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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1321-1322
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1321 Kora τι. Demeter (Gott . d. Landbaues)

Suid. und Zon. s. v.) heifsen kann. PoetischererAusdruck ist Αηονς καρπός bei Ar. Plut. 515;J) ^μήτερος ακτή, Horn. IV321; Φ 76. Ues. Op.et d. 32. 597. 805. Scut. Here. 290. Orph. Arg.325. Archias in Anthol. graec. 2, 98 (Jacobs);vgl. auch Dionys. Perieg. 523 und Eustath.z. d. St.; Arjovg ακτή, Apoll. Rhod. 3, 413.Etym. M. 266, 2. Αήμητρος φερέαβιον στάχννsagt Aeschyl. fr gm. 300 (Nauck 2 ) und ähnlichAnth. gr. 3, 15. Demeter bezw. Ceres voll-kommen metonymisch für Getreide oder Brotkommt schon in dem von Herodoi 7,141 citiertenOrakel vor; spätere Beispiele sind Orph. fr gm.160 (Abel). Antiph. Byz. in Anth. gr. 2, 171.Plut. de Is. et Os. 66. Oppian. Halieut. 3, 463.Clem. Alex. Protr. 2, 26. Serv. ad Verg. Aen.1, 171. Als kyprischen Ausdruck für erntennennt Hesych. s. v. δαματρίξειν, und nach dem-selben ist δημητριάς eine κριθή έξάστιχος.

Schon die beiden Etymologieen, welche alleinals verhältnismäfsig berechtigt gelten könnenund Demeter als Erdmutter bezw. Korn-mutter erklären, weisen auf diesen Kreis. De-meter ist der Gaia verwandt, aber nur skeptischeSpekulation identificierte sie (wofür das ältesteBeispiel Eurip. Baceh. 274ff.); in Wahrheit istsie, lebendiger und persönlicher, die in derErde wohnende treibende Kraft, wie die Stoikersie richtig erkannt, vgl. bes. Plut. de Is. et0s. 40. Cornut. 28. Am treffendsten präzisiertOvid.Fast. 1, 674 das Verhältnis:Haec praebetcausam frugibus, illa locum. Offenbar eineGegenüberstellung und keine Gleichsetzung istauch der orphischeVers bei Diod . 1,12,4 = Euseb.Praep. ev. 3, 3, 4; (frgm. 165 bei Abel): Γή μήτηρπάντων, Αημήτηρ πλοντοδότειρα. Im homerischenHymnus auf Demeter wird von D. gesagt v. 469:καρπόν αεξε φερέοβιον und v. 471: καρπόννήκε,während Mifswachs als Groll der Göttin auf-gefafst wird; vv. 306. 452. Sie ist die Anesi-dora, wie sie im Kulte des attischen DemosPhlya genannt wird, Paus. 1, 31, 4. Den Ährengiebt sie Fülle und Reife, Hes. Op. et d. 466als έφορος τον θέρους, Suid. s. v. ογμος, inwelchem Sinne ihr auch ein Dämon fiadreusbeigegeben ist, Etym. M. 18, 36, und die Horenihr beigesellt werden, Orph. hymn. 29, 9. 43, 6;Biod. Zon. in Anth. gr. 2, 80. S. oben Sp. 1319 f..

Die Gabe der Demeter ist die ξηρά τροφή,während die tiypa, d. h. Wein und Obst, Dio-nysos verdankt wird; beide sind die grofsenWohlthäter der Menschheit, Eur. Baceh. 277 ff.Plut. Quaest. d. Ar. sign. frgm. 7. Aspasios in Ar.Eth. Nicom. 1,12; Schot. Find. Isthni. 6,3. Nonn.Bionys. 7,84; 45,101; 47, 50. Serv. ad Verg.Ecl.5, 79. In erster Reihe gehören zu dieser ξηράτροφή die Getreidearten, vor allem Weizen undGerste, wie besonders aus mehreren Beinamender Göttin hervorgeht (s. unt.). In welcher FormDemeter den Menschen ihr Geschenk hat zu teilwerden lassen, wird auf verschiedene Weise an-gegeben. Sie habe es selbst angepflanzt, heifstes im Marm. Par. 23. Am verbreitetsten ist dieVersion, dafs sie den Samen Triptolemos ge-geben und diesen auf ihrem Drachen wagen aus-gesandt habe, damit er allenthalben das Säenlehren solle, s. oben und den Artikel Tripto-lemos. Das Getreide war schon vorher da,

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doch wuchs es wild und wurde erst von D.entdeckt (vgl. Diod. 5, 68. Serv. ad Verg.Aen. 4, 58. Etym. M. 263, 55. Etym . Gud.181, 17) und zur Kulturpflanze d. h. ήμεροςgemacht, indem sie die Verrichtungen desLandbaues, den Stier einspannen und den Bodendurchackern lehrte, Diod. a. a. O. Verg.Georg. 1,147. Ovid . Met. 5, 341. Fast. 4, 403ff.Hyg. fab. 277. Orph. h. 40, 7. Serv. ad Verg.Georg. 1, 147. 163. ad Aen. 4, 402. Philarg.ad Verg. Georg. 1, 165. Myth. Vat. 1, 8 u. a. m.Die Titanen lehrt sie mähen mit der ihrvon Hephaistos geschenkten Sichel, Aristot.im Schot. Apoll. Rh. 4, 984; vgl. Tzetz. adLyc. 869. Als Erfinderin des Pfluges nenntServ. ad Aen. a. a. 0., wohl nach einer stadt-athenischen Lokaltradition, allerdings Athena.Sicilien und Attika machten einander den Ruhmstreitig, zuerst das Geschenk der Demeter er-halten zu haben, vgl. besonders Diod. Sic. 5, 69,während Samothrakes Anspruch sich keine Gel-tung verschaffte, ebd. 5, 49. Die Verbreitungder Demetergaben von Athen aus ist ein vonden Panegyrikern immer aufs neue hervor-gehobener Ruhmestitel ihrer Stadt, Xen. Hell.6, 3, 6. Isocr. Paneg. 25; weitere Belege beiPreller, Dem. u. Pers. 1. 295. Auch dieweitere Verarbeitung des Getreides wurde aufDemeter zurückgeführt;Geres molere docuitet panem conficere, heifst es Plin. h. n. 7, 47.Unter ihren Beinamen sprechen dafür besondersΑλιτήρια, wobei ihr ein Zeus ' Αλιτήριος zurSeite steht (Etym. M. 65, 40. Et. Gud. 35, 23),und der in Syrakus übliche Ίμαλίς, Athen .3, 109 a ; 10, 416 b ; 14, 618 d . Hesych . u. Phot.s. γγ.'ΐμαλία und Ίμάλιον. In Demeters Dienstestanden jedenfalls auch die άλετρίδες, die nachdem Lexikographen Pausanias αί τον ιερόναλετον άλονβαι sind, die das Mehl für dieOpferkuchen bereiten, Ps.-Eudocia p. 35; vgl.Hesych. s. v. άλετρίαι. Antip. Thess. in Anth.gr. 2, 119 läfst die mahlenden Sklavinnen da-von singen, wie die Nymphen für Demeter hätten das Korn mahlen müssen. Nach demfertigen Brot hiefs sie zu Skolos in Boiotien μεγά-λαρτος und μεγαλόμαξος, Polem. b. Athen , a. a. 0.

Neben dem Getreide wurden auch dieHülsenfrüchte zur ξηρά τροφή gezählt undunter Demeters Schutz gestellt. Galen, inHippocr. d. morb. ac. 1 p. 14 d zählt als Αημή-τρια σπέρματα auf: φακούς, θέρμονς, λαθνρονς,έλυμον, κέγχρον, πίσον, ερεβίνθους και οσα άλλατοιαντα (über die Bedeutung s. V. Hehn, Kultur-pflanzen u. Haust. 5 S. 176ff.); dieses Geschenkesrühmten sich speziell die Pheneaten (Paus. 8,15, 1); nur die Bohne war aus unbekanntenGründen ausgenommen und ihr Genufs auchden eleusinischen Mysten verboten, Paus. 1,37, 4. Porph. d. dbst. 4, 16; vgl. Hdt. 2, 37.Diog. Laert. 8, 19. Lobeck, Aglaoph. S. 253ff.;allerdings fehlt sie in dem ausführlichen Ver-zeichnisse der verbotenen Gerichte, Schot. Luk.Dial. mer. 7, 4 im Rhein . Mus. 25 S. 558.Die für Demeter charakteristischste Fruchtnebendem Getreide ist aber der Mohn, der ja auchauf dem Felde, freilich gewöhnlich als Un-kraut, neben dem Getreide spriefst; vgl. Welcher,Tageb. einer griech. Reise 2 S. 16. Mannhardt,

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