. Ak. d. W.1887 p. 8:In Arkadien ist Artemis Kallistoals Zeus Gattin die Landesmutter. Drexler.]

2) Kallisto oder Phake {Φακή) hiefs eineSchwester des Odysseus nach Mnaseas b. Lysi-machos {Athen . 4, 158 c. Eustath. p. 1572, 53).

3) Priesterin zu Athen zur Zeit von TrojasFall nach Hellanikos b. Tzetz. Posthorn. 776.

[Franz.J

Kalliteknos {ΚαΧΧίτεκνος) heilst 1) Apollon in Pergamon Aristid. 2, 708 (Dindorf); erhatte unter diesem Beinamen einen TempelAristid. 1, 469. O. Müller, Archäol. d. Kunst 2516, 6. Frankel, Die Inschriften von Perga-mon p. 3, der über den dortigen Apollonkultushandelt, erklärt diesen Beinamen des Gottesaus seiner Beziehung zu Asklepios. 2) Letound Niobe Luc.jiial. deor. 16, 1; vgl. Partien.33. 3) Die Nereiden Orph. hymn. 23, 3. [DerBedeutung nach vgl. Kalligeneia und καλλί-παιδα Κάβειρον b. Pindar , Poet. lyr. gr. ed.BergV· p. 1060. R.] [Höfer.]

Kallithea {ΚαΧΧι&έα), Tochter des Choraios,von Atys Mutter des Lydos und Tyrrbenos,Dionys. 1, 27. [Stoll.]

Kallithoe {ΚαΧΧι&όη), 1) Tochter des Fürsten Keleos zu Eleusis , Hom. h. in Cer. 110.2) Erste Priesterin der argivischen Hera (Bei-name der Io ), Giern. Strom. 1, 25 p. 418. KaXXi-ftvia heilst sie bei Syncell. p. 283. Hieronym.Chron. ad ann. Abr. 376.ΐώ ΚαΧΧι&ύεοβαHesych. s. v. Welcher, Tril. 134f. Preller,Gr. M. 2, 40. Gerhard, Gr. Μ. 1 § 216, 4.2 § 793. Vgl. Io. [Stoll.] [Vgl. besondersKnaack, Quaest., Phaethonteae {Philol. Unters,von Kiefsling u. Wilamowitz Hft. 8 1886 p. 59u. Note 67. Der Vater war Peiras, der zuerstder Hera in Argos ein Holzbild gestiftet habensoll, Plutarch de Daedal. bei Euseb. praep. ev.3, 8; vgl. Πειρήν Vater der Io , Hesiod. fr.174 u. Hygin fab. 145: ex Pirantho et Calli-rhoe Argus Arestorides Triopas, was Knaackin Pirante et Callithoe geändert wissen will.Der Verfasserder Phoronis fr. 4 K. erwähnt sie:ΚαΧΧι&όη κλειδονχοςΟΧνμπιάδος ßaei ,Χείης"ΗρηςΑργείης, ή οτέμμασι και &νοάνοισιπρώτη κόαμηοεν περί κίονα μακρόν άνάοβης.Ihr Sohn war Trochilos, schol. Aratea 161:οι δε μν&ολόγοι τον Ηνίοχον λέγοναιν είναιεί'δωλον .. . Τροχίλον τον Καλλιθέας (scr. ΚαΧΧι-&νίας Knaack) παιδός τής πρώτης εν "Αργείγενομένης ιερείας άρμα πρώτον ζι Αξαντος. Vgl.auch R. Foerster, Uber die ältesten Hera-bilder. Breslau 1868. 4°. p. 7 Anm. 43. p. 10.Engelmann, De Ione p. 39 Note 20. Drexler.]Kallitliyia, -tliyessa = Kallithoe (s. d.).Vgl. Usener, Kallone, Rh. Mus. N. F. 23 (1868)p. 325. [Drexler.]

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Kallitoxos {ΚαΧΧίτοξος) , Beiname des Apol-lon ; Aristeides in Rhet. Graeci Spengel 2, 511;nachzutragen zu Bd. 1 Sp. 437, Z. 62 ff. Vgl.Klytotoxos. [Höfer.]

Kallon {Κάλλιαν), Argiver, Geliebter des inein Mädchen verwandelten Teiresias (s. d.);den Sohn der beiden (Strabon) machte diezürnende Hera zu einem Schieler. Sostratosb. Eustath. z. Hom. κ 492. Vgl. Wagner,Hermes 27 (1892) S. 132 u. 135. [Roscher.]

Kallone {ΚαΧΧόνη). 1) Eine von H. Usener{Kallone,im Rhein . Mus. N.F. 23 1868 S.318ff.)aus Platon {Symp. p. 206D Μοίρα ούν καί Eilst-&νια η ΚαΧΧόνη εατ'ι τη γενέβει; lib. καΧΧονή)mit Billigung Ο. Jahns (ed. ρ. 55, 10) sowieaus dem Etym. Gud. Κάβιροι (p. 289, 30) rasδηΧοί "Αριστοφάνης εν Ειρήνη Χέγιαν αΧΧ εί τιςυμών εν Σαμοθράκη τυγχάνει \ μεμνημένοςνυν ενξαιο καΧΧον ή (sic!) gewonnene und inArist. Frd. 277 mit Änderung νυν εξαραοίΗΚαΧΧόνη eingesetzte Göttin der samothra-kischen Mysterien, welche in den er-weiterten Scholien z. d. St. (Suidas !ΑΧΧ εί usund 'Σαμο&ράκι f) unter Billigung Useners alsHekate Zerynthia erklärt wird. WeitergehendeUntersuchungen jedoch werden vielmehr aufdie Göttin derSchönheit selbst, Aphrodite ,führen, die sonst neben den Kabeiren alsMittelpunkt der samothrakischen Mysterien er-scheint und von Lykophron (v. 119) und beiSuidas {'Ζηρνν&ία) in der zerynthischen 'He-kate erkannt wird.

2) Ein von den Rhodiern für Kassiepeiascherzweise gebrauchter Name, wohl wegenihres SchönheitsWettstreits mit den 'Nereiden,nach den vom Verf. ( Kallone , in Fleckeis.Jahrb. 135 1887 S. 104) behandelten Glossen:Hesych . KaXfxyövr^· είρωνζικώς)> Ρόδιοι, sc.άντι τον Κααοιεπείας wegen Suidas Καΰβιί-πεια · ή ΚαΧΧόνη (lib. καλλονή)' και (!) ονομακύριον. Vgl. den Artikel 'Kassiepeia 3.

3) Auf Lesbos haftet noch heute nördlichvom alten κόλπος τής Καλλονής der Name aneinem Gau , in byzantinischer Zeit an einemφρονριον ΚαΧΧονή {Kantakuzenos Par. p. 291D,292 A; 20,1,479 Bonn.), bei dem nach {Myrsilosbei) Plut. VII Sap. conv. c. 9 (vgl. de sollert.anim. c. 36 = F. H. G. 4, 459,12) eine nicht be-nannte Jungfrau durch Wassersturz den Wasser-gottheiten geopfert ward. Denn das Lokal diesesOpfers, das μεαόγειον έρμα, kann nichts anderesals jener für Lesbos charakteristische Golf vonKalloni sein. Dann würde in diesem Mythosdas Mädchen (oder seine Mutter) etwa 'Kallonegeheifsen haben; und obgleich der Mythosganz in den Zusammenhang der Geschlech-tersage und des Poseidon-Enalosmythos ein-wandernder lakonischer Penthiliden {Anti-kleides bei Athen . 11, 15 p. 466 C. D, 781 C)verflochten ist, so wird er doch, wie der Vaterder geopferten Jungfrau, Smintheus, vorpenthi-lidisch sein. Das Wasseropfer erhielten,wenn man für Νηρηιδες den einheimischenTerminus einsetzt, den der lesbische Referentdes Mythos, Myrsilos, gebraucht haben mufs,die Αενκο&έαι {Et. Mag. p. 56, 45 = F. H. G.4, 459, 10). Zu ihnen wird die geopferteJungfrau versammelt: diese ist also selbst als

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