Sohn, aber allerdings von Nestors TochterPolykaste oder Epikaste, erscheint (Westerm.Biogr. 34, 24; 35, 31 f.; Suid. "Oftrjpos); ja eswird sogar Telemach mit Homer identifiziert(. Tzetz. Alleg. Homer , hei Müller a. a. 0. 2,10, 10); immerhin ist schon die Vorstellungvon jenem Besuch Homers bei Penelope ziem-lich auffällig und mit dem Gedankenkreiseder Odyssee unvereinbar. Uber das von Welcher(. A. T). 2, 217 f.; 348) hierher bezogene Reliefs. u. Und wenn endlich Lucian bei seinerHeimkehr aus der Unterwelt von Odysseus hinter dem Rücken Penelopes (IctUpK tfjgIlrjvsXoitrig) einen Liebesbrief zur Bestellungan Kalypso erhält und ihr auf Befragen, obPenelope wirklich so schön und keusch sei,„nach dem Munde redet“, d. h. also doch, sieihrer ogygischen Nebenbuhlerin zuliebe herab-setzt («er. hist. 2, 28 f.; 35 f.), so beweisen Brief-wechsel und Liebesbote gleichfalls, dafs Pene-lope bei solch läppischem Spiel der Sage vielvon ihrer homerischen Frauenwürde einge-büfst hat.
Ableitungen des Namens nrivsXoTtr]( Iluviloitu ) wie die von IIuv oder von nr\v s-Xoitsg (s. o.) müssen auf sich beruhen, obwohlletzteres Wort wegen des auffälligen Gleich-klangs seiner Hauptbestandteile immerhin ineinem gewissen Zusammenhang mit jenem weib-lichen Eigennamen zu stehen scheint. Nurläfst sich ein solcher nicht nachweisen. Aller-dings hat man sprachlich wie sachlich diebeiden Wörter mgvtXoty und n-gveXoifg zu ver-knüpfen gesucht. Nach Benseler, Wörterb. d.griech. Eigennamen 3. Aufl., unter nrjvsXoitr],ist nr)vsX- eine Sprofsform von rprjvog (?) = Xccg-jrpos, und 7tt]viXoTp heifst der Vogel von glän-zendem Aussehen, wofür der auch von Alkaios(fr. 84 Bgh . 4 ), Aristoteles ( Histor. anim. 8, 5, 8)und Ion (Tzetz. Lycophr. 792) erwähnte Feder-schmuck sprechen würde; n^veXoitr] bedeutetedarnach die Glänzende. Diese Etymologie läfstsich jedoch linguistisch nicht begründen, weilhöchstens umgekehrt, aber auch da selten amAnfang der Wörter, rp aus n sich entwickelt(Curtius, Gr. Etymoll 510 f.; vgl. 508f.). Sach-lich hat man die Wörter zu vereinigen sich be-müht durch eine seltsame Deutung des Wesensder Penelope . Darnach ist sie selbst die Tauch-ente, die hervortauchende Erd- und (?) Mond-göttin; ihre 118 Freier und deren Diener (s. o.)bilden, mit drei multipliziert, das Mondjahr.Odysseus (s. d. Bd. 3 Sp. 653 f.) ist darnach derSonnengott, der mit seinem Schufs durch diezwölf Äxte, d. h. mit seinem Vordringen durchdie zwölf Monate oder die zwölf Bilder desTierkreises, über die Freier siegt und so dieErdgöttin erlöst, sich dann aber wieder mitdieser vereinigt. So Altenburg, Progr. v. Schleu-singen 1835. 1837. Es bewegt sich dieseallegorisch - astronomisch - physikalische Erklä-rung in dem Gedankenkreise der SymbolikCreuzers, hat aber, namentlich in der Auf-fassung des Odysseus als einer apollinischenJahresgottheit, viel Beifall gefunden (s. OdysseusSp. 654). Odysseus und Penelope würdendarnach nichts Geringeres bedeuten als Sonneund Erde. Ob von dieser Auffassung die früher
1) Archaisches Relief: Trauernde Penelope (nach Studniczka, Antike Denkmäler des Arch. Inst.1888 T, 31 R).
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2) Statue: Trauernde Penelope (nach Studniczka, Ant. Denkm. d. Arch. Inst. 1888 Taf. 31A)
überzeugende Begründung einer solchen phan-tastischen Mythenbildung schwer erbringen
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