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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1337-1338
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1337 Kora u. Demeter (Eleusinia u. Eleusinien)

kulten und -lehren hervorgehoben; s. darüberweiteres im Artikel Mysterien.

G. Demeter-Eleusinia und Eleusinien.

Noch K. 0. Müller, 'Eleusinien bei Ersehu. Gruber, Allg. Encykl. 1, 33 S. 269 undWelcher, Gr. Götterl. 2 S. 511 glaubten an diealte Etymologie, nach welcher Eleusis seinenNamen von der Ankunft der Demeter an diesemOrte erhalten haben sollte (Aristid. Panath.p. 257. Etym. M. 329, 35; Etym . Gud. p 181;vgl. auch die lokalpatriotische ErklärungDiod . 5, 69 άπο του παρ ετεροον llWeiv τοΟ )τέρμα χομιβ&έν). Weit näher kommt demRichtigen wohl eine zweite von K. 0. Müllera. a. 0. aufgestellte Hypothese, dafs Eleusis in Zusammenhang, mit Ίίλναιον , εν-ηλυοίη,ΕΆεί&νια stehe. Über die Bedeutung diesesAppellativums an sich wage ich keine Ver-mutung. Der Name Eleusinia für die Göttinist aber schwerlich von der Stadt abzuleiten,vielmehr scheint das Verhältnis vonΈλευαίςzuΕΙευαινία ein gleiches wie das vonA9i)vcuzuΛ&ήνη [vgl. Studniczka, Kyrene S. 143 f.:auch die Griechen gaben ihren Städten ofteinfach den Namen ihrer Schutzgötter.Roscher.] Man hat nun lange Zeit hindurchdie an vielen Orten vorkommenden Kulte derDemeter Eleusinia für Filialen des attischenEleusis gehalten. Wenn auch derartige Filia-len durch das späterhin immer mehr wachsendeAnsehen dieses Kultes entstanden, wie inAlexandreia, Arsinoe, Neapolis, undauch Bräuche von Eleusis auf ältere Demeter-kulte infolge der politischen und geistigenHegemonie Athens aufgepfropft wurden, wiein Megara, Phlius , Pheneos, Lerna, soist doch die peloponnesische Eleusinia uralt;sie ist die vor der dorischen Wanderung inder Peloponnes verehrte Demeter, deren Kultevon den Dorern nach Hdt. 2, 176 unterdrücktwurden, deren eine Funktion die Thesmophorosdaratellte. Toepffer (Att. Geneal. S. 221) er-kennt unbestreitbar richtig die Identität derDemeter Achaia (z. B. Plut. Is. et Os. 69;G. I. A. 3, 373), der alten grofsen Stammes-göttin der Achäer, mit der an verschiedenenOrten der Peloponnes , besonders Lakoniens,unter dem Namen ΕΙλεί&νια (Paus. 3, 14, 6,ΕΙευ&ία Ath. Mitt. 1 , 162, Έλεν&ώ, Hesych. s. v., Ελενσία, Lebas-Foucart 162, DemeterEleusinia , Paus. 3, 20, 1; 8, 15, 1; 25, 2), ver-ehrten Göttin, der in Lakonien ein άγων^νμελιγ,ός mit Namen Έλευσίνια gefeiert wurde,Eesyeh. s. v. Einen hippischen Sieg in denΕΙευΰνια erwähnt die archaische Inschrift desDamonon, Böhl, Inscr. gr. ant. 79; Ath. Mitt.2 S. 318; Wide, Lakon. Kulte S. 174. 198.

Wie bei diesen alten peloponnesischenKultenjede Abhängigkeit von dem attischen Eleusis ausgeschlossen ist, so mufs man das gleichefür den Eleusiniakult von Plataeae annehmen,ebenso für den von Kreta und Thera mitihren Monaten Eleusinios und den der olunti-schen Eleusinia. Auch die Kulte von Ephe-sos und Mykale reichen in zu hohe Zeit hinauf,als dafs man etwa einen Einflufs des attischenEleusis annehmen könnte.

Kora u. Demeter (Eleusinia u. Eleusinien) 1338

In Eleusis finden wir die mysteriöse Formdieses Kultes am stärksten ausgeprägt. Auchin der Peloponnes hatte der Demeterkult dieseForm annehmen müssen, und hier wie dort istder Ausgangspunkt hiervon darin zu suchen,dafs die Demeterreligion die des unterdrücktenVolksstammes war. Der später eintretende Ver-fall der siegreichen, eingeführten .Religion hattezur Folge, dafs man sich wieder in einem meta-physischen Bedürfnisse nach anderen Götternsehnte, und so nahm man seine Zuflucht zu denvon den Vorfahren geknechteten. Die Heimlich-keit, mit welcher sich die alte Religion in denJahren der Unterdrückung notgedrungen hatteumgeben müssen, all die Abschliefsungs- undVorsichtsmafsregeln gab man aber auch jetztnicht auf, sondern behielt sie als religiöse Formelbei, einBeweis, wie allmählich nur diese ReligionFortschritte machte. Der Inhalt dieser Reli-gion, den sie natürlich auch erst nach undnach gewann, spricht gleichfalls dafür, dafses eine Religion der Unterdrückten war (s.den Artikel Mysterien). Charakteristischhierfür ist, dafs man sich in Kreta der Öffent-lichkeit der eleusinischen Lehre rühmte.

Eleusis ist erst mit Athen vereint worden,als der Mysteriendienst schon in verhältnis-mäfsig hoher Blüte stand. Das vornehmsteGeschlecht, die Eumolpiden, versah das oberstePriesteramt. Doch auch der Volksstamm, demdieses angehörte, ist nicht als der ursprüng-liche Träger dieses Gottesdienstes anzusehen,sondern der vor ihnen in diesem Lande an-sässige, der von ihnen unterdrückt zu dieserForm hatte greifen müssen.

Das allgemeine Ansehen des eleusinischenDienstes, der aber durchaus nicht einseitigerMysterienkult war, sondern u. a. auch gymnische,hippische und musische Wettkämpfe nachAristid. Panath. 182. 329; Eleus. 450 sogar dieältesten enthielt (Find. Ol. 9, 150; 12, 157Isthm. 1 , 81. Marrn. Par. 30. C.I.A. 1,332;2, 402. 444. 446. 465. 467. 469. 470. 471. 479.481. 482;Eq>rjg. ctQ%aiol. 1883 Taf. 11; Bull,de corr. hell. 5 S. 231; (vgl. Mommsen, Heortol.S. 231. 264ff.; Beiseh, De mus. Gr. cert. S. 55;Nebe, De myst. Eleus. temp. Diss. Hai. 8 S. 79ff.;Crusius, Myth. Beitr. S. 16; Stengel, Sakralalt.S. 125) mit Gerste als Siegespreis (Aristid. Eleus.450; Schol. Find. Ol. 9, 150), war zur Zeit derSchlacht von Salamis schon ein recht bedeu-tendes; vgl. Hdt. 8, 65. Kurz vorher jedochhatte noch Kleomenes rücksichtslos die heiligenBezirke der Göttinnen verwüstet, Hdt. 6, 75;Schol. Ar. Dys. 273. Erst mit dem Steigen derathenischen Macht gewann auch der eleusinischeKult an Glanz und Ansehen; über das Eleu-sinion in der Stadt s. oben Sp. 1292.

Eleusinischen Kult in Attika kennen wirferner aus der Vorstadt Agrai, in welcherspäterhin die kleinen Mysterien als eine ArtVorbereitung auf die grofsen gefeiert wurden,s. besonders Plut. Dem. 26; Schol. Ar. Plut.845. Wenn auch später die Figuren der Koraund des Dionysos mehr hervortreten (Steph.Byz. s. v.Ayqa), so zeigen doch die Weihungs-legenden von Herakles , den Dioskuren undAsklepios auch die Weihung des letztge-

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