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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1341-1342
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1341 Kora u. Demeter (i. d. ältesten Kunst)

bestätigt wird dies durch eine Münze vonAureliopolis in Lydien ( Revue numism. 1884Taf. 1, 1), wo die neben dieser Figur stehendeFrau evident Demeter ist. Die ganze Charak-terisierung dieser Idole liegt in den Wahr-zeichen. Unter den Abweichungen, welche dieverschiedenen Yertreter dieser Monumenten-klasse auszeichnen, sind die bemerkenswertestendie auf den Kopfschmuck bezüglichen; so habenden Schleier über den Kopf gezogen Overbecka. a. 0. nr. 3 und 4 und ebenso das Münzbildvon Aureliopolis; ungewifs ist es bei Overbecka. a. 0. nr. 2. Einen eigenartigen kalathos-ähnlichen Kopfschmuck haben nr. 3 und 4,während nr. 2 eine Mondsichel und das Münz-bild von Aureliopolis ein Diadem trägt. Einstehendes Idol mit cerealischen Attributen findetsich auf einer Münze des Demetrios III. vonSyrien ( Overbeck a. a. 0. nr. 5, besser bei PercyGardner , Catal. of G'reek coins. The Seleucidlängs Taf. 26, 10). In dieser gleichfalls mitdem Schleier versehenen Figur, neben der r.und 1. Ähren sichtbar sind, handelt es sich wohlsicher um Demeter . Ein ähnliches Idol auf einerMünze des Königs Antiochos XII. bei Imhoof-Blumer, Monn. gr. Taf. H 15 wird von demHerausgeber S. 437, 121 mit Unrecht für männ-lich und bärtig gehalten; in der Abbildungerscheint es weiblich und als Isis bekleidet.

In der Terracottaplastik unterschiedDemeter sich auch nicht sonderlich von denanderen Göttinnen. Dem Fundorte nach wirdman für gewisse aus Eleusis und Sicilien stam-mende Figuren am ersten zur BezeichnungDemeter geneigt sein. Die stehende eleusi-nische Figur ( Jahrbuch des archäol. Inst. 3S. 343 Fig. 26) ist eines der primitivsten Bei-spiele von dem Streben nach anthropomorpherGestaltung; der Kalathos, das Erntesymbolals Kopfbedeckung, unterstützt hierbei wesent-lich die Benennung Demeter ; nahe verwandtist die in Tanagra gefundene Figur, Heuzey,Terr. cuites du Louvre Taf. 17,1. Einer schonetwas vorgeschrittneren Kunstübung gehörtdie gleichfalls durch den Kalathos als Demeterwahrscheinliche Figur von Thisbe an, Jahrbucha. a. 0. Fig. 27. Heuzey. a. a. 0. Taf. 17, 3.

Demeter, sitzend, mit Persephone und He-kate (beide stehend) zu ihren Seiten erkenneich in einer athenischen Terracotta bei Stackei-ber g, Gräber der Hellenen S. 43 = Gerhard,Alcad. Abh. Taf. 22, 1. Demeter thront undträgt um das Haupt eine reich verzierteStephane, hinter welcher ein Schleier auf ihreSchultern herabfällt, Details, welche sich beider zu ihrer Rechten stehenden Kore wieder-holen, während Hekates Tracht einfacher ist.Dev Demeterfigur dieser Gruppe recht ähnlichist Panofka, Terrae, d. Berl. Mus. Taf. 2,gleichfalls aus Athen stammend, doch wirddie Benennung hier weder durch die Gestal-tung an sich, noch durch irgend welche Attri-bute gestützt.

Die entsprechenden Figuren aus Sicilien,mtzbilder ( Gerhard, A. B. W. Taf. 95 und ingröfserer Anzahl bei Kekule, Hie Terraeottenton Sicilien S. 17fi), sind in ihren Beziehungenzum Demeterdienste der Insel problematisch,

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wiewohl die Benennung nicht unwahrschein-lich ist. Das einzige Charakteristikum, welchessie zu bieten scheinen, der Kalathos, ist aberin Sicilien als Kopfschmuck auch für Aphro-dite nachweisbar, vgl. Kekule a. a. 0. Taf. 2, 3. Auf weit sichererem Boden stehen wir da-gegen, wenn wir die stehenden archaischenTerracottafigürchen von Kamarina für Demeterin Anspruch nehmen. Beispiele hierfür beiGaylus, Becueil 6 Taf. 37. Kekule a. a. 0.S. 25ff.; Taf. 4,15. Das allen diesen Figuren

1) Terracotta von Kamarina (nach Kekule, Die Terrae .v. Sic. Taf. 4, 1).

gemeinsame Attribut ist das Opfer ferkel, dassie teils aus einer Hand herunterhängen lassen,teils mit beiden Händen vor dem Leibehalten;ein weiteres Attribut, Mohn oder Granate, hältnur Taf. 4 nr. 3. Bekleidet sind sie in. derMehrzahl mit dem Chiton, dessen langer Über-wurf bis über die Kniee hinabreicht; um denRücken ist bei einigen noch das Himationgeschlagen, dessen Enden über die Schulternund Arme fallen. Den Kopfschmuck bildetein niedriger Kalathos, unter dem das langherabfallende Haar bis auf die Schultern hinab-reicht. Keine dieser Figuren trägt den für

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