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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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1925-1926
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1925 Pentheus (in der Tragödie)

mehr Interesse in der Kunst gefunden, vgl. selbstdie Bilderchroniken. Auf einer sehwarzfig.Hydria Brit. Mus. nr. 472 trägt er ihre Leichewie diejenige eines Genossen auf seinen Schul-tern aus der Schlacht, aber schon Panainosstellte an den Schranken des Thrones in Olympiadar, wie er die Sterbende aufrecht hält (Paus.5, 11, 6), ein Motiv, welches im allgemeinenin allen erhaltenen Darstellungen wiederkehrt.Die berühmtesten derselben sind: Vasenbildbei Tischbein, Bec. de Hamilton 2, 5 = Beinach

2, 294. Statuenfragment in Wien Sacken, Ant.Sculpt. Taf. 1, Spiegel in Berlin Gerhard Taf.933; vgl .Bullet. 188U p. 9, TerracottafriesplatteCampana Op. in plast. 74, Sarkophag aus Sa-loniki Overbeck, Gail. 21, 8 (= Baum. Big. 66;s. d. Abb.),aufserdemmanehe andere Sarkophage,geschnittene Steine, Lampen. Dem späteren Stileentsprechend wird die Gruppe geschlossener,Achills Sorge zärtlicher, Penthesileias Körperentblöl'ster. AufPolygnots Bilde der Unterweltwar Penthesileia als Gegenstück von Paris gemalt(Pausan., 31, 8), neben Charon sieht man sieauf einer etruskischen Vase Monum. 2, 9 =Beinach, Bepert. d. vases 1 p. 88. Die vonPestus p. 189 Müller zitierte Penthesilea warnach Bibbeck, Tray. lat. reliq. p. 234, 6 eineTragödie; die Worte formidabant objurarekönnten mit der Erzählung bei Tzetz. Posth,14 in Verbindung stehen. Vgl. Pentasila.

[ Kliigmann. J

Pentheus, Hsv ^evs, gen. gewöhnlich Htv-s, selten lltv^fjog oder Iltv&tvs ( Anth. P.

3, 1), bedeutet der Schmerzensreiche, von niv-&og, worauf öfter angespielt wird: Kur. Bacch.v. 367. 508; Chairem. fr. 4; Theokr. Id. 26, 26;Opp. Cyti. 4, 305; Nmm. 5, 555. 46, 73. Erwar der Sohn der Kadmostochter Agaueund desBchion, eines der aus den Drachen-zähnen entstandenen Sparten (Pur. Bacch,229. 507. 540 u. a.; Apollod. 3, 5, 2; Hyg. f.184. 239; Schul, ad Pur. Phoeu. 942;, undKönig von Theben, da ihm nach der herr-schenden Überlieferung sein Grofsvater Kadmos bei Lebzeiten die Herrschaft über Theben über-gab, vgl. Pur. Bacch. 43. 213; Apollod. a. a. 0.;Hyg. f. 76; Sero, ad Aeti. 4, 469, währendPausanias 9, 5, 2 den Polydoros auf seinenVater Kadmos folgen und Pentheus nur eineangesehene Stellung in Theben einnehmen lädst.Erst bei Nonnos 5, 210 findet sich die beidesverbindende Wendung, dafs Pentheus denPolydoros vom Thron gestol'sen habe, um selbstKönig zu werden. Ein Sohn des Pentheus namens Oklastos wird nur Schol. Pur. Phoen.942 genannt und daselbst als Grofsvater desKreon auigeführt.

Der Mythos von Pentheus erhielt, wie esscheint, cie Gestalt, welche die litterarischeI Überlieferrng darbietet, durch die Tragödie,i, für welche der Stoff vermöge seines auf die' Verherrlichung des Dionysos gerichteten In-} halts sowie durch das demselben innewohnende( Pathos vorzüglich geeignet war, und zwar; blieb die Darstellung, welche Puripides von1 Aischylos übernommen hat, in allen Haupt-|. zügen für das gesamte Altertum mafsgebend.Hals die Bakehen des Puripides im Wesent-

Pentheus (in der Tragödie) 1926

liehen auf dem Pentheus des Aischylos beruhen,ist in der Hypothesis des Aristophanes zu den-selben ausdrücklich bezeugt und durch die An-gabe des Inhalts jener äschyleischen Tragödienach seinen wesentlichsten Zügen ebendaselbstdargethan. Dies bestätigen auch die wenigenEinzelheiten, die aus dem Pentheus des Aischylos überliefert sind, die Warnung an Pentheus ,sich an den Bacchen nicht zu vergreifen, Aesch.io fr gyn. 143 NaucP, verglichen mit Purip. Bacch.837, und das von Aischylos Bum. 28 für dengrausamen Tod des Pentheus im Waldgebirgeangewendete, vielleicht aus dem Mythos ge-schöpfte Bild der Jagd, welches sich mit sogrofsartiger Wirkung durch die Bacchen desPuripides hinzieht und auch von Späteren be-nutzt wurde (Philostr. im. 1, 18 ; Propert. 4,22,33;Nonn. 46, 202; s. unten Kunstdarstellungen).In welchem Verhältnis der Pentheus des Aischylos so zu seinen anderen Stücken aus demselbenSagenkreis stand und ob diesem auch die(SävTQiai angehörten, ist nicht sicher, vgl.Welcher, Die Aischylische Trilogie S. 327 f.,Nachtrag S. 122 f.; Wecklein, Pinl. zu Purip.Bakehen S. 7 und zu Aischylos Pumeniden v. 26.Auf der von Aischylos und Puripides ge-schaffenen Grundlage beruhen offenbar allespäteren Darstellungen der Sage, besondersweitgreifend zeigt sich der Einftuis der Bukchenso des Puripides (vgl. namentlich Theokr. Id. 26),deren Kuhm sich durch das ganze Altertumerhielt (Hör. ep. 1 , 16, 74; Blut. Grass. 33; Luc.adv.· indoct. 19). Tragödien desselben Inhalts,von welchen jedoch nicht viel mehr als derName bekannt ist, haben geschrieben lophon(s. Trag. Graec. fr. ed. Nauek 2 p. 761), Chaire-mon (ib. p. 783), ein Pseudo- Thespis, in welchemman den Herakleides vermutet (ib. p. 832), undder alexandrinische Tragiker Lykophron·, s.40 Suidas. Auch die Bearbeitungen des Stoffsfür die römische Bühne, der Pentheus desPacuvius (Serv. ad Aen. 4, 469) und die Bakehendes Accius (s. die frgm.) schlossen sich in denHauptzügen an Puripides an, nur dafs Pacuvius statt des Dionysos einen aus seinem Gefolgemit Namen Acötes durch Pentheus gelängennehmen läfst, worin ihm, wie auch in anderenEinzelheiten, Ovid folgt (s. Bibbeck, Böm. Tra-gödie iS. 2801'.), wiewohl auch dieser entschieden5o den . Puripides vor sich gehabt hat, trotzmancher Abweichungen von ihm (s. unten).Manches Eigentümliche, das z. T. schon ausfrüher Zeit überkommen war, findet sich auchin den späteren Darstellungen der Sage beiOppian Cyneg. 4, 233 f. und bei Nonnos l. 45. 46.Die Beliebtheit des Gegenstandes zeigt sichauch in seinem späteren Eortleben in mimischenTänzen Athen . 14 p. 631 _ß; Luc. de saltat. 41;Brunck, Anal . 3 p. 225. 353.so Die Pentheussage hat nach einstimmigerÜberlieferung das Kadmeische Theben und denKithairon zum Schauplatz; in betreff des Kithai -ron vgl. auch Paus. 9, 2, 3 und Strub, p. 408,der die Gegend genauer durch das Dorf Skolosbezeichnet. Die dem Aischylos vom Scholiastenzu Bum. 26 zugeschriebene Verlegung des Schau-platzes auf den Parnassos beruht auf einerfalschen Interpretation, s. Wecklein in Äschylos

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