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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
Seite
1675-1676
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1675

Passalos

Pataikoi

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rtttGndgr) (= naGrcahrj 'feinstes Mehl) ab, undsieht in dem A. P. den Schützer des Kornesund seiner Produkte, dem der Apollo Smin-theus, der Verderber der schädlichen Feld-mäuse, zu vergleichen sei. Nach Usener, Bhein,Mus. 49, 461 ff.; Götternamen a. a. 0. bedeutetP., von der Wurzel gkuq abgeleitet, den 'allesmit seinem Lichte durchtanzenden Gott, den'alles flimmernd beleuchtenden. DagegenWernicke a. a. 0. 82 Anm. [Höfer.]

lassalos ( ndaealos ), einer der Kerkopen(s. tl.), Mythogr. Gracc., Westermann S. 37ö, 12.Böttiger, Amalthea 3, 328. Lübeck , Aglaopham.1298 c. [Höfer.]

Passiros (HaGGigog), ein Hyperboreer, derdie Insel Eirene (vgl. K. Giesen, Fhilol. 60[1901], 451 f.), das spätere Kalauria oder Pela-gussa, besiedelt haben soll, Hesych. Herodiuned. Lentz 1, 564, 16. Nach Usener, Götter-namen 66 ist ndaaigos ThxvaiQog , und imzweiten Bestandteile ist die Wurzel svar'leuchten enthalten wie in Esigiog. Vielleichthängt mit dem Hyperboreer Passiros der Namedes Hauptortes der Molosser Haßaagaiv (Blut.Pyrrh. 5) zusammen, der nach P. Kretschmer,Einleit, in d. Gesell, d. Griech. Sprache 257von einem (illyrischen) Nameu auf - ugog , alsoIluaouQog abgeleitet ist. Pyrrhos-Neoptolemoswird mit zu den Hyperboreern gezählt, Paus.1, 4, 4. 10, 23, 2, und in Nordgriechenland hatCrusius s. v. Hyperboreer Bd. 1 Sp. 2823 Spurender Hyperboreerlegende nachgewiesen.

[Höfer.]

Pastophoros (flaGTogioQO g), 'das Brautlagerbringend, Beiname der Aphrodite (IIa<pvr\),Hermes bei Stob. Eclog. 5, _14, 176 p. 45 Mei-neke Anth. app. 40, 4. Uber die xaovoqpögoigenannten Priester vgl. Wesseling zu Hiod. 1,29; Meister, Abhandl. d. k. S'&chs. Gesellsch.d. Wiss. 13 (1893), 714ff. [Höfer.]

Pataikoi (TlccraCv.oi Gloss. Herodot , p. 455,7 St.; TlarainoL Hesych. s. v.; JTdratxot Suid.,so auch der griechische Eigenname, vgl. Hero-dian. 1, 151, 9; 2, 424, 18 Lentz ; Lobeck, Pathol.elem. 319; Benseler, Griech. Eigerm. u. d. W.),zwergartige Gottheiten der Phönizier, die amVorderteil ihrer Kriegschiffe angebracht waren,vermutlich aus Holz und bemalt. Am Hinter-teil der Schiffe befanden sie sich dagegen nachGloss. Herod. a. a. 0., Hesych, u. Suid. u. d. W.P. am Vorderteil finden sich auf sidonischemMünztypus (s. Herodot ed. Greuzer-Baehr Bd. 2S. 77); vgl. die Arados zugeschriebne Silber-münze des Pariser Kabinets bei Perrot u.Ghipiez, Hist, de lart 3, 419 Fig. 292, wo dasIdol einen Tierkopf zu haben scheint.

Nach Herod. 3, 37 hatte der Patäke Pyg-mäentypus (nvygalov avdgbg iiiuipig Lin );als ganz ähnlich schildert er das von Kambysesverspottete Idol des Ptah von Memphis unddie seiner Söhne, der 'Kabeiren, wie dennauch das Komikerfragment ayalgata xqvgovGr UTcifpiyav, tolg naralnoig fggsspj) (4, 695Mein.·, 3, 488 Nr. 423 Kock) auf fratzenhafteGestalt schliefsen läfst. Die von Paoul-RochetteJlemoires darcheol. comparee (Paris 1848)1, 323374 ausführlich besprochne Gestalteines nackten Zwergs mit dickem Bauch und

unförmlichem Kopf, mit Gesichtszügen, die bisauf die ausgestreckte Zunge nicht selten denCharakter eines Gorgoneions haben, oft dielangen Kopf- und Barthaare in künstlicheLocken gelegt, mitunter auch mit einem Kopf-schmuck von aufrecht stehenden Federn, eineMifsform, die stehend mit etwas eingeknicktenBeinen dargestellt wird, stets von vorn, oft mitauf die Schenkel gestützten Händen, ist ge-eignet, uns von dem Aussehen der Patiikeneine Vorstellung zu geben. Sie findet sichauch in der etruskischen und griechischenKunst sowie häufig in der späteren römi-schen, und zwar besonders als Amulett (0. Jahn,Berichte der Königl. säehs. Gesellschaft derWissensch. 1855 S. 91 f. E. Benan, Mission dePhenicie, Paris 1864, S, 836. 1 . Stephani, Gompte-rendu 1865 S. 195, Atl. Taf. 6, 9; 1869 S. 145,Atl. Taf. 1, 31. Bullet. ddV inst. 1879 S. 6.Ijangbehn, Flügelgestalten der ältest, griech.Kunst S. 123 ff. Myth. Lex, 1, 1705f.). Aller-dings wird dabei der ausgesprochne Besatypus(Perrot u. Ghipiez, a. a. 0. 3 S. 65 Fig. 21. 22,S. 423 Fig. 296; Ed. Meyer, Gesch. d. alt.Aegypt. S. 236; Drexler oben Bd. 1 Sp. 2893)zu scheiden sein von dem auf embryonen-hafte Darstellung des Ptah ( Perrot a, a. 0.3 S. 420 Fig. 293) zurückgehenden, s. die Terra-kotte von Cypern bei Perrot a. a. 0. 3 S. 78Fig. 27 und das Amulett von Sardinien ebend.S. 237 Fig. 178. Jedenfalls ist kein Zweifel,dafs die Darstellungsform der dämonischenZwerggestalten von Ägypten her den Phö-niziern vermittelt worden ist, wie zahlreicheandere Typen, und dafs dem HerodotischenVergleiche der Patäken mit dem Idole des Ptah eine thatsächliche Abhängigkeit zu Grunde liegt.

Dieses Abhängigkeitsverhältnis hat Ph.Berger (Mein, de la Societe de ling. 1881. Bd. 4,353 f.) durch die Gleichsetzung Ptah = Tldrcu-v.og auch mit etymologischer Begründungzu stützen gesucht, während man früher, eben-falls auf Grund lautlicher Übereinstimmung,den Kult der P. umgekehrt aus Phönizien nachÄgypten einwandern liefs (s. Movers, Art. 'Phoe-nizier bei Ersch u. Gruber 3, 24 S. 390;Schwende, Myth. d. Aegypter S. 81; ders. Myth .d. Semiten S. 215. 281 ff.; Georgii in PaulysBeal-Encykl. 5, 1587). Im Zusammenhang mitdieser Annahme sind eine Anzahl von Etymo-logieen aufgestellt worden, die wir uns begnügendürfen zu registrieren. Munter, Bel. der Kar-thager (1821) S. 87 leitete das Wort vonvertrauen ab; Movers, Phoenizier 1, 653 stelltees mit itataGGco hämmern, derselbe bei Erschu. Gruber a. a. 0. S. 390 mit nrs eröffnen zu-sammen. Ebenso Schwende, Mythol. der Ägypter85. Mythol. der Semiten 281 ff., der die PatäkenalsEröffner auff'afst, d. h. als Zeitgötter,welche die den Himmel eröffnenden siebenTage der Woche darstellen. Georgii bei Paulya. a. 0. S. 1588 brachte eine astrologische Deu-tung auf die Zukunft und Schicksal eröffnendensieben Planeten in Vorschlag, erklärte dem-nach die Patäken als Weissagegötter, währendschon Seiden, de dis Syris syntagmata (Lips.1662) die Übersetzung c'r?riB {Ktvnmauq ge-geben, also einfach an nr,E sculpere gedacht