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Kassandra
Kassandra
und der Hekabe, so wie Laodike ( Hom . Z 252)gleichfalls S’vyazQcöv släog agioxy genannt(IV 365); Othryoneus fordert sie zur Ehe (avü-sSvov ) indem er dafür die Griechen aus Troja ,zu vertreiben verspricht. Als Priamos denLeichnam Hektors nach der Stadt bringt, istK. die erste, welche von der Burg aus dasHerannahen des Vaters bemerkt (ß 699 IksXtjXQ vasrj ’AcpgoSixrj). Von Agamemnon mit nachGriechenland geführt, wird sie von Klytai-mestra dicht neben dem sterbenden König ge-tötet, der ihr nicht mehr Hülfe zu leistenvermag (X 421). Dazu fügte die ’lXiov nigotg(Ep. gr. fr. ed. Kinkel S. 49) die Erzählungvon der Gefangennahme der Kassandra . Siehat, als die Stadt eingenommen wird, sich inden Tempel der Athena geflüchtet und dasBild der Göttin umklammert; Aias , Oileus’Sohn, reifst sie mit Gewalt fort, sodafs dasBild mit umgerissen wird; wegen diesesFrevels wollen die Griechen den Aias stei-nigen, der aber sucht und findet Schutz beidem Altar der von ihm beleidigten Göttin.Die Wegreifsung der Kass. vom Bilde derGöttin war auch auf der Kypsele in Olympiadargestellt (Paus. 5, 19, 5) mit der BeischriftAiag KaßodvSgav an ’A&avou'us Aongbg sXksi.Auch in der Lesche in Delphi hat der Mythusder Kass. mehrfache Berücksichtigung gefunden;zunächst war unter den toten Troern Kogoi-ßos dargestellt (raus. 10, 27, 1 dcpiKsxo snixbv Kaßactvdgag ydgov, also wie bei KornerOthryoneus, vgl. Verg. Äen. 2, 343 iuvenisqueCoroebus Ulis ad Troiam forte diebus venerat,insano Gassandrae incensus amore), aufserdemder Schwur des Aias, vermöge dessen er sichvon dem ihm vorgeworfenen Verbrechen ander Kass. reinigte; Kassandra safs dabei, dasBild der Athena im Schofse haltend (Paus.10, 26, 3). Auch in der atoä noiKiXrj in Athen war eine ähnliche Scene dargestellt, oi ßaai-Xsig fj&gotßfisvoi Sia xo Ai'cevxog ig KaaadvägavzoXyryia (Paus. 1, 15, 3). Während Homervon der Sehergabe der Kassandra nichts weifs(vgl. Schol. Hom. Sl 699), erscheint sie schonvon Pindar ab (Pyth. 11, 49 pavzig KÖga) alsSeherin, die aber mit ihren Prophezeiungenkeinen Glauben findet. Nach Schol. Hom.H 44 und Eustath. Hom. 11. 663, 40 wurdenihr, als sie in kindlichem Alter zusammen mitHelenos, ihrem Zwillingsbruder, im Hain desTbymbräischen Apollon zurückgelassen war(nach B Ij V. zu Hom. H 44 wird nur Hele-nos im Tempel des Apollon, Kassandra da-gegen in dem Tempel der Artemis vergessen),durch Schlangen die Ohren gereinigt, hÜvzsv-&sv X7]v [lavxiKrjv änQwg sxsXsad-rjßav; oderApollon verleiht ihr die Seherkunst, um da-für ihre Liebe zu gewinnen (Apollod. 3, 12, 5).Als sie sich nach Empfang der Seherkunstweigert, ihr Versprechen zu erfüllen, nimmtder Gott ihren Prophezeiungen den Glauben,vgl. Atsch. Ag. 1202. Nach Servius Verg. Aen.2, 247 thut er dies dadurch, dafs er ihr inden Mund speit. Hyg. f. 93 verbindet beideErzählungen, den Schlaf im Hain und dieLiebes Verweigerung der Kassandra , mit ein-ander. Vgl. Orph. lith. 759 avxoKaaiyvr]xriv
κεχοΧιόμενος ’Αργνρόζοξος Κασσάνδρα jji häa-βιν άκονόντεσΰιν απισζα &εαπίζειν ΤριόιειιMyth. lat. ed. Bode 1, 180 fidem vera dicentisustulit, vgl. 2, 196. Apul. op. (ed. Altenh.) 5S. 112 incredita vaticinia. Tryphiod. Ά.’ιι.417 ζην γάρ ΆπόΧΧων άμφόχερον μάνην iάγα&ην και άπιστον ε&ηκεν. Gewöhnlich wirdfür sie eine ähnliche Art der Weissagung wiefür die Pythia in Anspruch genommen, d. h, .sie weissagt mentis incitatione et permtimdivina (Cic. de divin. 1, 40, 89; vgl. ebd. 131, 66 quid oculis rabere visa es derepende ar-dentibus, aus dem Alexander des Emm, 139, 85 Cassandra furens und 2, 55, 112. Sa,Troad. 34), während ihr Bruder Helenos mi-guriis die Zukunft erkennt; doch wird beiHyg. f. 128 unter den augures auch CassandriPriami filia angeführt. Als Seherin heifst sieμαντίποΧος Βάκχη , Ear. Hek. 121; Φεβπιωίβ;v. 677; qpoißag v. 827; ρίπχει ξαν&άς nlmi-μ ovg χΧωροκόμω βχεφάνω δάφνας κοσμη&ιίία,όχαν &εοΰ μανχόαυνοι πνευσωβ’ άνάγκαι, Εν:;.Iph. Aul. 757; wegen der Dunkelheit ihmOrakel wird sie hei Lykophr. Alex. 7 Σψη\genannt; sie selbst bezeichnet sich wegen desUnheils, das sie über Agamemnon bringt, alsμίαν ζριών Έριννν bei Eur. Troad. 457. Sieerkennt das Unheil, das der Stadt durch Paris droht, und fordert auf, ihn zu töten, μεγάΐβνΠριάμου πύΐεως Χωβαν, Eur. Andr. 297; alsaber Paris Gefahr läuft von seinen Brüderngetötet zu werden, verkündet sie, dafs er einSohn des Priamos ist, sodafs er von demKönig anerkannt wird, Hyg. f. 90. Bei derAnkunft des Paris mit Helena weissagt siedas kommende Unheil πυκνά δε ζίΧΧε %όμψ,χρυβέην δ’ ερρηξε καΧύπτρτην, νεόφοιχον ΐ%άκροαζόΧηος ίδουβα, Koluth. rapt. Hel. 389.Myth. lat. 2, 196 cum iam adventu HelenatTroiam destruendam praediceret. Sie erkennt,dafs Priamos den Leichnam Hektors zurück-bringt, wie hei Homer , Tzetz. Hom. 410. Be-sonders gegen die Hereinbringung des hölzer-nen Pferdes eifert sie mit aller Kraft, dochumsonst, Verg. Aen. 2, 246, Hyg. f. 108 ßiaei habita non est. Quint. Smyrn. 12, 526 «wi-εχο δ’ εκ zivog α’ίαης rag άνεμώΧιον αΐεν &äXyioc l’aiooi γένηζαι. Tryphiod. aX. ’IX. 358.Priamos schilt sie und läfst sie schliefslichnach der Burg bringen, wo sie ihr Schicksalbeweint. Dieser Zug ist wohl aus LykophronsAlexandra entlehnt; dort schliefst Priamos dieTochter ein οίκέχην παοακαχαστηοας άκονε ι»των χρησμών , o-jrrag αναγραφόμενος coito»!άπαγγεάτ/ ανχω (Lykophr. Alex. Prooem.)· NachVerg. Aen. 3, 183 hat sie dem Anchises ge-weissagt, dafs er in Italien eine Heimat findenwird; vgl. 10, 68 Cassandrae impulsus furiis;sie verkündet, dafs ihre Verbindung mit Aga-memnon den Griechen böses Leid bringen unddafs Hekabe in Troja sterben wird, Hst.Troad. 356; sie wird von Hekabe gesucht,um einen Traum auszulegen, Eur. Hek. 88.Auf eine im Traum erfolgte Verkündigungder Kassandra beruft sich auch Beroe, alssie ihre Genossinnen beredet, die Schiffe desAeneas anzuzünden, Verg. Aen. 5, 636. 1&spät erkennen die Troerinnen, nach Quint·