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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1413-1414
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1413 Krenuchos

Krenuchos (KQrjvovxog ), Beiname des Po-seidon ( Cornut. de nat. deor. 22 p. 129 Osann,[Schot Theocr. 17, 69. Murr, die Gottheit derGriechen als Naturmacht, Innsbruck 1892p. 50 Anm. 7. Drexler.]', von Welcher, Bhein.Mus. 1 (1833), 324 auf die Inschrift KPENOXEI= Hgrjvovxei einer Yolcenter Vase mit der Dar-stellung des Poseidon bezogen; vgl. auch Annali1831 p. 80, 188 nr, 788. Osann zu Cornut.p. 314f. [Höfer.]

Kreon (Kgscov), 1) Sohn des Lykaithos(fälschlich des Menoeceus bei Hygin fab. 25),König von Korinth , Vater des Hippotes(Diod. 4,55; vgl. Schot Eurip. Med. 20. Hyg.fab. 27) und der Kreusa oder Glauke (s. &.).Zur Erziehung hatte ihm Alkmeon (s. d.)seine mit Manto erzeugten. Kinder Amphi-lochos und Tisiphone übergeben. Aus Eifer-sucht wurde letztere von Kreons Gemahlinverkauft und gelangte zufällig, ohne erkanntzu werden, in den Besitz des Vaters, Apollod.3, 7, 7. Diese Sage ist von Euripides in derTragödieJXngiaiv 6 äed Koqiv&ov behandeltworden, wahrscheinlich auch von Astydamasin seinemAXny&cav. Welcher vermutet (diegrieeh. Tragödien 2, 581), Kreon habe sich,als Alkmeon seine Kinder zurückforderte,hochmütig und trotzig benommen und seidann von ihm vertrieben worden. Zu Kreonkommen Iason und Medeia (s. d.), wofür unsereälteste Quelle die OlxaXiws aXaxns des Kreo-phylos ist. Nach den daraus von Didymosvermittelten Angaben ( Schol. Eur. Med. 273)ermordete Medeia den Kreon durch Zauber-mittel und floh darauf nach Athen , nachdemsie ihre Kinder an den Altar der Hera Akraiagesetzt. Euripides und seine Nachahmer lassensie von Kreon des Landes verwiesen werden,worauf sie an ihrer Nebenbuhlerin durch Über-sendung von vergifteten Gewändern, welchenach dem Anlegen in Brand geraten, Rachenimmt. Kreon geht bei der Hilfeleistung zuGrunde, Eur. Med. 1156 ff. Sencc. Med. 879 ff.Einer anderen Darstellung zufolge werdenVater und Tochter dadurch getötet, dafs'Medeia nächtlicher Weile den Königspalastin Brand steckt, Diod. 4, 54; [vgl. fernerApollod. 1, 9, 28. Diodor . 4, 53. Mythogr.Graeci ed. Westermann p. 345. Flut, de amic.mult. 7. Hör. epod. 5, 64. Ovid. lieroid. 12,53. Mythogr. Lat . 2, 138 p. 122 ed. Bode. Schotin Ibim 603. Falsch ist Schol. Stat. Achill .1 p. 660 ed. Cruceus: ad (vellus) auferendumTason nüssus a Oreonte est-, das Schicksal desKreon und der Glauke ward in Tänzen dar-gestellt, Luc. de salt. 42. Kreons Gemahlinheilst Merope auf der Prachtvase von Canosa ,auf welcher auch beider Sohn Hipp otes, durchBeischrift kenntlich, erscheint (abg. Millin, Tom-beaux de Canose Taf. 7. Arch. Z tg. 5 (1847),Taf. 3. Baumeister, Denhn. nr. 980 p. 903; vgl.C. I. G. 4, 8424. 0. Jahn, Beschreibung der

Vasensammlung in d. Pinakothek, in München nr. 810 p. 261; ebenders., Arch. Ztg. 5 (1847),p. 33ff.; 25 (1867), 58. Heydemann, Vasens.d. Mus. Naz. Neapel p. 753 Anm. 2 zu nr. 526.Baumeister a. a. 0. p. 904): Kreusa ist inner-halb eines tempelartigen Gebäudes, das die

Kreon 1414

Inschrift J£qso vtsia (wohl zu ergänzen avar.ro quoder Srngaut) trägt, auf einem Thronsessel zu-sammengesunken; zu ihrer Linken steht Kreon(nur die Buchstaben .. flii erhalten) mitweifsem Haar und Bart,in theatralischerHerrschertracht, einem langen gestickten Unter-gewand mit Kreuzbändern über der Brust,weitem Mantel und Schuhen (vgl. Selbig,Untersuch, über die Campan . Wandmalerei 178);er umfafst die Tochter mit dem linken Arm,während er die rechte Hand, der das mit einemAdler gezierte Scepter entsunken ist, in Ver-zweiflung an das Haupt legt; hinter ihm eiltMerope jammernd mit ausgestrecktem linkenArm, die Hechte an den Kopf gelegt, herbei,während von rechts Hippotes herzueilt, umder Schwester den todbringenden Kopfschmuckabzureifsen. Ein ähnliches Motiv findet sichauf einer Vase der Sammlung Santangelo,Heydemann a. a. 0. nr. 526 p. 752 (abg.Bochette, Ghoix de peint. p. 261 Vign. 14).O. Jahn, Arch. Ztg. 25 (1867), 59: Kreusa sinkt zur Erde nieder, mit beiden Händen anden Schleier greifend; neben ihr steht einThron, unten ein offenes Kästchen; sie schautsich um nach einem Mann mit weifsen Haaren,in Schuhen und Mantel Kreon, derherbeieilt und die R. voll Trauer nach ihr aus-streckt. Der Ufltergang Kreusas in Gegen-wart Kreons ist öfters auch auf Sarkophagreliefsdargestellt, Dilthey , Sarcofaghi di Medea,Annali 1869 p. 5 ff. Tav. dagg. A. B., Kalk-mann, Arch. Ztg. 41 (1883), p. 112. Bau-meister a. a. 0. 906; so auf dem Medea-Sarko-phag Lancelotti, abg. Winckehnann, AlteDenkmäler der Kunst, übers, von Brunn 2Taf. 91 p. 13. Conze, Vorlegebl. Ser. 2, T. 2. 3;mit diesem Sarkophag stimmt ziemlich genauüberein die Darstellung auf einem Sarkophagim Louvre (Bouillon 3 basrel. 18, 2. Clarac,Musee de Sculpture 2 p. 504 ff. pl. 204, 478.Baumeister a. a. 0. nr. 982 p. 907 f.): Kreusa im Begriff, sich in ihrem Brautgemach nieder-zulegen, schnellt unter der Wirkung des Giftesmit hochgestreckten Armen und hintüberge-worfenem Haupte jäh empor, neben ihr stehtKreon, der die linke Hand nach dem Haupteseiner unglücklichen Tochter ausstreckt, wäh-rend er mit der Rechten verzweiflungsvollins Haar greift; auf manchen Darstellungenschlägt sogar schon die lohende Flamme überdas Haupt der Kreusa empor, s. Heydemann,Mitteilungen aus den Antikensammlungen inOber- u. Mittelitalien , 3. Haitisches Winclcel-mannsprogr. 8 nr. 9 und Anm. 12. Matz-Duhn,Antike Bildwerke in Born 2, nr. 3161. 3162 p.364 ff. und die dort angeführte Litteratur.Dütschlce, Antike Bildenoerlce in Turin, Brescia ,Verona u. Mantua = Antike Bildwerke in Ober-italien 4, nr. 688 p. 310 ff. und die daselbst an-gegebene Litteratur. (Oonze), Beschreibungcl. antiken Skulpturen im K. Mus. zu Berlin nr. 843b p. 531. = C. Bobert, Die antikenSarkophagreliefs 2 S. 713 ff. Taf. 64, 200. Bau-meister a. a. 0. 907. Eur. Med. 1190. Eine Auf-zählung aller bekannten Medea -Sarkophage,auf deren Vorderseite die Darbringung derBrautgeschenke an Kreusa durch die Kinder

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