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Zweiter Band, erste Abteilung. Iache - Kyzikos.
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1443-1444
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1443 Krioplioros

Warum gerade der Widder so eng ver-bunden mit Hermes erscheint, sagt Paus. 2,3,4πιχρέατηκε δέ οι (dem Hermes) »jios, οτιΈρμης μάλιστα δοκεΐ &εών εφοραν καιαυξ,ειν ποίμνας, κα&ά δη και "Ομηρος ενίλιάδι έποίηαεν (14, 489)' υιόν Φόρβαντος πο-λύ μήλου, τον ρα μάλιστα | Έρμειας Τρώωνεψίλει και κτήσιν οπασαε (vgl. Bd. 1 Sp. 2377).τον δε εν τελετή Μητρός έπιΈρμή λεγόμενονκαι τφ κριφ λόγον έπιατάμενος ου λέγω. Alsoes ist zunächst Hermes als Schutzgott derHerden (Bd. 1 Sp. 2378), der 'das Tier , das erschützt und hegt, traulich auf die Schulterlegt, ganz wie im Leben der Hirt mit seinemSchäfchen verfährt, Friederichs, Berlins ant.Bildw. 2 nr. 1823; vgl. Stark, Ber. d. K. S.Gesellsch. d. Wissensch. 12 (1860), 16. Arch. Zeit.26 (1868), 55; darauf weist auch der schonoben erwähnte Kultverein des Hermes Krio-phoros mit Apollon Karneios im Haine Kar-nasion hin (Paus. 4, 33,4) und die Bestimmungder Mysterieninschrift von Andania, zudessen Gebiete jener Hain gehörte, &υσάντωτα μεν Δ ά ματρι συν επίτοκα, Έρ μά ν ι κριόν,Μεγάλοις &εοΐς δάμαλιν σΰν, Απόλλωνι Καρ-νέ ίω κάπρον, Abhandl. der Gotting. Gesellsch.d. Wiss. 8,233. 239. Auch hier erscheint Hermeswiederum im engen Verein mit Apollon Kar-neios und ist, wie bei Paus. 2, 3, 4 mit denMysterien der Göttermutter, so hier mit denender Demeter verbunden. Welche Rolle derWidder bei der Mysterienfeier spielte, darübersind wir nur auf Vermutungen angewiesen.Steht vielleicht die Erzählung der Tanagraierbei Paus. 9, 22,1 damit im Zusammenhang?Stark a. a. 0. 16 bezeichnet den Widder alsSymbol der Herde überhaupt und des Weide-lebens, der Zeugung, des Reichtums, des strö-menden Regens und Segens, des Sühneopfers;ähnlich sagt Gerhard, Phrixos der Rerold,Ges. Abhandl. 2,509: Hermes, dem Schöpfungs-gott, ist der Widder beigeordnet als Ausdruckder derben Schöpfungskraft früher Natur- undBildungszustände, ein Ausdruck, von dem astro-nomische, atmosphärische oder etwaige andereBegriffe, der Widder im Tierkreis oder dieWidderwolke im Dunstkreis, wie Forchhammer,Hellenika 1 , 201 annimmt, erst abgeleitet seinkönnen ... der Widder des Hermes ist.. Symbolder Sonne sowohl als des Regens; .... er warauch, von Hermes im Kreislauf bewegt, einPest und Unheil abwendendes Sinnbilddes kreisenden Jahres. Lauer, Arch. Zeit. 7(1849), 25 sagt: Dafs aber namentlich derHermes Kriophoros ein Regen bringen-der, folglich der Widder ein Symbol derWolke sei, zeigt der Gebrauch der Tanagraier,die zur Abwehr der Pest an dem Feste desHermes einen Widder um ihre Mauern trugen;Stephani, Gompte-rendu 1869 105 weist auf denengen Zusammenhang hin, den man zwischenZiegenundWidderneinerseits und Stürmenund Gewitterwolken andererseits zu be-merken glaubte. Pott, Zahlen von kosmischerBedeutung, Zeitschrift für Völkerpsych. undSprachwiss. 14 (1883), 146 teilt eine Sage ausDrübeck mit, in der ein Ziegenbocksreiter aufeiner Kegelbahn erscheint und mit glühenden

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Kugeln (Blitzen!) auf glühende Kegel schiebt;nach einem furchtbaren Krach verschwindetalles. 'Eine naturwahre Beschreibung des Ge-witters, in welcher der Vorgang, trotz my-thischer Ausschmückung, deutlich genug her-vortritt. In dem Bock erkenne ich die heftigenZusammenstöfse, eine wahre arietatio, vonWind und Wetter, vgl. den mythischenΚριός. Vgl. Lauer a. a. 0. 27, der auf dengleichen Wortstamm in κεραυνός, κάρας undκριός hinweist. Schwarte, Die poetischen Natur-anschauungen d. Griechen, Römer u. Deutschen2, 159f. bringt den Hermes Kriophoros, derden Ort umwandelt, den er schützen will,mit dem herumziehenden Gewitter in Zu-sammenhang. Hermes trägt den Widder alseine Art Aigis (Widder-Pell) herum, unddie Menschen ahmten es äufserlich in demWahne nach, desselben Nutzens in der Notteilhaftig zu werden. Nach Conge, Heroen -und Göttergestalten 34 mag bei der Zuteilungdes Widders zum Hermes aufser der Be-ziehung auf ihn als Herdengott noch einezweite Beziehung mitgewirkt haben. 'Wirsprechen den Kindern von Schäfchen amHimmel, und im weifswolligen Pell dieWolke zu sehen, entspricht auch altgriechi-scher Anschauung. Wolken und Regen zuerflehen, gingen Männer mit Schaffellenzum Peliongebirge hinauf. So mag ein Na tur -symbol für himmlische Erscheinung imWidder des Hermes wie im Bogen der Artemis verborgen liegen, wenn man bei der Bildformauch bald nur.. beim Widder des Hermes an dengutenHirten dachte. Hermes ist, wi eRoscher,Hermes d. Windgott, überzeugend nachgewiesenhat, der Wind- und Luftgott, und als solcherschnell gedacht (Bd. 1 Sp. 2360 Z. 56 ff.;Sp. 2367 Z.40ff.); daher sind ihm der schnelleWidder (και γάρ ταχύ τό ζωον, Artemid.2, 12) und die diesem nahestehenden Ziegen(αίγες heifsen die vom Winde aufgetürmtenhohen Wogen, Artemid. a. a. 0., έπαιγίξεινwird vom Dakerfähren des Windes gebraucht;vgl. auch Schol. Lycoplir. 135) heilig; wir habenin dem Widder das Sinnbild des Windes undWetters ist lautlich im Deutschen einZusammenhang zwischen Widder undWetter(Gewitter) anzunehmen? zu erblicken, dender Windgott selbst auf seine Schulternnahm, um Tanagra von der wohl durch ver-pestete Luft entstandenen Seuche zu be-freien, vgl. Bd.l Sp.2379; zu den von Roschera. a. 0. 79f. gesammelten Stellen über die luft-reinigende Kraft der Winde füge ich die schla-gende Inschrift aus Delos hinzuΑνέμοις άπω-a ικάκοις, Newton, Anc. greek inscr. in theBrit. Mus. 2, 370.

Andere widdertragende Gottheiten:1) Apollon (s. oben). 2) Den Aristaioserkennt K. Blondel bei Daremberg - Saglio,Dictionnaire des antiquites grecques et romainesp. 425 s. v. Aristaeus in zwei Bronzen desLouvre, de Longperier, Notice des bronges ant.du Musee de Louvre 499. 450 (abgeb. Darem-berg a. a. 0. p. 424 nr. 519), wo er in der Klei-dung eines jungen Hirten den Widder auf derSchulter trägt; de Chanot a. a. 0. 102 läfst nur

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