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westliche Aithiopen herrschend gedacht haben,da er das κήτος aus dem atlantischen Meerehervortosen läfst: κήτος &οάζον εξ ’Ατλαντικήςcilos (frg. 134 a Nauck, aus. Plutarch . deaudiend. poet. 5. Philostrat. d. Ä. Imagg. 1, 29:κήτος ^Ατλαντικόν , Vgl. Bobert, Avch. ZeitungS. 18). Diese Atlantis hätten Preller-PleivG. Μ. 1 3 , 463 nicht in „das grofse Weltmeer“verflüchtigen sollen, denn sie wird nie imOsten liegend gedacht. Zu dieser westlichenAnsetzung war Euripides durch den Vorgangdes Sikelioten Stesichoros veranlafst worden,der zwar seinerseits nach Strabons (= Apollo-dors) Zeugnis die Kassiepeia in Arabien an-setzte, aber doch ein anderes Lokal der Per-seusfahrt, die den Kyprien (frg . 21 Ki.) zufolgevon den Gorgonen bewohnte Sarpedonsinsel,in sein heimatliches „atlantisches“ Gewässerverlegt hatte (frg . 10 Bgk. aus Schol. Apollon .Bhod. 1, 212, vgl. Aithiopenl. __S. 204 f.). Soentstand auch hinsichtlich der Örtlichkeit einGegensatz zwischen dem west-aithiopischen,durch Euripides vertretenen Mythos von derK., den Photios ’ Einleitung zu Konon (40,Westermann Μν&ογρ. p. 143, 6) als ' Ελλήνωνμν&ος charakterisiert, und den jene Parentheseim Hermolaosexcerpt des Steph._ Byz. ’Ιόπη \_Κη-φέως τον καταοτεριο&έντος, ον εΰτι γννη Καο-οιέπεια (sc. ώοπερ) οί " Έλληνες κακώς φαοιν]meint, einerseits — und anderseits dem orienta-lischen, von Theopompos , Konon, Steph. Byz.u. a. vertretenen Mythos von der Kepheus-gattin und Andromedamutter Iope zu Ioppe(vgl. d. Art. 'Iope’, 'Kepheus’, sowie Aithiopen-länder S. 144. 146 f.). Weder die eine nochdie andere Version giebt jedoch den eigent-lichen älteren „aithiopischen“ Schauplatz,welcher vielmehr in der später so genann-ten dorischen, ursprünglich „phoinikischen“d. h. karischen Hexapolis zu suchen ist (vgl.weiter unten). Die Beweise dafür, dafs diealte Zeit mit der Heliosinsel Rhodos (derMeropsinsel Kos) den Begriff einer Αί&ιοπίαverband, s. in Aithiopenl. S. 164ff. Ein Be-wulstsein von der Zugehörigkeit der Kassiepeiaan diese jüngste 'Doris’ ist vielleicht nochbei der Quelle des Nonnos (43, 165 ff.) erkenn-bar gewesen, wo Poseidon, seine Wassergeisterauf die Aithiopen des Dionysos hetzend, droht:die aithiopischen Söhne der Kassiepeia vonKepheus sollten zur nachträglichen Strafe fürdie prahlerische Rede ihrer Mutter und zurGenugthuung der beleidigten Nereiden ge-knechtet und der Nereide Doris dargebrachtwerden (Αί&ιόπων δε φάλαγγας έρνοοατε καίΰτίχας Τνδων \ ληΐδα Νηρηΐδεβοι, κακογλώβοοιοδε νύμφης \ Αωρίδι δούλια τέκνα κομίοβατεΚαββιεπείης | ποινήν όψιτέλεατον). — Lyko-phron ( Suidas s. v.) wird in seiner sonst un-bekannten Tragödie 'Andromeda ’ die gleichenEntlehnungen ans dem Herakles -Hesionemythosgehabt haben wie in der 'Alexandra’ (v. 838 ff.vgl. Tzetzes z. d. St.; Perseus vom κήτος ver-schlungen, zerstört von innen dessen Ein-geweide); aber da in der Alexandra eine Gattindes Kepheus nicht genannt ist, so läfst sichauch hinsichtlich der 'Andromeda ’ über diesenPunkt nichts ausmachen. — In der Zwischen-
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zeit zwischen 300 v. Chr. und den römi-schen Nachdichtern treten originelle Varian-ten auf, wie der Zug, dafs K. nicht überdie eigene Schönheit mit den Nereiden ge-stritten habe, sondern über die Schönheit ihrerTochter (Hygin. F. 64; vgl. die &vyarsqa ndvvk alfjv bei Konon c. 40, wo freilich Kats.fehlt, sowie Antiphilos, Epigr. Anth. Plan.147), und jene andere Abweichung, dafs sienicht mit den Nereiden, sondern mit Hera denSchönheitswettkampf einging ( Tzetz. Lyk. 836.838). Ersteres Motiv, durch welches für dasSchicksal der Andromeda eine wenigstensobjektive Verschuldung als erklärende Ur-sache geschaffen wird (Bibbeck, Böm. Trag.S. 172), möchte Fedde (de Perseo et Andro-meda, Diss. Breslau 1860 p. 37), weil an dieNiobidensage anlehnend, einer Tragödie wieder (freilich fast unbekannten, ' Andromeda ’des Lykophron zuweisen, letzteres dem ver-lorenen Referate eines Aristeides (von Mi-letos? F. H. G. 4, 324, 17) oder Prokopios, dadie anderen beiden von Tzetzes aufgerufenenZeugen, Iosephos (B. 1. 3, 9, 3) und Libanios(31. 32 p. 375 West.) nichts davon erwähnen.Aber ein Irrtum des Tzetzes ist nicht aus-geschlossen, da er überhaupt diese Zeugenvielmehr für den Iopemythos aufbietet, waswenigstens für den Libanios ungerechtfertigtist (so schon M. Oh. G. Müller ed. Schol.Tzetz. 1811, 2, 821 21 ). Ebenso liegt ein IrrtumFeddes vor, wenn er behauptet, die Angabedes cod. Strozz. Schol. German. Arat. Ph. 197(p. 139, 12ff. Breysig)·. Andromeda filia fuitCephei et Cassiepeiae, quae adamata est a Ou-pidine, beziehe sich auf eine Liebe des Eroszur Kassiepeia, während doch die Andromeda gemeint ist (vgl- darüber Bobert, Eratosth.Gatast. reliq. p. 220). An Euripides schliefstsich die Andromeda des Ennius an (frg. 1 ff.;Bibbeck, Böm. Trag. S. 162—176. Das grie-chische Vorbild der gleichnamigen Tragödievon Livius Andronicus (Fedde p. 9: Sophokles nach Bibbeck, B. Trag. S. 32, der die Sopho-kleische Andromeda für ein Satyrspiel fälsch-lich hält: Euripides ?) und Accius (frg. 1 — 14,Bibbeck, Böm. Trag. S. 561—564; nach Feddep. 9 = Sophokles ) ist unbekannt. — Manilius Astron . 5, 538 ff. folgt Ovid . Zu erwähnenist aufserdem Lukianos, Dial. mar. c. 14.*)Der Name Kaooisnsia wurde von denRömern, welche sich an die ihnen nahe-liegende und frühbekannte kerkyräische StadtKaeoionr] (und vielleicht deren Heroine Kaa-oionsia·, s. d.) erinnert fühlten, in Cassiope(Ovid . Met. 4, 738. Hygin. F. 64) verkürzt,worin ihnen in der Kaiserzeit Spätgriechenwie Antiphilos folgten (Kaooiorca a. a. 0. v. 3).Sonst konnte neuerdings fast durchweg aufi Grund der Hss. die echte griechische Schreibung-s’7teia hergestellt werden (so in Buntes Hyginus,
*) Hinsichtlich der Darstellung der Kassiepeic alsMutter der Andromeda in der Kunst ist zu verweisenauf die Vasen: Neapel nr. 3225. Santangelo nr. 24 u.708 (vgl. Heydemann , D. Vasensammlungen des Museo Natio-nale in Neapel S. 520. 637. 814 f.). Trendelenburg in d. Annalid. Inst. 1872 S. 108—130. Baumeister, Benkm. d. klass. AU.S. Iä91f. u. Fig. 1440. [Roscher.]