Kreontias
1419
nennt den Areas (?) und den Kreontiades, Schol.Stat. Theb. 4, p. 194 ed. Omceus (Paris 1618)den Oxeus und Leontiades (Kreontiades?), Schol.Stat. Theb. 10, p. 471 den Oxeas und Kreon-tiades. — Find. Isthm. 3, 81 (107) giebt ihreZahl ■— ohne Namen — sogar auf acht an.Bei Euripides Here. f. 977ff.; (vgl. Seneca989 ff.) tötet Herakles in der Raserei seine undder Megara Söhne durch Pfeilschüsse, nachPhereJcydes bei Schol. Find. a. a. 0. wirft :er sie ins Feuer (bildliche Darstellung dieserSzene s. Bd. 1 Sp. 2235 Z. 15ff. und Melida,Söhre los vasos griegos del Museo ArqiieologicoNational p. 39). Lysimachos im Schol. Find.a. a. 0. erzählte, nicht Herakles habe sie ge-tötet, sondern Fremde; So Jerat es ebenda nannteden Augeias, noch andere den Lykos (vgl.Schol. Stat. Theb. 4, p. 194) als ihren Mörder;auch Stesichoros und Fanyasis hatten denTod der Heraklessöhne erzählt; Paus. 9, 11, 2.Die Thebaner zeigten in ihren Mauern dasGrabmal der letzteren ( Paus. a. a. 0.) und er-wiesen ihnen Heroenehren, Pind. Isthm. a. a. 0.Megara und zwei ihrer Söhne, die zum Zeichen,dafs sie durch gewaltsamen Tod umgekommensind, mit Blutstropfen besprengt sind, in derUnterwelt befindlich dargestellt auf der Am-phora Canosa-München 849 (A. WinJcler, HieDarstellungen der Unterwelt auf unteritalischenVasen = Breslauer philolog. Abhandl. 3, 5; p. 4und die Anm. 1 gegebene Litteratur p. 12) undauf der Amphora Altamura-Neapel 3222, hier-durch die Beischriften ΜΕΓΑΡΑ und FHPA-ΚΛΕΙΔΑΙ bezeichnet, WinJcler a. a. 0. p. 18 undanm. 2 p. 21 f.; ebenso auf der Amphora Ruvo-Karlsruhe 388, WinJcler a. a. 0. 13 und Anm.2. 15; vgl. auch 38; ebendas. Anm. 3, p. 22 f.eine Sammlung der Stellen über den Tod derHeraklessöhne, deren Namen offenbar meist denEpithetis des Vaters entlehnt sind. — 2) {Κρει-ovziaärjs), Sohn des Kreon, Lykomedes, Hom.II. 19, 240. [Höfer.]
Kreontias (Κρεοντιάς), Beiname der Kreon-tochter Glauke (Kreusa), Paulus Silentiarius inAnth. Pal. 5, 288. [Höfer.]
Kres (Kqf\ s), Sohn des Zeus und einer idä-isohen Nymphe, oder ein Autochthon, Königder Eteokreter auf der Insel Kreta , die nachihm benannt ward, Steph. B. v. Χρήζη undΑώριον. Hiod. 5, 64. Ephoros [vgl. Ephori frg.nr. 61 b. Müller, F.H. Gr. I, 249. R.] b. SJcymn.546; Vater des Talos, Paus. 8, 53, 2. Er barg denvon Kronos verfolgten Zeus in dem diktäischenGebirg, Arrian b. Eustath. Hion. Per. 498.[Giern. Alex. Stromat. 1 p. 380. 401 Potter ; ersoll den Kretern vor Minos Gesetze gegebenhaben, Schol. Aristid. p. 331 Hindorf ; vgl. Elym.M. 538, 2; nach Georg. SynJcellos 1 p. 196, 236(vgl. Ptolem. p. 185 Westermann ), der wohl ausArrian (vgl. Hast. ad Dionys. Perieg. a. a. 0.)schöpfte, war er einer der Kureten (nachAnaximander bei Solin . 11, 5 p. 81 Mommsen,vgl. Plin.'h. n. 4, 58, König der Kureten), ver-barg den Zeus und zog ihn auf; vgl. auchTibull. 4, 1, 9 und Kresios nr. 3. — Der homoCres bei Auson. Teclmopaign. 10, 20 p; 164Peiper ist Daidalos: vgl. Icarus Cres Solin.11, 30 p. 86. Höfer.] [Stoll.]
Kresphontes 1420
Kresia (Xqrjßia, Beiname 1) der Artemis ,Hiod. Sic. 5, 77; vgl. den Trimeter C. I. G. 3,
6797 avaeoav Ecpsaov Xqvfiiav cpasacpoqov. —
2) der Aphrodite (Kypris) nach MeineJces Kon-jektur in Anth. Pal. 6, 211, wo früher yvrjoiustand und BruncJc Xzyala lesen wollte; s.Ktesios 6. — 3) heifst Phaidra bei Eur. Hipp.
372 ztaig Xqiqaia. [Höfer.]
Kresios (Xqgeiog), Beiname 1) des Dionysos in Argos, Paus. 2, 23, 7. 8. WelcJcer, Griech.Gotterl. 2, 608. Milchhöfer, Hie Anfänge derKunst in Griechenland 205 Anm. 1, — 2) desMinos, Suidas s. v. Kqfjaiog. — 3) Auf einemSardonyx in der Gemmensammlung der Flo-rentiner Gallerie ( Gori 2, tav. 14, 3) mit derDarstellung eines stehenden Flügeljünglingsund der Umschrift K6ICITAAOC liest Panofka, ,
Talos, der Sohn des Kres, Arch. Zeit. 13 (1855),
16 Xqsiaizeclog ~ Xq^ßizalog (Xqsizg — XqfjzrjInschrift, Bevue archeol. 20 [1892], 49) und er-klärt dies Wort = Xqrjßi(og) Tulog = derKretide Talos. [Höfer.]
Kresphontes ( Xgsßepovzrjg ), 1) Heraklide,Sohn des Aristomachos, eroberte an der Spitzeder Dorier mit seinen Brüdern Temenos undAristodemos (oder dessen Söhnen Prokies undEurysthenes) den Peloponnes und erhielt beider Teilung des eroberten Landes durchs LosMessenien , Apollod. 2, 8, 4. Paus. 2, 18, 6,i 4, 3, 3. 4, 31, 9. 5, 3, 5. Müller, Hör. 1, 63.Preller, Gr. Myth. 2, 282 f. Er erhielt diesesbeste Land durch eine List; da nämlich Mes-senien für das dritte Los bestimmt war, so jlegte Kresphontes in die mit Wasser gefüllteLosume, während Temenos und die Aristode- ;miden für sich Steinchen hineinwarfen, eineweiche Erdscholle, die im Wasser sich auf-löste, so dafs zuerst die Steine herausgegriffenwurden für Argos und Lakedaimon. Apollod.i a. a. 0. Paus. 4, 5,1. [Auf diese List des Kres-phontes spielt an Soph. Aiax 1285; vgl. Scholvet. Soph. a. a. 0. Polyaen. 1, 6; Suidas s. v,dqcatirrjg Klfjqog; s. auch Steph. Byz. s. v.’AvSavia. Solcrat. Epist. 30, 6 p. 630 Hercher. ' ,SJcymn. Perieg. 530. Veil. Paterc. 1, 2; über JDarstellung des Kresphontes in der Tragödies. Hem. de cor. (18), 180. — Nach Pott in KulmsZtschrft. f. vgl. Sprachforschung 6 (1857), 111bedeutet der Name Kresphontes den, der selbsti bessere (Kqsaaovsg) besiegt und umbringt; nachBugge, ebenda 19 (1870) soll Xqso-fpovtyg ausKqga-cpovzris, Kqrjz-cpovzrig entstanden sein. —Über den Tod des Kresphontes und die Fluchtseiner Söhne zu den Lakedaimoniern s. Isolcrat.
6, 22. 23. 31. Höfer.] Oder Temenos wandtedurch eine List hei der Verlosung dem Kres-phontes Messenien zu, welches ihm Theras, derVormund der Aristodemiden, streitig machte,Paus. 4, 3, 3. Auf dem Altar, auf welchem) die Brüder dem Ahnherrn Zeus opferten, fandsich für Argos eine Kröte, für Sparta eineSchlange, für Messenien ein Fuchs, wodurchder Charakter der Völker bezeichnet war,Apollod. 2,8,5. Müller a. a. 0. Kresphontes teiltedie Landschaft in 5 Bezirke und bestimmteStenyklaros zum Königssitz, indem er überdie übrigen Städte Unterkönige setzte; _ zu-gleich gab er den Einheimischen gleiche