Band 
Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1403-1404
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1403 Kotyt[t]o

des Timandreus von Korinth , identificiert,welche nach Hippostratos den Heraldiden beider Eroberung yon Korinth behülflich warund deshalb von ihnen verehrt wurde. DasSchol. Find. Ol. 13, 56 nennt auch die Tochterdes Timandros Kwrvxta. Auf Verehrung inChios weist Synes. Calv. Enc. p. 856 xjjXicov & hin. Die Kotytien in Italien end-lich werden nur wegen der schamlosen Aus-schweifungen erwähnt, Horat. Epod. 17, 56Cotyttia, saei'um liberi Oupidinis; Virg. Catal.5, 19: Non me vocabis pulchra per CotyttiaAd feriatos faseinos, erscheinen aber hier alsOrgien von Frauen. [· 2) Cotys , ein Kyzi-kener, Val. Flacc. Arg. 3,112. Höfer.] [Kapp.]

Kotyt[t]o s. Kotys.

Kot,e, Gottheit der Idumäer nach Iosephus,Ant. 15, 7, 9, nach Blau, ZDMG 25 p. 566Anm. 5 und Mordtmann, ZDMG 1878 p. 663identisch mit dem von Iosephus c. Ap. 2, 9erwähnten idum'äischen Apollon. Die oben s. v.Kos 2 angeführten Personennamen KoaßuQa-nog etc. leiten beide, ebenso wie Fr. Eenor-mant, Gag. arch. 6 1880 p. 143 von Ko£s ab.Nach Baethgen, Beitr. z. semit. Meligionsgesch.p. 11 sind aber AoJ i und Qos verschiedeneGottheiten. Den Ko'Qs findet Tuch, ZI)MG 31849 p. 201; vgl. Schräder, Keilinschriften u.Geschichtsforschung p. 79. P. de Lagarde, Ges.Abh. 1866, p. 58, 178. Baethgen p. 11 12wieder in dem arabischen Gewittergott Qozah,von dem noch jetzt der RegenbogenBogendes Qozah heifst, wogegen Ernst Meier,ZDMG 17, 1863 p. 578 Einspruch erhebt, in-dem er das Wort Aojs vielmehr einem hebräi-schen iis'p Entscheider, Richter entsprechenläfst. Für identisch mit Kasios, Kasiu haltenihn Baudissin, Stud. z. semit. Meligionsgesch. 2p. 239, der den Namen des letzteren Gottesgleichfalls alspap Entscheider, Richter deutet,Scholz , Götzendienst und Zaubenoesen bei denalten Hebräern p. 144 Anm. 1. A. Levy, ZDMG18 p. 631. Fr. Lenormant a. a. 0. p. 143, derfreilich Kasiu auch für identisch mit Qozahhält. Ganztmwahrseheinlioh identificiert Hitzig,Urgesch. u. Myth. der Philist. p. 263 ff. Ko£smit der arabischen Göttin 'Uzza. rDrexler.]

Kragaleus (ATgayaAcvg), Sohn des Dryopsin dem dryopischen Lande bei den Bäderndes Herakles wohnend. Während er seineRinder weidete, wurde er, ein gerechter undkluger Greis, von Apollon, Artemis und He-rakles aufgefordert, ihren Streit um Ambrakiazu entscheiden. Er sprach die Stadt demHerakles zu und wurde deshalb von Apollonan dem Orte, wo er eben stand, in einenFelsen verwandelt. Die Ambrakioten opfertenihm jedesmal nach dem Feste des Herakles,Ant. Lib. 4. [Stoll.]

Kragasos (KgayaGog), Vater der Phylonome(oder Philonome), der Gemahlin des troischenKyknos, der Stiefmutter des Tennes, Paus.10, 14, 2. Tzetz. L. 232. [Apollod. epit. Vat.17, 10 p. 64 Wagner heifst er Tgdyaaog (beiTzetz. a. a. 0. Tgayavaao s); Etym . M. 763, 25nennt ihn gleichfalls Tragasos, seine Tochter^ihovogia-, vgl. den Art. Kyknos nr. 3. Höfer.]

[Stoll.]

Kranaia 1404

Kragos (Kqayog), 1) Sohn des Tremilee undder Nymphe Praxidike, Steph. Byz. s. v. Κρά-yog und Panyasis bei Steph. Byz. s. v. Τρεμίίη,der aufserdem als seine Brüder den Tloos,Xanthos und Pinaros nennt; ein Fragmenteiner Inschrift aus dem lykischen Sidyma, dasden Polycharmos als seine Quelle bezeichnet,lautet Χ\ου καί Πραξιδίχηι, έξ ών Τλάος καίKgayog neu Πίναλος (sic!) avrjV-ov, Benndorf-Niemann, Meisen in Lyhien und Marien p. 77nr. 53 b; seine Gemahlin war Milye, dieSchwester und frühere Gattin des Solymos,Steph. Byz. s. v. Milvca , als seine Tochterwird Chelidon {Χελειδών) genannt, Benndorf-Niemann a. a. 0. 77 nr. 53 c; nach Kragossoll ddlt gleichnamige feuerspeiende Berg inLykien , der durch die Chimaira-Sage bekanntist {Benndorf-Niemann a. a. 0. 83. Bd. 1Sp. 765, Z. 8 ff.), und auf dem Kragos nachseinem Tode verehrt wurde, benannt sein.2) Beiname des in Lykien verehrten Zeus,Lykophr. 542 und Tzetz. z. d. St. [Höfer.]

Krambos (Αράμβορ oder Κράμβις), s. Kien-patra nr. 1. [Stoll.]

Krampsenos {Κραμψηνόρ), Beiname des Zeus auf einer Inschrift aus Mysien, Kontoleon,Mitteil. d. deutsch , arch. Inst. 14, 90 nr. 7.Meinach in Mevue archeol. 15 (1890), 288.

[Höfer.]

Kranae (Kgavarj), Tochter des Kranaos(s. d.), Apollod. 3, 14, 5. Vgl. Arch. Ztg. 7,S. 52*. [Stoll.]

Kranaia {Κραναία), Beiname der Athena ,die auf einem Berge bei Elateia in Phokis einen Tempel (τό ιερόν τκςAföaväg ru.g Κρη-ναίας, Bull, de corr. hell. 11 (1887), 338, oderτο ιερόν TagA&aväg εν Kgavatg, ebend. 333.320) hatte, Maus. 10, 34, 7; WeihinschriffA&avä Κρανάα, Mull. a. a. 0. 318; in denBuchstaben AK auf einem geweihten Diskoserblickt P. Paris, Bull. a. a. 0. 416 eine Ab-kürzung vonA&avä Κραναία·,, sonstige Weih-inschriften bezeichnen die Göttin einfach als&sos, Bull. a. a. 0. 61, alsAffavä, Butt, decorr. hell. 12 (1888), 38. 41 oder πότνιαΑ&α-vaia, a. a. Ο. 11, 345. Gegen Welcher, Griech.Götterl. 2, 294 Anm. 67 und Gerhard, Mythol253, 3. 4, welche die Athena Kranaia als'Helm- oder Hauptgöttin deuten, s. Paris a. a. 0. 11, 320, der den Namen auf κρανίον= Bergeshaupt zurückführt und in der AthenaΚραναία die von Bergeshöhe aus das Landschützende Göttin erblickt, wie ja auch dieSöhne des Polykies die Göttin abwehrend undkriegerisch dargestellt hatten, Paus. 10, 34, 8;vgl. 0. Müller, Archäol. d. Kunst 8 539, 4. Paris ,Letemple dAthena Cranaia, Corr. hell. 11 , 39ff.Fouilles au temple dAthena C. ebend. 406ff.12, 37ff. Vgl. Mevue arclieol. 20 (1892), 138 f.[Neuerdings hat Maris seine _Studien zu-sammengefafst in dem Werke Elatee. Laville, le temple dAthena Cranaia. Paris 1892= Mibliotheque des ecoles frang. dAthenes etde Mome. Fase. 60, worin er den Tempel derAthena Kranaia p. 71 206 bespricht und dieInschriften von Stadt und Heiligtum in App·/p. 209251, die im Tempel gefundenen Archi-tekturreste von Terracotta in App. Π p. 253

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