Krateanos
Krathis
1410
1409
taug von manchen alten Erklärern persönlichgenommen als ein gewaltiger Daimon, einDaimon der Übergewalt, der den Stein desSisyphos wieder zum Rollen brachte, Eustath.p. 1702 , 37. Nitzsch , Erkl. Anm. z. Odyssee3 p. 323—326. 384. Preller, Gr. Myth. 1, 506f.[Im fr gm. Sabbait. Apollod. f. 120 t. Bhein.Mus. 46 (1891), 178 Σκύλλα Κραταιίδορΰνγάτηρ και Τριήνον η φόρκον πρόρωπονΐχονβα και ατέρνα γνναικόρ schlägt Papa-äopulos-Kerameus a. a. Ο. vor zu schreibenentweder Κραταιίδος ίλυγάτηρ και Τύ-φων o g η Φόρκον κτί. oder και Τρίαιναν κτλ.Es ist aber zu schreiben Σκύλλα Κραταιίδος9νγάτηρκαι Τυρρηνοϋ η Φόρκον, πρόαωπονεχονβα κτλ. ; s. Krataia; vgl. ferner Alkiphron.ep. 1, 18, 3. Nach Mythogr. Lat . 1, 3 p. 2 ed.Bode 2, 169 p. 133 gebiert Krataiis von Phor-kos die Skylla. S. auch Pott in Kuhns Ztschr.f. vergl. Sprachforschung 6 (1857), 269. Höfer.]
[Stoll.]
Krateanos (Κρατεανός), Beiname des Apollon auf Weihreliefs aus Mysien , Mordtmann inArch. Zeit. 32, 162f.: „Apollon ist als Kitha-rode dargestellt mit der Schale auf einenAltar libierend, hinter dem ein Baum sicherhebt; dem Altar naht ein Opferknabe mitzwei Widdern “, Benndorf - Niemann, Beisen inInjkien u. Karien p. 154 Pig. 89 nr. 128; vgl.Petersen-Lusclian, Beisen in Lykien , Milyasund Kibyratis p. 9 nr. 18. Zur Erklärung desBeinameus vgl. Mordtmann a. a. 0. und Plew,Arch. Zeit. 33, 113. 34, 43, der Κρατεανό g voneiner Stadt Κράτεια, vielleicht von der inBithynien gelegenen ( Ptolem . 5, 1, 14), ab-leitet. Gegen Bethier, der den Apollon Kra-teanos als gehörnt auf'fafst (vgl. Furtwänglerin Bd. 1 Sp. 468, Z. 7 ff.), s. Benndorf a. a. 0.p. 154, der diese Annahme als aus einer Ver-kennung des κόρνμβος des Apollon entstandenbezeichnet. [S. auch E. Michon, Basreliefvotif d Apollon (Κρατεανός) (Musee du Louvre),Bulletin des Musees Tom. 2 1891 p. 322—324.Drexler.] Vgl. Arch. Anz. 7 (1892) 25.
[Höfer.]
Krateia (KRATEIA), beigeschriebener Nameeiner Frau, wohl einer Göttin, auf einem imthebanischen Kabirion gefundenen Vasenfrag-ment (vgl. Winnefeld in d. Mitteil. d. athen .Inst. 13 S. 421 n. Taf. 9. Beinach in Bevuearcheol. 15 [1890] 278), das eine Liebes-
scene zwischen ΜΙΤΟΣ und Krateia darstellt,„denen der kleine TTRATObAOX die Händezusammenschlagend zuschaut“. „Die Deutungder Krateia kann keine Schwierigkeiten machen,die Personifikation weiblicher Kraft wird mitMitos verbunden, für dessen Erklärung eineTabelle orphischer Allegorieen zu benutzenist, die uns Clemens Alex. Strom. 5, 49 p. 676P. (3, 39 Bind.), Abel fr. 253 aus Epigenes’Buch περί rrjg Όρφέωρ ποιηοεως überlieferthat.“ Nach Epigenes soll Orpheus μίτ ogallegorisch für απέρμα gesagt haben (vgl.Lobeck, Aglaoph. 2, 837). „Von diesem Paar. . . stammt das erste Menschenkind Prato-laos“, der demnach eine Parallele zu Proteus,dem Vater der samothrakischen Kabira, zuden Tritopatreis Protokles und Protogonos,
Koscher, Lexikon der gr. u. rüra. Mytliol. II.
sowie zu Dionysos -Phanes-Protogonos bildet:„überall die Beziehung zu der Entstehung desMenschengeschlechts“. Vgl. 0. Kern, Hermes25 (1890) S. 7 und Kaibel ebenda S. 99.
[Roscher.]
Krater s. Sternbilder.
Krates (KQargg). Nach Lulian. or. 6 p. 200bstanden an manchen Häusern in Athen alsÜberschrift die Worte: E i'aoSog Kgaryxi ’Aya-Saigon. Julian und mit ihm die meistenAusleger beziehen diese Inschrift auf den Philo-sophen Krates , den man dadurch habe ehrenwollen. Dagegen erblickt Alex. Enmann,Kyprosu. der Ursprung des Aphroditekultus S. 55 undAnm. 1 hier die Verwechslung eines obskurenLokalheros mit einer berühmten historischenPerson; Krates sei ein guter Hausgeist, ent-entsprechend dem deutschen skrato, skrat,slavisch skret, finnisch kratti (Grimm, Btsche.Myth. p. 396 ff.), der noch heute bei den Esthenals glückbringender Hausgeist gelte; auch beiden Slovenen findet sich dieselbe Anschauungvom Skrat; vgl. Bud. Baumbach, Zlatorog 95f.;dasselbe Wesen sei demnach auch unter dem&vg£itavoiKTrjg bei Flut, quaest. conv. 9,1,6und Biog. E. 6, 5 nr. 2, 86 zu verstehen.
[Höfer.]
Kratesis (Kgatpeig), Personifikation der Herr-schaft, dargestellt als Frau, die eine Trophäe undeine Siegesgöttin auf der Hand trägt, auf eineralexandrinischen Münze des Galba bei Mülin,G. M. 91, 355. Baumeister, Benkmäler 13041.[Diesen auf Billonmünzen des Galba (Zoega,Num.Aeg. Imp. p. 33 nr. 2; p. 34 nr. 17 Tab. III, 5; Mi.6, 74, 257; 75, 265. Feuardent, L’Fg. anc.2, 33, 742, 751. Poole , Cat. of the coins ofAlexandria and the nomes. London 1892 p. 23nr. 194, 195, PI. 8, 196) und Otho ( Zoega p. 39nr. 8. Mi. 6, 77, 279. Feuardent 34 f., 765.Poole p. 25 nr. 210) vorkommenden Typus be-zeichnen Mionnet und Feuardent als „Legenie de la Victoire“, Head, H. N. p. 722 als„Potestas or Virtus“. Fckhel, B. N. V. 4 p. 35bemerkt: „Nova epigraphe, eaque in unisAlexandrinis, quo vocabulo intelligendam Bo-manorum ’ Virtutem ’ facile mihi convenit cumSpanhemio (T. I p. 146).“ Auch Poole p. LIVbeschliefst seine Besprechung der Darstellungmit den Worten: „It seems therefore that theAlexandrian type Kratesis ratlier correspondsto Virtus than represents a new personification“.Über eine von ihm p. 21 nr. 179, 180 ver-zeichnete Bronzemünze des Nero, mit demDatum IjH bemerkt Poole p. LIV: „Among thetypes of Nero is a female figure, armed withhelmet and spear, holding patera and shield,who is probably Virtus, and therefore Kratesisor Arete“. Drexler.] [Höfer.]
Kratliia (Kga^Crf), Beiname der Athena vondem Flusse Krathis, an dem, in der Nähe vonSybaris, ein ihr von Dorieus , dem Sohne desAnaxandrides, geweihter Temenos und Tempellag; Herod. 5, 45. Das Haupt der Athena aufMünzen von Sybaris Brit. Mus. Cat. Ital.p. 286. Head, Hist. num. p. 71. [Höfer.]
Krathis (Kgä&ig). Der Flufsgott Krathis istdargestellt auf der Rückseite einer Münze vonPandosia; auf der Vorderseite befindet sich
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