Band 
Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
Seite
953-954
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Kapheira

Kaphene

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irariachSiebenAristo-2) Ge-llux znemäldehalteneIdwerlt, Kaps-Sarder,rahl imBeliefi. inei.r Om-iei mitHaupt-r auchBeliefBerichtie Deu-der aufwie diei, denC;/RaufK.:h dieeinenigantenLmuic,3 S. 81,Vasenir: vgl.55 (in-ct) und523 (?)>gar inKapa-it, Lue.

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welche auf Rhodos mit den Telchinen denihnen von Rhea anvertrauten Poseidon erzog,[nach einer fragmentierten Tradition bei Dio-doros 5, 55 § 1, zu der noch aus § 5 die An-gabe gehört: γενέβ&αι κατά τον καιρόν τού-τον εν τοΐς ττρυς ε'ω μέρεσι τής νήβον τούςΑη&έντας <s'>Ίγνητας (hs. γίγαντας). *) Ka-pheira ist identisch mit Halia nr. 2 (s. obenBd. 1 Sp. 1819 f. **), welche als Tochter derThalassa, Schwester der Telchinen, den Po-seidon liebte und mit ihm erzeugte παίδαςίξ αρρενας ονς (ψααι) κίτι&ήναι προσηωονςδαίμονας ( Diod . a. a. Ο. § 4. 6). Beide Mythen-traditionen, die bis auf den Namen der Heroinein allen wesentlichen Punkten sich decken,sind von Diodoros, der ihre Identität nichterkannte, oberflächlich kontaminiert ( Philol.N. F. 4 1891 S. 4Sff.), und zwar nach einemBerichte des grofsen Apollodoros ( Bethe, Her-mes 24 1889 S. 429). Aus beiden Mythen-formen leuchtet gleichermafsen die Beziehungauf den Kreis der Aphrodite heraus. Die aufRhodos Kult genielsende Halia - Leukotheaeinerseits erfährt die Vergewaltigung durchdie eigenen Söhne auf Veranstaltung derAphrodite , die über die 6 proseo'ischen dämo-nischen Igneten eine μανία schickte, wie jaüberhaupt die thebanisch-lemnisch-samothra-kische Leukothea schon von 0. Müller (Etrus -her 1, 198; 2, 55. Proleg. S. 371; vgl. Preller-Plew 1,378) als Nebenfigur des Aphroditediensteserkannt, und von 0. Grusius als Aphrodite-hypostase bezeichnet ist ( Beiträge e. griech.Myth. u. Religionsgeschichte, Progr. Thoman.Leipzig 1886 S. 22 f., wegen des rettendenZauberschleiers = der πορψνρίς der samothra-kischen Kabeirenmysterien; wozu als zweites,der Aphrodite und Leukothea gemeinsamesMotiv der Wassersprung und als drittes dieVergewaltigung durch gigantische Söhnekommt: Fleckeis. Suppl. 16 1887 S. 197 f. mitAnm. 176. 178 und Strabon 11 p. 495). Ander-seits klingt der Name Καφείρα schwerlich nurzufällig an den der Καβείρα oder Καβειρώ an,die, wiederum auf Samothrake , als Gattin desHephaistos (Mutter des Kasmilos) direkt fürAphrodite eintritt: Äkusilaos und Pherekydcsbei Strabon p. 209; vgl. 0. Grusius,Kabiren in der Allg. Encyklop. 2. Sekt. 32 S. 21 .Kapheira ist also wohl als heroisierte Aphro-dite-Kabeira aufzufassen; und auch derKasmilos, der auf Samothrake die Kabeira alsSohn begleitet (und als Kadmos die Leuko-thea zeugte), scheint auf Rhodos nicht gefehltzu haben. Wenigstens kennt daselbst Dio-doros 5, 58 (nach Zenon u. a.) Kadmeionen(ovv Κάδμω Φοίνικες); ja diese gründeten undverwalteten erblich gerade das Priestertumdes Poseidon, den Kapheira aufgezogen haben

*) Für die Bd. 1 Sp. 1693 u. Bd. 2 Sp. 111 fehlendenArtikel Or.es, -etes und Ignetes steht das Material3ei LoCeck, Agl. 2, 1188«. Iloeek, Kreta 1, 352. Geffcken,o« Stephano Byz. cap. II, Doktordiss. Göttingen 1886 p. 44.Tümpel, Philol. N. IJ\ 4 1891 S. 43.

**) Daselbst ist zu ergänzenTochter der Thalassam Olgen, dafs Thalassa den Poseidon mit erzogena e. Halia nr. 3 (Toclitor der Sybaris) und nr. 4llocliter des Tyllos), s. in den Nachträgen zu Bd. 2.

soll (vgl. auch Dionys. Hai, de Dinarcho 10).Diese sind nicht mit Buttmann (Myütol . 2, 41)und Gerhard (Ursprung etc. des Poseidon,Abh. d. Berliner Ah. d. W. 1 850) als Phöni-zier oder Kauer zu verstehen, sondern alsThebaier, welche über Argolis ( Menekrates beiSch. Pindar. Ol. 2 , 16. Konon 47; vgl. Bolide,Rhein . Mus. 36 1881 S. 433 1 ), letzthin viel-leicht über Athenai (Menekrates) kamen und10 von Konon korrekt als Pelasger (d. h. Ein-wanderer aus der Urheimat des Aphrodite-dienstes, Thessalien, speziell Pela bei Orme-nion) bezeichnet werden (vgl. Philol. N. F. 41891 S. 48 9 ); 3 1890 S. 715 und S. 116 f.Es ist dasselbe Volkstum, welches den gleichenkabeirischen Kultkomplex auch auf die thra-kischen Inseln übertragen hat. Als diejenigerhodische Stadt, wo jener kadmeische Priester-kult des Poseidon und, wie man hinzusetzen20 darf, der aphrodisischen Kapheira haftete,wird bei Diodoros 5, 58 Ialysos genannt,und damit entfällt als unwahrscheinlich dievon Lobeck gewagte Beziehung auf Kameiros (Agl. 2, 1184*: Capheira . . . haud dubieGameira dicta ab urbe). [K. Tümpel.]Kaphene (Καψένη), eine karische Jungfrauvon Kryassa (= Kryassos), wo sich unterFührung des Nymphaios, eines durch Schön-heit ausgezeichneten jungen Mannes, griechi-30 sehe Kolonisten von Melos niedergelassenhatten. Als diese melisehe Kolonie binnenkurzer Zeit zu grofser Blüte und Macht ge-langt war, beschlossen die karischen Bewohnervon Kryassa, die ihnen lästig gewordenenGriechen zu vernichten, und luden dieselbenzu einem Gelage ein [um sie bei dieser Ge-legenheit hinterlistig zu überfallen]. DochKaphene, die in Nymphios verliebt war, hatteihrem Geliebten den Plan verraten. Als nun40 die Boten der Karer die Einladung über-brachten, erwiderte ihnen Nymphios, dafs esbei den Griechen Sitte sei, auch ihre Frauenzu Gastmählern mitzubringen. Die Melier er-schienen nun zwar selbst unbewaffnet beimSchmause, aber j ede ihrer F rauen trug ein Schwertin ihrem Gewände versteckt, und als nun mittenim Schmause den Karern das Zeichen zumÜberfalle gegeben wurde, ergriffen die Grie-chen plötzlich, ehe die Karer sich dessen50 versahen, die von ihren Frauen mitgebrachtenSchwerter und töteten ihre arglistigen Wirte,worauf sie deren Stadt zerstörten und eine andereΝέα Κρναααα gründeten. Kaphene aber wurdedie Gemahlin des Nymphios und erhielt für ihreThat den gebührenden Ehrenlohn. Die Legendesteht hei Plutarch de mul. nirt. 7 p. 304 DUbn.u. Polyaen. 8, 64 [vielleicht nach den Καρικάdes Apollonios , der die Ktisis von Kryassosbehandelte: Gefflcen, De Stephano Byz. p. 52 zu60 Frgm. 28; vgl. F. Dümmler, Athen . Mitteil. 131888 S. 301, der die Sage von der Gründung derStadt Nea-Kryassa in Karien durch die Melier inweiterem Zusammenhang behandelt und dieseWanderung für trotz ihrer dorischen Etikette fürvor dorisch hält. Tümpel.] Tümpel macht michin einer dankenswerten brieflichen Mitteilungdarauf aufmerksam, dafs die Legende bei Plut.a. a. 0. (vgl. die Schlufsworte όίξιον ovv aya-