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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1195-1196
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Kirke (bei Homer )

das. den 1. und 8. Abschnitt), welche überheilsame, verjüngende und gegen Wundenfestmachende Kräuter verfügen, die arglistigeKirke gegenüber, die mit ihrem Trank Menschen

stab, den Zaubersaft, die Verwandlung, dieRückverwandlung; es fehlt nur die Zauber-formel, als welche das sqxso vvv evcpsbvSe(v. 320) nicht gelten kann. Man vergleichez. B. mit den Künsten der Kirke die der

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Königin Laba in'' Tausend und^Eine Nachti j(Erzählung vom König Beder, SlObNacht u. ff), ;und man wird überraschende Analogieen finden, ·Nicht zufällig scheint es, dafs Kirke die Tochterdes Helios (Myth. Vat. 1, 204: desApollon ) heifst, wie Agamede und Me- ideia seine Enkelinnen; mit dem Kultder dem Helios verbundenen Selene ,(K. als Priesterin des Helios und derSelene bei loh. Antiochen. fr. 24. Müller,fr. h. 4, 551) steht das Zauberwesenim engsten Zusammenhang (vgl. Bescher,Seleneu. Verwandtes S. 84ff. 99. 144. 147),Vielleicht ist K. erst als Heliostochterin Aia (vgl. μ 3 f. und die Artikel Aiaund Argonauten Bd. 1 Sp. 510, 47) lo-kalisiert, wahrscheinlich erst dadurchmit Aietes verbunden worden; dieseVerbindung mag auch den Dichter vonμ 69 ff. veranlafst haben, der allbekanntenArgonautensage zu gedenken. Es lagdaher nahe, die genannten Zauberinnenaus Mondgöttinnen abzuleiten, wie diesmehrfach geschehen ist; vgl. bes. J. F.Cerquand, Etudes de Mythologie greeque.TJlysse et Circe. Des Sirenes. Paris 1873;dieser hält wie auch Tümpel im Philol ,N. P. 2, 123. 4, 619 ff. Kirke (etymolog.mit xvxlog, circusKreis zu verbin-den) für eine Mondgöttin, Odysseus fürden Sonnengott (vgl. v.Wilamowitz,Hom .Unters. S. 114), und seinen Aufenthaltbei der Zauberin für das mythische Bildder Sonnenfinsternis, S. 28ff. 67ff. 71 ff.; nochschwerer läfst sich beweisen, dafs K. ursprüng-lich eine Unterweltsgöttin gewesen sei (A. Kühn,Die Berabkunft des Feuers S. 32 und besondersH. D. Müller, Mythologie der griech.Stämme 1, 158 Anm. 2). Als Zauberinwird K. angerufen im 14. hom. Epigr.Κάμινος ή Κεραμείς v. 15 ff: dsvgo καιΗελίον &νγσ.τηρ , Λολνφάρμαχε Κίρ%η,άγρια φάρμαχε βάλίε. Theolcr. 2, 15.

9, 36; vgl. Κιρχαία ρίζα Apollod. 3, 15,

1 und Nonn. Dionys. 22, 77 και Κίρκηςχνχεώνα ϋεον.λήτοις επαοιδαΐς. Diemeisten Anspielungen bei griechischenSchriftstellern beziehen sich auf dasOdysseusabenteuer; man liebte es na-mentlich, dasselbe allegorisch-ethischzu deuten, wie auch der Name K. füreine verführerische Dirne in Anwendungkam: z. B. Xenoph. Memor. 1, 3, 7;Deutung der Stoiker bei Athen . 1, 10 e ,Beraclit. alleg. homer. c. 72 u. a. (vgl.B. Weber in Leipziger Studien 11,143ff.);Aristoph. Plut. 302 ff Anthol. Pal. 10,50. 15, 12. Plaut. Epidie. 4, 2, 34.Etym. M. und Suid. Eine humoristi-sche Behandlung des Odysseusaben-teuers haben wir in dem Satyrdramades Aischylos: Kirke ( JSfauck, fr. tr. p. 27)anzunehmen. [Zur Litteratur ist nochhinzuzufügen: B. Brown, The myth of Kirkein der Academy vom 19. Jan. 1884.]

Die volkstümliche Erzählung hat auch inder darstellenden Kunst Verwendung ge-funden: vgl. O. Jahn , Archäol. Beiträge S. 401 ff.

Abb. 1) Kirke, Vase von Nola (nach Ärch. Zeitg. 1865 Taf. 194).

in Tiere zu verwandeln [vermag. Gerade imKirkemärchen finden wir dieselben Elemente,die uns aus den Zaubermärehen anderer Völkergeläufigkind: den einsamen Palast, den Zauber-

Abb. 2) Bedrohung der Kirke durch Odysseus, Vase von Vulci (nach Monum. d. Inst. 5 Taf. 4i).