1919
Penelope (in der Kunst)
Penetrales
1920
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Hilfe eine Scheidung der treuen Dienerinnenvon den buhlerischen Mägden, denen dem-nächst die Hinrichtung bereitet werden soll(s. Abb. 6). — Ein Bild mit der Wieder-erkennung der beiden Ehegatten vermiet man;um so mehr kann es auff'allen, dafs ein antikes,übrigens auch rückläufig lesbares Epigramm(. Anthol. Pal. G, 314) ein Zeugnis enthält fürdie einst vorhandene Darstellung eines ziem-10 lieh äufserlichen "Vorgangs, der überdies nichteinmal von Homer berichtet wird: hier sahman nämlich, wie Odysseus seiner Ge-mahlin die von den Phaiaken erhaltenenGeschenke (v lOf.) überreicht.
Eine Anzahl Bildwerke steht aufserhalbdes Sagen- und Gedankenkreises der Odysseeund bezieht sich, sofern ihre Deutung klarund sicher ist, auf die oben erörterten nach-homerischen Erzählungen von Penelope .20 Eine Ente (itiqviloip), die mit ihr vom späterenMythus um des Namens willen in Verbindunggebracht wird (s. o.), hält man auf Gemäldenbisweilen geradezu für ein Merkmal, an demman jene erkennen zu dürfen meint; vgl.Panofka, Ann. d. 1. 1841 S. 261 f.; Welcher,A. D. 5, 231 f. Gewagt ist dies freilich beidem einen "Vasengemälde (Taf. J): eine aufeinem Lehnstuhl sitzende Frau wirft mit denHänden Wollknäuel hin und her (die aber30 ebensogut auch Bälle sein können); ihr gegen-über steht ein in ein langes Gewand gehüllter,auf einen Stab sich stützender Jüngling (Tele-mach? Hermes?); zwischen beiden Personendie Ente. Etwas mehr beweist d:ese auf demandern Bilde (Taf. K): eine verhüllte edleFrauengestalt trägt hier den ziemlich ansehn-lichen "Vogel unter dem Arme, ist aber alsPenelope , falls sie es sein soll, noch durcheinen vor ihr stehenden Wollkirb gekenn-lo zeichnet. — Über etwaige Darstellungen einerVerbindung Penelopes mit Hermes s.Panofka, Über verlegene Mythen, Abhandlungender Perl. Akad. 1840 S. 12; Welchr, Götterl. 2,658, 15; Soscher, Philologus 53, 368 A. 32. —Das Deckelbild eines korinthis-.heen Spie-gels zeigt uns ferner Pan, der eine ver-schleierte Frau auf dem Rücken trigfc, währendEros oder Hesperos mit einer Eickel voran-fliegt: Dilthey, Arch. Zeit. 1873 S. 73, Taf. 7, 1;50 in der weiblichen Gestalt erkennt Ulfkey Selene,vgl. Poscher, Selene S. 4; nach tnderer Auf-fassung ist es Penelope , vgl. Preller, Gr.Myth. I 4 , 445. — Endlich bezieht Welcher, A. D.2, 217 f., 348, mit Taf. 11, 18, auf die Begeg-nung Penelopes mit Homer (Hermesianaxbei Athen . 13, 597 e, s. o.) ein sclönes Relief:auch hier ist sie durch den unter ihrem SesselstehendenArbeitskorb gekennzebhnet; hinterihrem Rücken ist in naiv kindlicher Stellung60 Telemach eingeschlafen; ihr gegenüber sitztder Dichter; zwischen beiden hät ein Knabeeine Lanze, ein nackter Jiingliig aber einetragische Maske empor, die sich, wie Welchervermutet, auf den Ausspruch des 1 ischylos be-zieht, seine Tragödien seien Brosanen von demreichen Mahle Homers. [Johanne Schmidt.]Penetrales,poetischerNamefür ’enates(s.d.);vgl. Cic. not. deor. 2, 27, 67: li Penates . .