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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1193-1194
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Kiris'

Kirke (bei Homer )

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der Rückfahrt von Kolebis gegründet haben,Strab. 12 p. 564. Sohn des Olympos heifst erSchot Theohr. 13, 30. [Auf einem attischenRelief, auf welchem Athenaeinem vor ihr stehen-den bärtigen Mann die Rechte reicht, wodurchder Abschlufs eines Vertrags zwischen Athen und einer anderen Stadt zur Darstellung ge-bracht wird, steht über dem Kopfe des MannesΚΙΟΣ. Doch glaubt Schöne, Qriech. ReliefsTfl. 9 Sp. 2728 nr. 53 in dem Rifs vor dem ioNamen ein I zu erkennen, so dafsIklo s zulesen wäre. Bedenken für die Deutung aufKios erweckt Schöne atifserdem der Umstand,dafs der Mann in der Tracht eines gewöhn-lichen Sterblichen dargestellt sei, währendman Kios, den Gründer der Stadt, sich nurin Heroengestalt denken könne. Freilich seiauch bei der Annahme, es habe ΙΚΙΟΣ aufdem Relief gestanden,eine Analogie für einesolche Vertretung von Ikos der athenischen 20Stadtgöttin gegenüber durch 'einen lkiernicht nachweisbar. Drexler.] [Auf dem Reverseiner Münze der Orbiana von Kios in Bithynien erscheint nach dem Catal. of greek coins inthe Brit. Mus. Pontus etc. S. 135:youthfulmale figure, nahed, seated r. on rock, adjustingsanclal mit der Beischrift KIA ΝΩΝ; vgl.

PI. 29, 3, worin Warwick Wroth den Gründervon Kios erkennt; vgl. auch Head, Hist. num.

S. 440. Roscher.] rSeeliger.] so

Kiris Adonis (s. d.).

Kirke (Κίρκη dor. Κίρχα; die alten Ety---mologieen = χιρνώσα oder von χερχίς im Etym. M. und bei Suidas sind wertlos).

1) Kirke in der Odyssee. Bei Hom, / X LM135ff. wird erzählt, dafs Odysseus von den LdS-' .' strygonen auf die Insel Aiaie gekommen sei, wo' K., die Schwester des Aietes, die Tochter desj 1 *. Helios und der Okeanide Perse ( Hes. Theog.

} //«^®6f.ίΐχεανίνη Ήερβηίξ) , wohnt. Seine vor -40')· Γ ausgeschickten Gefährten finden die Göttin(v. 455 δία 9εάων u. a. St.; nur x 543 = ε 230νύμφη) in ihrer Wohnung aus behauenenSteinen, die in einem Thale auf freiliegen-dem Platze liegt, umwandelt von Löwenund Wölfen, die durch den Zaubertrank derGöttin verwandelt worden sind (v. 213 τουςαντη χατέ&ελξεν επεί κακά φάρμακ εδωχεν,vgl. ν. 434 daher ν. 276 πολνφάρμαχος).Singend (ν. 136 κνδήεβαα) am Webstuhl 50sitzend (ν. 221 f.) empfängt K. die Helden,die aufser Eurylochos ihrer Einladung arglosfolgen und durch einen Mischtrank von pram-nischem Wein (vgl. A 639. Athen . 1 p. 10 a .30°) und Honig, Mehl und Käse, worin sie denZaubersaft geträufelt hat, der die Heimat ver-gessen läfst (v. 236), unter Berührung mit demZauberstab (v. 238 ράβδοι πεπίηγνΐα) inSchweine, die sich ihres Zustands bewufstMeiEen (v. 240 f.), verwandelt werden. Von 60Eurylochos benachrichtigt steigt Odysseus ,mit Schwert und Bogen bewaffnet, vom Strandehinauf und empfängt unterwegs von Hermesdas gegenwirkende Kraut Moly (v. 305; vgl.Theophr. Hist. PL 9, 15, 7. Plin. Ν. H. 25, 26.Eustath. z. Od. a. a.O. Plut. Mor. 369 e ). So bleibter unempfindlich gegen die Wirkungen desTranks und dringt, als K. ihn mit dem Stabe

berühren will, mit gezücktem Schwert auf sieein, so dafs sie fufsfällig den Helden bittet;denn sie hat in ihm Odysseus erkannt, denihr Hermes wiederholt als ihren Bezwingerverkündigt hat (v. 330 ff.). Ihren Liebes-werbungen aber folgt er nicht eher, als bissie ihm geschworen, keine Hinterlist mehrüben zu wollen. Vier Mägde, unsterblicheNymphen ( Eustath. z. Od. s 348; vgl. Apollon .

Rh. 4, 711 vrjiaSss nginoloi. Rehrs, PopuläreAufs . 2 S. 115. Mannhardt , Wald- und Feld-kulte 2, 33), bedienen das Paar beim Mahl,nachdem die Göttin den Wunsch des Heldenerfüllt und seine Gefährten durch Bestreichungmit· einer Zaubersalbe (v. 392) zurückverwandelthat. Nach einjährigem Aufenthalt entläfst K.Odysseus zu der Fahrt in die Unterwelt, woer nach ihrem Rate den Teiresias über dieRückkehr in die Heimat befragen soll. Vondort nach Aiaie ( p 1 ff.) zurückgekehrt, umdie Leiche des hier verunglückten Elpenor zubestatten, sieht er noch einmal die Göttin,die ihm die bevorstehenden Gefahren voraus-sagt und ihn darauf mit günstigem Fahrwind(v. 149 f.) entläfst. [Eine Hypothesis der ho-merischen Dichtung findet sich u. a. in denSchot Aristoph, Plut. 303, besonders aber inden fragment. Apollodori Sabbaiticis (Rhein .

Mus. 46, 161 ff) fr. 120 a S. 177, 31ff mit derAbweichung von Homer , dafs die Gefährten « Vin Wölfe, Schweine, Esel und Löwen verwarn-delt werden (s. dazu Hio Chrysost. 8 p. 134£i$, / 1und die Bildwerke); vgl. auch Hyg. f. 125. ' ~Myth. Vat. 1, 15; aus der Bearbeitung desLivius Andronicus ist ein auf K. sich be-ziehender Vers bei Fest. 352, 22 erhalten;eine Nacherzählung bei Ov. Met. 14, 248 ff.]Kirchhoff, Hie Homerische Odyssee 2 S. 287 ff,der die Gesänge x g zum gröfseren Teileinemjüngeren Nostos zugewiesen hat, hältdie Gestalt der K. nicht für eine originaleSchöpfung, sondern für eine Nachbildung derMedeia aus der Argonautensage, die der Ka-lypso (s. d.) zur Seite gestellt sei. Dieser Ansichttritt namentlich Müllenhoff bei ( Deutsche Alter-tumskunde 1, 52 ff.), indem er noch andere Ent-lehnungen aus der Argonautensage und dieLokalisierung der Kirkesage im westlichenMeer für denjüngeren Nostos annimmt.

Auch v. Wilamowitz (Homerische UntersuchungenS. 115 ff) weist die erhaltene Dichtung einemjüngeren Nostos zu, doch mit der Ein-schränkung, dafs dieser auf Grund eines älterenKirkegedichts verfafst sei; die Zauberin K.sei eine ursprüngliche Schöpfung der griechi-schen Sage. Und in der That, man mag überdas Alter der homerischen Kirkeerzählung, wiesie vorliegt, denken wie man will, die Ur-sprünglichkeit des Kirkemärchens sollte a.ufserFrage stehen, und mag Odysseus von Anfangan in dasselbe verflochten sein oder nicht,jedenfalls steht es der Odyssee näher als derArgonautensage (s. unter 4). Kirke, Agamede(A 741; bei Theohr. 2, 15 f. und Propert. 2, 4, 8:Perimede) und Medeia (s. d.) sind die Zau-berinnen der griechischen Sage (vgl. Welcher,Kleine Schriften 3, 20ff.); und zwar stehtden guten Feen, Agamede und Medeia (s.