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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Phaidra (in der Kunst)

Phaidra (in der Kunst)

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Antragsscene fast durchweg auf die dreiHauptfiguren. In verschiedener Weise giebtauf ihnen Ph. ihrem Schmerze oder ihremVerlangen Ausdruck; die Amme überreichtden Brief, einen Griffet in der andern Handhaltend (c Kalkm.), oder sucht durch Geherdenden Hippolytos zu überreden oder zurück-zuhalten, der ablehnt oder auf bricht. Aufdem pompejanischen Wandbild Arch. Ztg. 1883Taf. 9, 2 steht Ph. mit schmerzlich gesenktem inHaupte 1. dem auf einem Felsen sitzendenHippolyt gegenüber, hinter dem sich r. die Ammebefindet, die die Linke auf seine 1. Schulter legt,während sie mit der Hechten auf Ph. weist.Auf dem pompejanischen Gemälde Nr. 253Helbig ist gewifs nicht die dem Geliebten aufdie Jagd nachgeeilte Ph. zu erkennen, wieKalkmann a. a. 0. Sp. 132 ff. vermutet, son-dern Artemis , der von Hippolyt Phaidras An-sinnen im Waldgebirge mitgeteilt wird, Petersen, soKöm. Mitt. 1899 S. 91 ff. Aufserhalb diesesKreises steht die zum Selbstmord entschlossenePhaidra unter den Heroinen des Wandgemäldesvon Tor Marancio in der vatikanischen Biblio-thek. Der Cyklus wird von Helbig, Führer 22, 168 dem 3. Jahrhundert n. Ohr zugeschriebenund auf ein vortreffliches alexandrinisches Ori-ginal zurückgeführt. FEDRA ist dargestellt,wie sie in der krampfhaft geschlossenen Handdas Seil hält, mit dem sie sich erdrosseln will so(vgl. Puntoni a. a. 0. S. 79f.). S. auch Ausonius ,

Id. 6, 32: Respicit abiectas desperans Phaedratabellas: Haec laqueum gerit.

Sehr häufig erscheint die Sage auf Sarko-phagen. Eine auf Kalkmanns eingehendenUntersuchungen beruhende Gruppierung derwichtigsten Hippolytsarkophage s. o. bei SauerBd. 1 Sp. 2685. Sauer hat später gelegentlich derBesprechung eines pompejanischen Wandgemäl-des eine neue Klassifikation aufgestellt (Köm. toMitt. 1890 S. 21), wogegen von Kalkmann mitRecht Widerspruch erhoben ist ( ebend. 1891 S.246). Bald nach den früheren Untersuchungen desletzteren veröffentlichte unabhängig davon Pun-toni eine sehr ausführliche Behandlung desgesamtenMaterials ( Rappresentanze figurate etc.),die die Anregungen systematisch feststellt,welche die einzelnen Scenen der erhaltenenTragödie des Euripides den Künstlern bietenkonnten, und vorzugsweise die Entwiekelungs- öogeschichte der zahlreichen römischen Reliefsklarzustellen sucht. Vor allem mufs aber aufden betr. Band der Antiken Sarkojrfiag-Reliefsvon Robert verwiesen werden, dessen Erscheinendemnächst zu erwarten steht.*)

Auf den beiden schönsten Exemplaren, denSarkophagen in der Ermitage zu St. Peters-burg und im Dome zu Girgenti (AP Kalkm.;vgl. deren ausgezeichnete Erklärung von Brunn,Annali 1857 S. 36ff. = Kl. Schriften 1, 19 ff. 60und die nebenstehenden Abbild. 1 u. 2), die zu-gleich am meisten an griechische Art erinnern,ist die liebeskranke Phaidra unter ihren Die-nerinnen auf der rechten Schmalseite dar-gestellt, während auf der Vorderseite dem in

*) Der Verf. ist Herrn Prof. Robert für zeitweiligeÜberlassung der betr. Tafeln und einige Nachweisungenzu lebhaftem Danke verpflichtet.

der Mitte seines Jagdgefolges stehenden Hippo-lytos von der Amme der Antrag gemachtwird. Das rätselhafte Leiden der Herrin, dasdurch viele feine Züge in Ausdruck, Stellung,

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Kostüm u. s. w. charakterisiert ist, sucht dieUmgebung durch Lüften des Schleiers, Zu-fächeln von Luft oder Stützen des Armes undLautenspiel zu lindern; die Amme spendet be-