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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1339-1340
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1339 Kora u. Demeter (i. d. ältesten Kunst)

nannten gehört nach A grai und nicht nachBleusis,sowie der Epidaurientag, Philostr. Vit. Apoll.4, 18. Paus. 2, 26, 8 sicherlich in die kleinenMysterien fiel dafs ursprünglich diese an demKulte in Agrai Anteil hatten; Xen. Hell. 6, 3, 6;Diod . 4, 14. 25; Aristid. Eleus. 417; Tzets.ad Lyc. 1327; Schol. Ar. Plut. 845. 1013.Ban. 501; C. I. A. 3, 900; über Herakles vgl.besonders Dettmer, -De Hercule Att. S. 65 ff."Wahrscheinlich handelte es sich hier aber ur-sprünglich um den idäischen Daktylen Herakles wie in Mykalessos und Megalopolis (Paus. 8,31, 1), dessen chthonisch-mystischer Charakteram besten durch Diod. 5, 64 belegt wird; vgl.Strube, Bilderler. v. Eleus. S. 61. Der Zu-sammenhang der Dioskuren mit Demeter undKora hat seine vorzüglichste Analogie imKulte von Samothrake , während ihre Ver-bindung mit Asklepios uns in Hermione, Epi-dauros und im athenischen Asklepieion be-gegnet war, so dafs sich auch der Kult von Agraials durchaus gleichartig mit den anderenmittelbar oder unmittelbar in höheres Alterhinaufreichenden Demeterkulten erweist. Überdie Lehren und die Bräuche des Mysterien-kultes s. den Artikel Mysterien.

H. Demeter und Persephone in der Kunst.

I. Archaische Zeit.

Es ist mit unserem Materiale nicht mög-lich, sich eine auch nur einigermafsen voll-ständige Vorstellung von der historischen Ent-wickelung dieser Göttertypen bis zur Blütezeitder attischen Kunst zu konstruieren. Dennabgesehen von seiner Spärlichkeit ist diesesMaterial auch so heterogen, dafs die einzelnenkleineren Denkmälergruppen durchaus in keinenZusammenhang zu bringen sind. Die Unter-drückung des vordorischen Demeterdienstes anfast allen Orten der Peloponnes , abgesehenvon dem in seinen Kulten wenig Prunk ent-faltenden Arkadien , sowie die durch den ho-merischen Einflufs bewirkte Degradierung deralten Stammesgottheit zur Schützerin des we-niger angesehenen Landbaues, hatten den Kultauf möglichst einfache Formen beschränkt, auswelchen ihm eigentlich erst der Aufschwungder Mysterienkulte wieder heraushalf. Darumüber wiegen in der archaischen Kunst die Werkeder Thonplastik so auffallend über die dergrofsen Kunst. Von der letzteren ist schlecht-weg nichts erhalten, was einigermafsen mitSicherheit Anspruch auf die Benennung De-meter oder Kore machen könnte. Auch die lite-rarische Tradition gewährt nur schwacheAusbeute. Archaische Sitzbilder beider Göt-tinnen befanden sich zu Phlius , Paus. 2, 13, 5;solche von Goldelfenbein im Heraion zu Olym-pia, Paus. 5,17,3. Das merkwürdigste Demeter-bild, von dem wir Kunde haben, soll das alte,schon in sehr früher Zeit untergegangene derDemeter Melaina zu Phigalia gewesen sein.Pausanias (8, 42, 4), der örtliche Traditionwiedergiebt, schildert die Göttin danach alsauf einem Felsenrande sitzend, mit Pferdekopfund Mähne, und stattet sie mit einer ganzenReihe von Tierattributen aus. Petersen, Krit.Bemerk, zur alt. Geseh. d. griech. Kunst (Progr.

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des Gymn. von Plön 1871) S. 35 ff. weist über-zeugend nach, dafs hier die Vorstellung vonder Göttin selbst zu der Tradition von demBilde geführt hat, das thatsächlich niemalsexistierte. Es liegt diesem fingierten Bilde aberauch keine reine Demetervorstellung zu Grundesondern eine solche von der Gorgo-Erinys die erst spät durch Demeter aus dem dortigenMythus verdrängt wurde; eine merkwürdige !Übereinstimmung in den charakteristischstenTeilen zeigt das späte unteritalische Vasen-bild Mus. Borb. 13 Taf. 59, während die phi-galische Gemme bei Overbeck, Gr. Kunstmyth.

3 S. 683, 3 (danach Milchhöfer, Anf. d. Kunst inGriech. S. 55 Fig. 44 a ) höchst unpassender-weise von Gurlitt, Pausanias S. 177 hierherbezogen wurde. Auch das Bild des Onatas ,welches später das alte Xoanon ersetzt habensoll, fristet ein prekäres Dasein. Pausanias ,der von ihm gehört hatte, sah es nicht mehr,und auch in der Tradition wufste man nurwenig von ihm; nur einer der ältesten Leutehatte einmal gehört, dafs ungefähr 100 Jahrevor seiner Zeit die Decke eingefallen wäreund das Bild begraben haben mochte. Wiees ausgesehen, ist aber absolut nicht zu mut-mafsen; vgl. Petersen a. a. O. und de CentsPhigal., wo er S. 1 die ältere Litteratur giebt;Overbeck, Plastik 3 1 S. 114. Derselbe, Kunstm.3,2 S. 409 ff.; 683 f. Mannhardt,Mythol. Forsch.

S. 249. Kalkmann, Pausanias S. 19f. Gurlitt,Pausanias S. 176f. Wenn es von anderenauch nicht ausdrücklich hervorgehoben wird,dafs es Sitzbilder gewesen seien, wird esgleichwohl, der Natur der Erdgöttinnen ent-sprechend, für die alten Bilder von Mutterund Tochter im Heiligtume der D. Chamynezu Olympia (Paus. 6, 21, 1) und höchstwahr-scheinlich auch für die drei chthonischen Gott-heiten im Tempel der D. Mysia bei Argos an-genommen werden müssen, Paus. 2, 18, 3.Ein Standbild hingegen war wenigstens höchstwahrscheinlich das eherne Kultbild der De-meter im Tempel von Enna, das Cicero Verr.

4, 109 mit den Worten:modica amplitudineac singulari opere, cum facibus, perantiquumomnium illorum quae sunt in fano multo anti-quissimum beschreibt, vgl. Förster, Baub ».Büekk. d. P. S. 100. Overbeck, K.-M. S. 413. |

685. Die Fackeln beziehen sich natürlich nichtauf die nluvri, sondern auf ihre Verwendungim Kulte. Auch über die sonst noch nach-weisbaren Statuen der Kora (Paus. 3, 20, 7;

4,14, 2; 5, 26,2) läfst sich nichts Näheres sagen.

Ganz altertümliche Idole einer sitzendenGöttin auf lydischen Münzen, die an dieStelle eines älteren anikoniscben von der ArtGerhard, Akad. Abh. Taf. 59,12 traten, erforderndurch die demetreischen Attribute, Mohn undÄhre oder auch Ähre allein die Benennungals Demeter oder Persephone , vgl. Pinder,Abhandl. der Berl. Akad. 1855 Taf. 8, 4. Over-beck, Kunstmyth. 3, Münztaf. 8, 1 4; sehrähnlich sind diesen auch die Gemmenbilderbei Gerhard, A. B. W. Taf. 308,19. Akad. Abh-Taf. 59, 9. 10. Nach Eckhel , Hoctr.vet. 3 S. 113. 117 ist der Kultverhältnisse wegender Bezeichnung Kora der Vorzug zu geben;

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