Band 
Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
Seite
955-956
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955 KapheuS

α&αι των γυναικών και την αιωπήν και τοϋ·άρβος) etymologisch auf die οιωπή der dabeibeteiligten Frauen, wohl auch der Kaphene,zugespitzt scheint, so dass dem αίτιον die-selbe Beziehung zu Grunde läge wie der Ety-mologie von κηφηνες (vgl. κωφός) = schweig-sam, stumm im JEtym. Magn. [Roscher.]

Kaplieus ( Καφενς ), bei Alkman frg. 72Bergk (ήσκέ τις [e]«a<pfüs άνάοσων) zuerstrichtig eingesetzt von H. Neumann (bei Robert,Eratosth. reliq. p. 246), wo neuerdings wiederBitzler (Die Lyriker Eumelos, Terpander undAlkman etc., Festschrift des . . . Gymn. Karls-ruhe 1886 S. 54 ακαφενς stehen lassen und= βκάπτων erklären will, und E. Silier (inBursians Jahresbericht über die griechischenLyriker und Bukoliker S. 171) mit Berufungauf Eurip. frg . 700 Να. (κιόπης άνάααων) οκά-φενς (so) ais Gen. von οκάφος = Schilf fafst.Vgl. d. Artikel 'KepheusL [K. Tümpel.]

Kappadokia (Καππαδοκία) , die Personifi-kation der Provinz Kappadokien , erscheintmit der Beischrift CAPPADOGIA auf Bronze-münzen Hadrians stehend, mit der Turmkrone,haltend den Berg Argaios und eine Standarte(Gehen 2 2 , 121 f. 200211. Gavedoni, Bull. arch.napol. n. s. 4 p. 124 nr. 9), auf Grofs bronzendes Antoninus Pius stehend, mit der Turm-krone, haltend einen Korb und eine Standarte,zu Füfsen den Argaios, Cohen 2 2 , 282, 120.

[Drexler.]

Kappadox ( Καππάδοξ, , auch Καππάδοκος),Sohn des Assyriers Ninyas, Enkel der Semira-mis, nach welchem Kappadokien benannt war,Eustath. zu Dionys. Per. 772. Steph. B. v.Καππαδοκία . [Stoll,]

Kappotas (Καππώτας = καταπαντας , Be-ruhiger), Beiname des Zeus . Der Sage nach ge-nas Orestes vom Wahnsinn auf einem [Meteor-?]Steine sitzend, welcher Zeug καππώτας genanntwurde, Pausan. 3, 22, 1. Preller-Robert, Gr.Myth. 1, 146. [Vgl. Overbeck, Über das Kultus-objekt bei den Griechen in seinen ältesten Ge-staltungen, Ber. üb. d. Verh. d. K. Sachs. Ges.d. W. Ph.-H. Kl. 16 1864 p. 144145. Drexler.]

[Lorentz.]

Kapros ( Καπρός ), 1) Flufsgott auf Münzenvon Atusa in Assyrien aus der parthischenPeriode, zu Füfsen der sitzenden Stadtgöttin(The city seated on rock from which issues aswimming River -god the Gaprus, with longgoais horns), Head p. 690 nach Gardner,Parthian Coins PL' 7, 22. 2) Flufsgott aufMünzen von Laodikeia Phrygiae. Er erscheinta) auf Münzen Caracallas in menschlicher Ge-stalt, mit Lykos, zu Füfsen der von drei Kory-banten umtanzten, das Zeuskind auf dem 1.Arm haltenden Adrasteia, neben welcher 1. derGenius von Laodikeia , die L. aufs Steuer ge-stützt, steht, während oben in der Luft einAdler sichtbar ist, Lmhoof, Jahrb. d. Ksl. Ώ.Arch. Inst. 3 1888 p. 290 nr. 2 Taf. 9 nr. 19;vgl. Mi. 4, 330, 781. 782; Gat. Northwicknr. 1232. Head p. 566; b) ebenso gelagert inmenschlicher Gestalt zusammen mit Lykos,beide durch die Beischriften KATTPOC u. ATKOCkenntlich gemacht, zu Füfsen der sitzendenund ein Bild des Zeus Laodikeus haltenden

Kapys 956

AAOAIK6IA auf einer Münze des CommodusMi. 4, 325, 754; c) als Eber (KATTPOC) mitLykos (ATKOC) als Wolf die stehende und einBild des Zeus Laodikeus haltende Laodikeiaumgebend auf Münzen der Iulia Domna , Viiil.laut, N. Gr. p. 92. Mi. 4, 327, 764. Hat»·camp, Mus. Regin. Christ, p. 180 Tb. 26, lj(ohne Angabe der Beischriften); Sestini, Mus.Ghaudoir p. 109 u. Mus. Hedervar. 2, 349 18Tb. 27, 3. Mi. S. 7, 587, 460. Head p. 566.Gardner, Greek River-Worship, Trans, oftk

R. Soc. of Lit. of the united Kingdom . 2 l1 servol. 11 1878 p. 205f. PL 2, 2; d) sitzend alsEber gegenüber dem als Wolf dargestelltenLykos, Head p. 566, auf autonomen (Obv.Haupt der Synkletos), Mi. 4, 316, 700. Streber,Num. nonnulla Gr. ex mus. regis Barnkthactenus minus accurate descripta. München 1835. 4° (Akad.) p. 248 Tb. 4, 10 und Münzendes Caracalla, Mi. 4, 330, 783 aus Vaillcmt,N. Gr. p. 101; S. 7, 589, 465 nach Bamus,Cat. n. vet. mus. reg. Daniae 1, 228, 12Tb. 7, 11. Die Tiere sind in den früherenBeschreibungen vielfach falsch benannt; dasRichtige sahen Cavedoni, Spie. num. p. 241Anm. 208 u. Streber a. a. O., vgl. auch lm-hoof, Monn. Gr. p. 406 zu nr. 125. Gardnerbemerkt zu dem Typus:This may be a merepunning allusion to the name of the river, ttsthese coins are of a very late date, but wthave reason to think that boars did sometimtypify the violency of water especially as wildboars notoriously haunt swamps; und AddfGerber , Naturpersonifikation in Poesie u. Kitristder Alten. Leipzig 1883 ( Jahrbb. f. kl. PhilSuppl. Bd. 13) p. 270:Ebenso sahen dieGriechen in den Flüssen nicht wirkliche Stiere,Eber oder Widder, sondern nur die Wesens-gleichheit liefs sie solche Benennungen wäh-len; vgl. auch E. Curtius , Peloponneses 1p. 405 u. Sitmngsber. d. Berl. Akad. 1888.

S. 1228, der auch (p. 388) in dem erymanthi-schen Eber den Flufs Erymanthos erkennt u.durch die Namen der Wildbäche AchajasKrios (Bock) und Sys (Eber) ihre heftige undzerstörende Natur bezeichnet sein läfst (s.Roscher, Selene u. Verw. S. 52 A. 206). Ausder slavischen Mythologie führt Gardnerp. 206 eine Notiz von Karamsin, Hist, deRussie 1 p. 114 an, dafs, wenn ein grofsesUnheil das Slavenvolk bedrohte, der Geniusdes Sees von Rhetra unter der Gestalt eineswilden Ebers mit furchtbarem Grunzen ausden Wogen emportauchte, um alsbald wiederzu verschwinden. [Drexler.]

Kapys (Kanvs), 1) Sohn des Assarakos undder Hieronyme, T. des Simoeis, Nachkommedes Dardanos, Fürst der troischen Dardaner;zeugte mit Themis , der T. des llos, denAnchises, II. 20, 239. Apollod. 3, 12, 2. Hoi·

4, 75. Ov. fast. 4, 34. Tzetz. L. 1232. Sen.Verg. A. 1, 272. 284. Nach Serv. Verg. A.

5, 30 war die Troerin Segesta seine Gemahlinund Mutter des Anchises. Bei Dionys. A &

1, 62 heifst Klytodora, T. des Laomedon,Mutter des Kapys, der mit der Nymphe Naisden Anchises zeugt. 2) Trojaner, Verg. Aen.

2, 35 bei der Eroberung Trojas genannt; nach

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