Kallone
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eine Lenkothea zu bezeichnen ( PhilologusN. F. 3 1890 S. 105 40 , 112). Ebenso ist aufSamothrake die Purpurbinde, durch welche dieMysten des Aphrodite-Kallone- und Kabeiren-kults die Seegefahr von sich fernhalten, welcherbei Aristophanes durch Kallone der reisendeHerold geweiht wird, nichts anderes als der ausder Odyssee bekannte Zauberschleier der Leu-kothea ( Schol. Apoll. Bh. 1, 917. Crusius,’Kabiren’ S. 23 31 . Beiträge S. 23). In Rhodos endlich dreht sich derselbe Mythos, welcherAphrodites Landung berichtet, um den Wasser-sprung der Halia-Leukothea: Diodoros 5, 55,kompiliert über den grofsen Apollodoros ( Bethe,Hermes 24 1889 S. 429) aus dem Rhodier Zenonund anderen ( F.H.G. 3, 175). Ist aber geradedie Leukothea von Crusius nach 0. Müllers Vor-gang als heroische Hypostase der Aphroditefür die tyrsenischen Kabeirenmysterien inAnspruch genommen, in deren Genealogieenals Gattin des Hephaistos, wie sonst Aphro-dite, eine Kaßsiga (= Aphrodite ) erscheint(' Kabeiren ’ S. 21’ 5 ), so ist die rhodische„Kacpsiga, Tochter des Okeanos und Pflegerindes Poseidon“, welche Strabon dem einen Rho-dier entnimmt, identisch mit der Leukothea-Ilalia, die als „Tochter der Thalatta und Gattindes Poseidon“ in der anderen rhodischen QuelleStrabons erschien; Leukothea-Kapheira aberist = Aphrodite-Kabeira, deren Mutter eben-falls Thalatta war ( Isthmos : Baus. 2, 1, 7;Athen : Parthenon-Westgiebel?). Pelasger, dieTräger des Aphrodite -(Kallone-)Kults in Thebai,und unter Führung des Kadmos auf Samo-thrake, sind verbürgt auf Lesbos -Pelasgia(Philol. ST. F. 2 1889 S. 125. 128 und 3 1890S. 707ff. 719 ff.), wo die Sapphobiographieaus dem Aphroditemythos gerade um dasMotiv des Wassersprungs vermehrt wurde;ferner auf Rhodos durch die Sage von derLandung des Kadmos mit dem Kult des (Leu-kothea-Gatten) Poseidon und Pelasgern inlalysos-Achaia ( Diodoros 5, 58 nach denselbenQuellen F. H. G. 3, 177 a); vgl. Bionys. Hai.de Binarcho c. 10. Konon c. 47), jener Stadt,die durch ihren Kult der Alektrone-Elektryone(e. Wilamowitz, Hermes 14, 457) im Hinblickauf Elektryon, den Sohn der Andromeda vonPerseus , unter den rhodischen Orten das meisteAnrecht auf den Mythos von Kallone und dasWasseropfer ihrer Tochter zu haben scheint.Endlich ist allen drei Inseln gemeinsam derName Aithiopia (-ope) und die Sage von dergrofsen Flut, die mit dem Wasseropfer zu-sammenhängt. — Da nun
4) die philistäische loppe, gleich vor-sintflutlich wie Kyrbe - Ialysos ( Buttmann,Mythol. 1, 137 zu Biod. 5, 57) und überhauptRhodos , und später berühmt als das Lokalder Andromedasage, den damit verflochtenenKult und Mythos der ins Meer springendenAtargatis-Derketo hat, von welchem schonHerodotos den Aphroditekult herleitete, daferner der auf Lesbos (Troas) und Rhodos heimische Smintheus mit Mäusekult, -Symbolund -sage sich genau entsprechend in Philistäa(1 Samuel. 1, 6, 11—18) und der PhilisterstadtPelusium ( Herodotos 2, 141, vgl. Strabon 13
Kalybe
p. 604) wiederfindet ( Aithiopenl . S. 200), so.erwähnte Verf. die Möglichkeit (ebda. S. 141 33 ,177. 200), dafs eine Urverwandtschaft zwischenioppensisehen und rhodisch-lesbisch-samothra-kischem Wasserkult vorliege. Eine Bestätigunghierfür ist die Beobachtung von O. Gruppe('Aithiopenmythen’, Philologus N. F. 1 1888S. 92), dafs der einheimische Name der StadtIapho, nichts anderes bedeutet als „dieSchönheit“ (s. Gesenius, Lexikon s. v.).
[Tümpel.]
Kallos {Κάλλος), die personificierte Schön-heit, der die Musen den mit Kränzen gefes-selten Eros übergeben ( Anakreontea 19 [30]).
_ [Höfer.] _
Kalokagathia (ΚαλοκαγαίΗά), die Personi-fikation aller vollkommenen menschlichenEigenschaften; Telesilla im Schol. Hom. Od. 13,289; vgl. liebes , Pin:ix 15 u. Kakia, [Höfer.]Kaloi Daimones (Καλοί δαίμονες). Ihnen istgewidmet eine Inschrift von Neapel : Καλοί g jδαίμοαιν. \ 'Ελενίων Ιδίη ·&νγατρί ' Τύχη μ (ηνών)ιά, ή(μερών) ιβ' \ έποίηοεν , Kaibel, Inscr. Gr.Ital. et Sic. 813. [Drexler.]
Kalöpa (Καλώπα, ΚΑΛΟΓΓΑ) auf der VaseC. I. Gr. 7711 mit dem Auszug des Amphia-raos wird von E. Curtius u. anderen als Nameder Eriphyle, von 0. Jahn, Arch. Beitr. p. 14jedenfalls richtiger als Pferdenamen erklärt.
[Drexler.]
Kalos (Κάλως), Nebenform für Τάλως:Paus. 1, 21, 6: 'Ιόντων δε ’Α&ήνηαιν ές τηνάκράπολιν άπο τον &εάτρον τέ&απται Κάλως'τούτον τον Κάλων αδελφής παΐδα δντα καιτής τέχνης μα&ητήν φονενοας Ααίδαλος έςΚρήτην έφνγε κ. τ. 1.; Suidas s. ν. Πέρδικοςιερόν παρά τή άκο οπόλε ι. Ενπαλάμω γάρέγένοντο παίδες Ηαίδαλος κα'ι Πέρδιξ' ής νιοςΚάλως' ω φϋΌνήσας ό Ηαίδαλος τής τέχνηςερρνφεν αντόν κατά τής άκροπόλεως κ. τ. λ.,L. Mercklin, Bie Talos-Sage u. das sardo-nische Lachen p. 53 (17), p. 55 (19), p. 109 (73),Aom. 163 u. 165; [s. ferner Paus. 1, 26, 4; zumGrabe des Kalos vgl. Baumeister, Denkmäler194,1. Höfer.] [Drexler.]
Kalpetos (Κάλπετος), Nachfolger des Kapys(dessen Vorgänger Kapetos [s. d.] war) in derKönigsherrschaft von Alba; Bion. Hai. ant.B. 1, 71. Biod. Sic. 7, 4 = Euseb. chron.p. 210 f. Mehr bei Klausen , Aeneas 2, 953. 982.Schwegler, Böm. Gesch. 1 S. 342 ff. [Roscher.]Kalpos (Κάλπος), Sohn des Numa, Bruderdes Pompon, Pinos, Mamerkos, Ahnherr derCalpurnier; Flut. Numa 21 (vgl. C. I. Gr.3989, 5). Mehr bei Schwegler, B. G. 1 S. 343A. 2. Be Vit, Onom. s. v. Calpus. [Roscher.]Kalpyia (?) (ΚΑΛΤΤΤ1Α), Beischrift einer ge-flügelten Göttin auf einer rotfigurigen Le-kythos, Collignon, Cat. des vases peints dumusee de la soc. arch. d’Athenes p. 171 nr. 580:„Une divinite ailee, Sans doute Nike, vetued’une robe flottante et d’un chiton, vole versla droite, les mains ouvertes et etendues. Au-dessus, on lit Vinscr. suivante (Voir pl. V n° 30):KAATTTIA.“ _ [Drexler.]
Kalybe (Καλνβη), 1) eineNymphe, mit welcherder troische König Laomedon den Bukolionzeugte, Apollod. 3, 12, 3, vgl. 11. 6, 23. —
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