1921
Penia
Penthesileia
1922
ab eo, quod penitus insident: ex quo etiamPenetrales a poetis vocantur, wie z. B. SenecaOed . 265. Phoen. 340. Genau dieselbe Be-deutung haben die μύχιοι Q -εοί (s. d.), die imInnern des Hauses walten; vgl. auch Serv. adVerg. Aen. 3, 12 penates ideo appellantur, quodin penetralibus aedium (vgl. Uorat. Ep. 2, 2,114.Martial. 10, 51, 13.) coli solebant; vgl. pene-trale sacrificium, Festus p. 250 Müller; pene-tralia sunt penatium deorum sacra, ebend. ip. 208 Preller-Jordan 2, 157, 4. Nach Festusp. 101 ist Herceus Iuppiter (Ζενς Έρκειος) =deus penetralis; vgl. Bd. 1 s. v. Herkeioi. S.Penates Sp. 1880 Z. 2011'. [HSfer.]
Penia (Πενία), die Armut als Gottheit, besafsebenso wie Τέχνη (s. d.), durch die sie fern-gehalten werden sollte, einen Altar in Ga-deira, Aelian bei Eust. ad Dion. Per. 453.Philostr. vit. Apoll. Tyan. 5, 4 p. 167 Kayser.Der Bericht bei Herod. 8, 111 (vgl. Plut. 2Them. 21), Themistokles habe von den Be-wohnern von Andros Geld gefordert mit demHinweis, die Athener kämen mit zwei grofsenGöttern, Πει&ώ und Ανάγκη (Βία, Plut.), wor-auf jene geantwortet hätten, auch sie besäfsenzwei Götter, Πενία und Αμηχανία (Απορία,Plut.), kann natürlich als Zeugnis für einenKultus niclt verwertet werden. Nach Euri-pides (fr. 200 aus Stob. I'lor. 06, 4): ούκ fortΠενία g ιερόν αίβχίβτης (έχ&ίβτης, Dergkj &εοϋ -ηgab es üba-haupt keinen Tempel der Penia.Als Gotthei; (&εός) wird Πενία auch bezeichnetbei Alkiphi. Epit. 1, 23, 2 a. E. Als Persontritt Penia in dem Plutos des Aristophanes(v. 415 — 6L8; vgl. Hypoth. 2. 6) auf alsSchöpferin des dürftigen, arbeitsamen, kräfti-gen und beionnenen Mittelstandes, und ebensobei Luc. Union 31ff., wo sich Πόνος , Καρ-τερία, Σόφια und Ανόρεία in ihrem Gefolgebefinden, Ion der gleichen Anschauung aus- 4gehend mag Demokritos bei Eust. ad Hom.Ud. 1784, 61 (= Eudocia p. 160 p. 279 Flach)dem treffliihen Eumaios (s. d. nr. 1) die Peniazur Mutter gegeben haben. Der Gedanke vonder erzieherischen Kraft der πενία bez. Πενίαfindet sich oft variiert, vgl. Herod. 7, 102.Theokr. 21. 1 und die reiche Sammlung beiStob. Plor. 15ff. (Meineke 3, 197 ff.). Im Latei-nischen entspricht der Penia die Egestas (s. d.),Paupertas Plaut. Stich. 1, 3, 23. Hör. Ud. 51, 12, 43. Lpist. 2, 1, 51. Publ. Syr. 191 p. 273.Ribb. Petrin. Sat. 84) und die Inopia (Plaut.Trin. Pr oh. Über den Mythos des Plato
(Conviv. 2(3 b ff.; vgl. Plut. Is. et Osir. 57.Maxim. Tir. 10, 4 p. 172f. Reiske. Themist.or. 13 p. 1(2 b.c. Orig. adv. Cels. 4, 39. Plotin.Ennead. 3, 5, 5 ff. 9. Menand. in Rhet. Graec.ed. SpenijelS, 341. 334. 342. Euseb. Praep. ev.12, 11. Lyi. de mens. 4, 154 p. 172 Wuensch),nach dem Penia von Πόρος Mutter des Eros 6ist, s. Bd. . Eros S. 1349, 44 ff. S. 1345, 64 ff.und aufser der dort verzeichneten LitteraturC. Fortlagi, Philos. Meditationen über Platos Sympos. lioff. M. Koch, Die Rede des So-krates in Rat. Symp. u. d. Problem d. Erotik(Proyr, Lusenst. Gymn. Berlin 1886), 4 ff.
[Höfer.]
Penitis . Panatis.
KoscHKß Lexikon der gr. u. röm. Mytkol. ITT ,
Pentasila (pentasila) erscheint zweimal alsetruskische Umformung des griech. Penthesileia(Deecke in Bezzenbergers Beiträgen 2, 169 nr. 84).ln dieser Form ist der Name zweimal belegt,auf einem Krater von Volci und auf einemSpiegel unbekannten Fundortes. Der erstereist veröffentlicht von Bighirumi Vasi fittili tav.OCCXCIX und Storia della Toscana tav. LXXIVnr. 2/3; von Raoul - Rochette in den Ann. dell’Bist. 1834, 274 sq. und den Monum. ined. 2tab. IX; von Sec. Campanari in den Atti dell’Accad. rom. d’arclieol. 7, 11 tav. II; von DeWitte, Catal. Beugnot 54—56; von Fabretti,C. I. I. nr. 2147. Auf dem Spiegel, der vonGerhard, Etr. Spiegel 3, 218 Taf. CCXXXHIund Fabretti,' C. I. 1. nr. 2519 veröffentlichtist, sieht man links neben der Figur bei Ger-hard nur penta und auf dem Schilde la, sodafs wir nur penta la haben, aber es ist wohlanzunehmen, dafs das fehlende si unter demFufs der Figur in dem umrahmenden Blätter-ornament gestanden habe und nur undeutlichgeworden sei. Es ist daher mit Hecht auchhier penta[sijla zu lesen. Ob auch die Formpanffsil auf einer Tonpatera von Chiusi (ver-öffentlicht von Micali Storia tav. CII nr. 5 undin dem Mus. chius. 227 nr. 70 tav. XCH, unddarnach von Fabretti, C. 1.1. nr. 803 tab. XXXH)den Namen der Penthesileia wiedergeben solle,ist ganz unsicher, und sie bleibt daher besseraus dem Spiel.. Mir persönlich scheint eineWortform echt etruskischer Herkunft vorzu-liegen, die vielleicht nicht einmal ein Name ist.
Die Darstellungen der pentasila sind diefolgenden. Auf dem Krater haben wir „eineGruppe von vier Gestalten in der Unterwelt,worin man eine Darstellung des Urteils überdie tote Penthesileia findet· 1 (Bugge in DeeckesEtr. Fo. u. Stu. 4, 33). Die pentasila stehtrechts, in anscheinend sehr geknickter Haltung,vor ihr, doch von ihr abgewandt, steht dieSeele der Turmuca (hinffia turmucas), über dies. v. turmuca gehandelt werden wird. Siespricht zu den beiden Personen links, einemMann und einer sich abwendenden Frau. Aufdem Spiegel stehen sich Achill (a^le) und Pen-thesileia , beide in voller Waffenrüstung, gegen-über. Achill hat die Penthesileia um den Leibgefafst und ist im Begriff, ihr das Schwert indie Brust zu stofsen. — Was die lautliche Formvon pentasila neben Penthesileia betrifft, so wirdletzteres zunächst etr. pentsilea, dann zieht easich in a zusammen, wie z. B. alle Genetive auf-eal zu -al werden; in das so entstandenepentsila aber entwickelt sich dann ein Hilfs-vokal, und so bekommen wir dann schliefslichpentasila. Ygl. Penthesileia. [C. Pauli.]Penteteris (nsvxsxriQig), In dem Festzug desPtolemaios Philadelphos stellte eine schöne,reich geschmückte Frau, die in der einen Handein Kreuz von Persea, in der anderen einenPalmenzweig trug, die Penteteris da; ihr vor-aus schritt zwischen zwei Seilenen ein Mannals Personifikation des Jahres (s. Eniautos u.Panofka, Rhein . Mus. 2 [1828], 449 f.), Kal-lixenos bei Athen . 5, 198 a. b. [Höfer.]Pentlialidai = Penthilidai s. Penthilos.Penthesileia (nsv&soilsia). Nach Arktinos
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