Band 
Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1427-1428
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Kreusa

Kreusa

Eurip . Med, 19 die athenische Kreusa ver-wechselt. Vgl. F. II. G. 1 , 361. [Vgl. fernerFlut, de amic. mult. 7. Paulus Silentiar. Anth.Pal. 5, 288. Gaetulicus ebenda 11, 411. 7, 364.Philippos in Anth. Planud. 137. Schöl. Eur.Med. 405. Seneca Med. 495. 508. 817. 922.Prop. 3, 8 (16), 30. 14 (21), 12. Hör. epod.5, 64. Ovul. Heroid. 12, 53f. Schol. Stat. Hieb.5 p. 234. 237 ed. Cruceus. Ihr Schicksal wardin Tänzen dargestellt, Luc. satt. 42; vgl. 80. Inbetreff der Bildwerke, die ihren Untergangdarstellten, ist zu verweisen auf Kreon nr. 1.Auf den dort erwähnten Sarkophagen ist auchdie Überreichung der Hochzeitsgeschenke anKreusa durch die Kinder der Medeia dargestellt,Näheres bei v. Urlichs a. a. 0. [s. Kreon nr. 1]p. 9f. Hitthey, Annali 1869, 5 ff. Matz-Duhn ,Antike Bildwerke in Bom 2, nr. 3163, p. 367.Baumeister, Denkmäler p. 906. Auf drei Sarko-phagen, unter diesen auf dem gleichfallsoben erwähnten Medea-Sarkophag Lancelotti,ist die Vermählung Iasons mit Kreusa dar-gestellt. Dafs auf diesen Darstellungen nichtMedea, wie Stephani, Gompte rendu 1861, 90Anm. 1 wollte, als Braut zu denken ist, er-hellt daraus, dafs sie auf einem Relief mitihren Kindern selbst zugegen ist, um Ein-spruch gegen die Vermählung zu erheben,Baumeister a. a. O. Auf dem bei Millingen,Vases grecs pl. 41 = Lenormant-de Witte,Elite des Monuments ceramogr. 4, pl. 87 ab-gebildeten Vasengemälde wollte Panofka,Neapels antike Bildw. nr. 59, p. 353 f. in derauf einem reich verzierten Throne sitzendenFrau in Schuhen, Chiton und Kopfschleier, dietraurig den Kopf senkt, Kreusa erkennen, da-gegen ist es nach Heydemann, Die Vasen-samml. d. Museo Nazion. zu Neapel no. 2900,p. 435 Aphrodite. Höfer.] 4) Tochter desPriamos und der Hekabe ( Apollod . 3, 12, 5.Hygin fab. 90), Gemahlin des Aineias . Alssolche wurde von Lesches und den KyprienEurydike bezeichnet; in der Beschreibung derpolygnotischen Gemälde in der delphischenBesehe nennt sie Pausa,nias 10, 26, 1 Kreusa.Daselbst war sie unter den gefangenen Troerin-nen dargestellt. Wie sie auf der Flucht ausdem brennenden Troja von dem Gemahle ge-trennt wurde, beschreibt Vergil Aen. 2, 736 ff.Als er nach der Stadt zurückgeeilt war, umsie zu suchen, erschien ihm ihr Schatten undverkündete, dafs die grofse Göttermutter sieihm entrissen habe, 788. Auch Aphrodite wurde hieran beteiligt gedacht, Paus. a. a. O.S. d. Art. Aineias . Eine andere Versionder Sage ist hei Lykophron, Alex. 12 63 ff. er-wähnt (vgl. die Schol. und Tzetzes z. d. St.Aelian Var. Hist. 3, 22), nach welcher Aineias ,dem von den Siegern die Wahl gelassen ist,sein Liebstes mit sich zu nehmen, Weib undKinder im Stich läfst und die väterlichenHeiligtümer sowie seinen greisen Vater rettet.Askanios und Euryleon werden in den Scholiena. a. 0. seine und der Kreusa Söhne genannt.Der in dieser Weise berichtete Hergang wurdewohl so in der Gründungssage von Ainea aufder Chalkidike überliefert, einer Kolonie derKorinther, da Tzetzes a. a. 0. die auf Aineias

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zurückgeführte Ktisis der Stadt und den dorterfolgten Tod des Anchises im unmittelbarenAnschlufs mitteilt. [Vgl. ferner Dion. IM.3, 31. Liv. 1, 3, 2. Aelian. nat. an. 11, 16 .Appian. reg. 1. Tzetz. Theog. 407. 464. 515 .Anecd. Matranga 2 p. 591. 593. 595. Georg.Cedren. 1 p. 238 ed. Bonn . Johannes Sikeliotaed. Stary, Jahresber. d. Ic. k. ersten Staats-Gymnas. Graz 1892, p. 11. Mythogr. Lat . 1,i 204, p. 63 Bode-, nach Conon narr. 41 zeugteApollon mit der Kreusa den Anios (s. d.).Bobert, Areh. Ztg. 37 (1879), 23 findet es mehrals unwahrscheinlich, dafs Polygnotos mit derKreusa, welche er auf der Iliupersis in Delphi unter den gefangenen Troerinnen malte, dieGemahlin des Aineias , wie Paus. 10, 26, 1 an-nimmt, gemeint habe; denn für das ionischeEpos ist die Benennung Kreusas nirgends be-zeugt; vgl. auch Bethe, Vergilstudien, Ehern.Mus. 46 (1891), 518 Anm. 1. Auch Ennius fr.34 Vahlen (Cie. de div. 1, 20, 40 v. 3 nenntdie Gattin des Aineias Eurydike. Dargestelltist Kreusa auf einer altertümlichen. Münze(Tetradrachmon) von Aineia in Makedonien ( Friedländer, Monatsber. d. Bert. Äkad. 1878,759 ff. E. Curtius, Sitzwngsber. d. Akaä. d,Wiss. 1882, 947. Zeitschrift für Numism. 7,221. Imhoof-Blumer, Monn, grecqu. p. 62 nr. 6.Baumeister, Denkmäler nr. 1015 p. 937): sieschreitet vor dem den kahlköpfigen Anchisestragenden Aineias in hastiger Flucht mit em-porgerafftem Gewände einher und wendet denKopf zu der ihr folgenden Gruppe zurück; aufihrer linken Schulter trägt sie ein kleinesKind, das aber höchst wahrscheinlich, wieBobert, Arch. Ztg. 37 (1879), 24 nachweist,wegen des langen Chitons, womit es bekleidetist, nicht ihr Sohn Askanios ist, sondern eineder Töchter des Aineias , als welche Anthe-mone (s. d.), Etias (s. d.) und Kodone (s. d.)genannt werden. Auf einer schwarzfigurigenVase von Nola ( Elite ceram. 1 p. 184, 2. Annali1865, 374. Bulletino 1869, 145, 1 . Arch. Ztg.1879, 24 Anm. 3. Furtwängler, Bert. Vasenkat.1862) schreitet Kreusa vor dem kleinen As-kanios nach Heydemann, Iliupersis 31Anm. 1 ist diese Figur nicht Askanios, sondernPersonifikation der mit Aineias flüchtendenTroermenge, der dem Vater vorausgeht,einher im Chiton ohne Ärmel, den Kopf um-wendend, die Linke erhebend und mit derRechten einen langen Stab haltend; doch istauf dieser Vase nur ihr Oberkörper, bis zurTaille sowie ihre Füfse antik; eine ähnlicheDarstellung auf einer Amphora aus Vulci , Brit.Mus. nr. 595. Auf anderen Darstellungen (vgl.Overbeck, Heroengal. 656 ff. Heydemann, Iliu-persis 31 f.) folgt sie dem Aineias ; vgl. Bau-meister a. a. 0. p. 31; auf einer schwarzfiguri-gen Vase ( Gerhard, Auserl, Vas. Taf. 231, 1.Baumeister a. a. 0. nr. 32) steht sie noch stillhinter dem ausschreitenden Gatten, ihr gegen-über steht Aphrodite und scheint ihr Mut ein-zusprechen. Über Kreusa auf der Tabula Iliacas. Mus. Gapit. Tom. 4 P. 2 p. 354. Baumeistera. a. 0. nr. 775 Taf. 13, 102 p. 719; auch hierfolgt Kreusa dem Aineias , während Hermesals Begleiter vorausgeht· Noch andere Dar-