Band 
Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
Seite
1425-1426
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Krethiades

Kreusa

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1425

Au,v&aovia. Pott in Kuhns Ztschrft. f. vergl.Sprachforsch. 8 (1859), 174. Höfer.] 2) EinKreter, mit dessen Tochter der in Kreta ein-gewanderte Tektamos, Sohn des Doros, denAaterios zeugte, JDiod. 4, 60. S) Ein Genossedes Aeneas , Freund der Musen, von Turnuserlegt, Verg. Aen. 9, 774. 4) Ein tapfererArkader auf Seiten des Aeneas im Kampfegegen Turnus, von diesem getötet, Verg. Aen.12, 538. [Stoll.] Vgl. Kritheus.

Krethiades (Xp?jVtac%), Talaos als Sohndes Kretheus, Dichter der Thebais bei Paus.

8, 24, 9. [Höfer.]

Kretüo (Kgrj&co), eine der melischen ( Hesiod .Theog. 187) Nymphen. Tzetz. Iheog. 102.Anecd. Matranga 2, 580. [Höfer.]

Kretlion (Kgg&cav), Sohn des Diokles ausdem messenischen Phere, Zwillingsbruder desOrsilochos (Ortilochos), mit diesem vor Troja von Aineias erschlagen, II. 5, 542 ff. Paus. 4,30, 2. Tzetz., Homeric. 80. {Tzetz. arg. etalleg. Iliacl. 5, 77 in Anecd. Matranga 1, 68.Höfer.]. [Stoll.]

Kretis (KQrjzig). Gorgones .... filiae Phorciet Cretidis Nymphae, lino invicem oculoutentes, Mythogr. Lat . 2, 112, p. 112 Bode.Wie man sieht, sind Gorgonen und Graienvermengt worden. Ist statt Cretidis viel-leicht Crataeidis zu scheiben? NymphaeCretides bei Ovid . Fast. 3, 444. [Höfer.]

Kreusa (Kgiovaa), 1) Tochter der Ge, einetkessalische Nai's, welche dem Flufsgotte Pe-neios im Pindosgebirge den LapithenkönigHypseus und die Stilbe gebar, Find. Pyth.

9, 15 f. u. d. Schol., Liod. 4, 69. Auf eine sonstnicht bezeugte Sage, nach welcher Peneiosdie Kreusa vor Xanthos (Xuthos Heinsius),dem sie versprochen gewesen, in Phthia ver-borgen habe, spielt Ovid Amor. 3, 6, 31 an.2) Tochter des Erechtheus und der Praxithea,Apollod. 3, 15, 1 (Kekropstochter nach Schol.Apoll. Phod. 1, 211). Beim Opfertode derübrigen Erechtheustöchter im eleusinischenKriege gegen Eumolpos wurde sie geschont,da sie sich noch im zartesten Kindesalter be-fand, Eurip. Ion 277 ff. Phanodemos nanntesie unter den sechs von ihm aufgezähltenErechtheiden an vierter Stelle ( Suid. s. v.Hag&hot, F. H. G. 1 , 366), Apollodora. a. 0.weist ihr unter vier die zweite an. Über denTod ihrer Schwestern s. Schoemann, Scholiain Eu/rip. Ionem part. 4 ( Opusc. acadent. 4, llOf.)u. d. Artikel Erechtheus. Nachdem Kreusa zurJungfrau herangewachsen war, erlitt sie ineiner Höhle an der Nordseite der Akropolis Gewalt von Apollon und gebar den Ion,Eurip. Ion 10 ff. 283 ff. und die Hypothesis.Das Kind setzte sie an derselben Stelle ineinem Korbe aus (später befand sieb da-selbst ein Heiligtum des Apollon, Paus. 1,28, 4), Hermes brachte es auf Apollons Be-fehl nach Delphi , wo es von der Priesterinerzogen wurde. S. d. Art. Ion. Kreusa heirateteden Xuthos, der ihre Hand zum Lohne fürKriegsdienste gegen Euboia erhielt. Anfäng-lich blieb die Ehe kinderlos, nach einer Wall-fahrt nach Delphi, woselbst Kreusa ihren Sohnwiederfand, wurden dem Paare, wie Athena

verheifsen, Doros und Achaios geboren, Eurip.a. a. 0. 1590 ff. Apollod. 3,15,1, 3 (bei Apollod.1, 7, 3 wie Paus. 7, 1, 2 wird Ion ungenauals Sobn des Xuthos und der Kreusa bezeichnet).rtuldsg ενζήλοιο Kgsovegg heifsen die Ionier,NiTcand. Alexiph. 9, vgl. d. Schol. S. auchWelcher, Oie griech. Tragödien 1, 391 ff. 2, 725 ff.

Hermes zeugte mit Kreusa den Kephalosnach Hygin fab. 160. [Vgl. Toepffer, Att. Gen.

257 und Bd. 1 Sp. 2590 Z. 12 f. Curtius, Griech.Gesch. I 6 , 288. Zur Kreusa in des EuripidesIon vgl. Pobert, Jahrb. d. Kais. Ώ. arch. Inst.2 (1887), 248. Toepffer a. a. 0. 268; zur Kreusa des Sophokles s. Welcher , Griech. Trag. 1,391 ff.Toepffer a. a. 0. 268, Anm. 1. Kreusa heilstTochter des Erechtheus ferner bei lambl. vit.Pythag. 34, 243 p. 169 Nauck ; Schol. Aristid.p. 28 Lindorf ; Tochter des Erechtheus, Gattindes Xuthos, Mutter des Ion und Achaios; Schol.Hom. II. 1, 2. Conon. narr. 27. Dafs sie vonApollon den Ion gebar, sagen ferner Steph. Byz.s. v. Tmvia p. 343; Schol. Fiat. Euthyd. 453,15 p. 369 Bekker. Schol. Nikand. Alexipharm. 9.Schol. Arist. Av. 1527. Schol. Arist. Nub. 1468.Schol. Aristid. p. 28. 86 Lindorf ; vgl. Vitruv .4,1, 4. Aur. Victor de orig. gent. Pom. 2. Merk-würdig ist Schol. Hom. 11. 2, 107 (Anecd. Ma-tranga 2 p. 461)Axgsvg έχων εκ 'Ρεονση g(Kgsovarjg) rrjgEgs^&sag ti'vyciToög, rj ω g τινεςΤελέατ ogog, rjAsgomgg rpgAtgsniiog (Kargimgl)Αγαμέμνονα καί. Μενέλαον. Über die Kgsov-arjg naWsg 'Pa%iog καί KXagog bei EutelcniosParaplvr. Nikand. Alexipharm. 11 s. 0. Immisch,Klaros, Fleckeisens Jahrbücher 17 (1890), 137.

Nach dem Mythographen bei Westermann p. 345 (vgl. Paradox, ed. Westermann p. 219)töteten sich Kreusa und Chthonia (vgl. Photius397, 7. Apostol. 14, 7) aus Schmerz über dieOpferung der Prokris selbst. Über die Dar-stellung der Kreusa neben Erechtheus, Erich-thonios und Praxithea am Parthenonfriese s.Welcher, Arch. Ztg. 10 (1852), 493; vgl. jedochauch Bd. 1 Sp. 1300 Z. 27 ff. Auf einerrotfigurigen attischen Lekythos (abgeb. Eliteceram. 2, pl. 19 p. 47f) ist vielleicht die demApollo kredenzende Kreusa dargestellt; dochdeutet Heydemann, Mittheilungen aus d. An-tikensammlungen in Ober- u. Mittelitalien , 3.,Höllisches Winkelmannprogr. p. 57, nr. 1396 dieFrauengestalt nicht als Kreusa , sondern alsArtemis ; vgl. auch Elite ceram. a. a. 0. pl. 13(= Gerhard, Vasenb. Taf. 24), p. 13. 112 f. 116).Kreusa , das Orakel nach dem Schicksal ihresausgesetzten Sohnes, des Ion, befragend istnach lenormant-de Witte, Elite ceram. a. a. 0.p. 142 f. vielleicht auf dem a. a. 0. pl. 46 ab-gebildeten Vasengemälde zu erkennen. Einewohl auf Eur. Ion 1255 ff. zurückgehendeDarstellung auf einer Oinochoe aus Nolazeigt Kreusa langbekleidet und langgelocktauf einem Altar sitzend; ihre beiden entblöfs-ten Arme streckt sie gegen den mit demSchwert auf sie einstürmenden Jüngling (Ion)aus; dazwischen steht der lorbeerbekränzte,gelockte Apollon im Mantel, Arch. Ztg. 10 (1852)Taf. 37, 1. 2 und Gerhard, ebenda p. 401 ff.Höfer.] 3) Tochter des korinthischen KönigsKreon. S. Glauke nr. 4. Mit ihr ist Schol ,