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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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1933-1934
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1933 Pentheus (in der Kunst) Pentheus (in der Knnst) 1934

Gott verliehenen übermenschlichen Kraft der der göttlichen Herkunft des Dionysos in Mai-

Hände vollziehen sie das schreckliche Strafge- naden verwandelt wurden, und so in ihrem

rieht. Dies alles stimmt mit der litterarischen Wahnsinn zu ihrer eigenen Bestrafung in Pen-

Überlieferung, wie sie später vornehmlich durch theus den Sohn und Anverwandten töteten, als

Euripides Bakchen (um 410 v. Chr.) ausgeprägt eine Weiterbildung der Sage durch das Drama

worden ist, überein. Aber der Name Galene, zum Zweck der Steigerung des tragischen

welcher der Mainade links von Pentheus bei- Effektes anzusehen wäre. In gleicher Weise

geschrieben ist, hindert, in den die Zerreilsung wäre dann ein Vasenbild aus derselben Zeit

ausführenden Frauen der litterarischen Über- von der Sammlung Campana im Louvre, ab-

lieferung gemäfs die Kadmostöehter zu er- io gebildet Jahrb. d. arch. Inst. 7 S. 162, aufzu-

2) Pentlieus von den Mainaden (Kadmostöchtern) ergriffen, Pyxisdeckel im Louvre(nach Jahrb. d. arch. Inst. 7 S. 156).

kennen. Galene ist ein auch sonst vorkom-mender Mainadenname (s. oben Bd. 1 Sp. 1590).Deshalb vermutet Hartwig a. a. 0. hierin nichtohne Grund eine ältere und einfachere Formder Sage, wonach Pentheus zur Strafe für sei-nen Widerstand gegen die Verehrung desDionysos durch die den Gott ständig beglei-tenden Mainaden zerrissen worden sei, wogegendie Übertragung dieser Handlung an die Kad-mostöchter, welche wegen ihres Zweifels an

fassen, mit 4 schwärmenden Mainaden, von60 welchen zwei die abgerissenen Beine, eineeinen Arm des Pentheus in der Hand tragen.Ebenso scheinen Mainaden mit den abgerissenenGliedern des Pentheus, welchen Satyrn alsGefährten beigegeben sind, nur die ständigenBegleiterinnen des Gottes bedeuten zu können,nicht aber die Kadmostöehter nach dem Dramades Euripides, in welchem keine Satyrn auf-traten. Dahin gehören die von Hartxoig a. a. 0.