Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2231 Phaidra (in der Kunst)

sorgten Zuspruch (auf dem Petersburger Sar-kophag ergänzt sie Sauer mit Diptychon).Auch die übrigen Reliefs zeigen Ph. sitzend,kummervoll, z. T. in Verzweiflung; einigeschildern mehr die Königin als die Leidende.Sie erscheint auf ihnen mit ihrer Umgebungnicht auf einer Schmalseite, sondern in derHauptdarstellung, in einigen Fällen (0 I) E)an der rechten Seite derselben, meistens ganzlinks; Gegenseite und Mitte werden von Hippolytund seinen Begleitern in Anspruch genommen.Bei dieser Zusammenrfickung ist die Zahl dersie umgebenden Mägde beschränkt worden:während es aufser der Amme auf A 5, auf7i 7 sind, kommen später höchstens 3 vor;meist sind es 2, mitunter nur eine. Auf einemNeapler Sarkophag, dessen Kenntnis ich C. Robertverdanke, steht ein bärtiger Mann im Mantelhinter Phaidras Sessel. Auf 7) ist die Phaidra-gruppe rechts noch fast selbständig; auf 0schauen die Herrin sowie die um sie beschäf-tigte Dienerin und Amme nach 1. auf Hippo-lytos; Ti, ein Sarkophag in Villa Albani (s. dieAbbild. 3), bietet eine Doppelscene. Hippolytos,von dem Liebesverlangen der Stiefmutter inKenntnis gesetzt, zeigt sich entsetzt im Kreiseseiner Jagdgenossen; auf 7? wird der Antragdurch die Amme noch besonders vorgeführt.Die zahlreichen Exemplare, auf denen Ph. zurLinken thront, verbinden die beiden Seenenvon Ti, indem sie die Amme nur einmal dar-stellen, und zwar von Ph. weggewendet mitHippolytos verhandelnd, der ruhig vor ihrsteht (z. T. mit Diptychon) oder mehr oderweniger lebhaft seine Entrüstung zu erkennengiebt oder schon zum Abgang bereit ist. DieKönigin selbst schaut nach der entgegen-gesetzten Seite auf FG und auf den meistenSarkophagen (KII10 7' M) der späteren Gruppe,die rechts eine architektonisch abgetrennteJagdscene haben, etwas mehr nach vorn aufdem Exemplar aus dem afrikanischen Tripolis in Konstantinopel , Rull, de corr. hellen. 1889S. 328 ff. pl. 4 ( Lechat ); Joubin, Monum. fun.du Mus. imp. ottom. (1893) S. 18 Nr. 40. Aufandern "Exemplaren derselben Gruppe ( LN)blickt sie nach dem Geliebten hin, auf einemSarkophag in Arles (s. darüber Robert, Hermes29 [1894] S. 430; 77. Bazin, Arles Gatto-Romain 1896 S. 101 Nr... 191 die linke Handauf die Brust drückend. Uber den griechischenSarkophag W in Konstantinopel s. o. Bd. 1Sp. 2685 Z. 24; Bull, de corr. hellen. 1889S. 319 ff. pl. 5 {Lechat).

Mehrfach hat man versucht, aus den Wand-bildern und Sarkophagreliefs auf Originalwerkezu schliefsen und den Zusammenhang mit derTragödie festzustellen. Kalkmann vermuteteals Vorbild ein hellenistisches Gemälde, aufdem die liebeskranke Ph. und der Antrag derAmme getrennt behandelt gewesen seien ( Arch.7Ag. 1883 Sp. 138 u. Röm. Mitt. 1891 S. 246ff.;vgl. Conze, Röm. Bildiv. einheim. Fundorts inÖsterr. S. 9 ff.). Die Verschmelzung beiderSeenen sei unabhängig auf Wandbildern (vgl.das der Titusthermen) und Sarkophagen er-folgt. Dagegen hat Sauer gemeint (Röm.Mitt. S. 17ff.), auf Grund des oben an erster

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Stelle erwähnten pompejanischen Bildes des

3. Stils ein berühmtes Gemälde rekonstruierenzu können, das die Überredung Phaidras durchdie Amme zum Gegenstand gehabt habe unddessen Einflufs aufser Ä noch eine Reihe vonSarkophagen erkennen lasse, während er ander-seits B und andre Exemplare auf das ersteErscheinen der leidenden Königin im erhaltenenHippolyt des Euripides zurückführen wollte.Von Euripides hängen natürlich im letztenGrunde alle diese Werke ab, das hat schonJahn a. a. 0. S. 322 ausgesprochen (vgl. Wila-mowitz a. a. 0. S. 56). Dafs auch der Ίππ,καλυπτόμενος eingewirkt habe, woran schonLeo glaubte ("a. a. 0. 178 f.), verteidigt Kalk-mann, He Hipp. Eur. S. 38 ff. Er erblicktauf der rechten Seite der Hauptdarstellung vonFG eine Wiedergabe der Schlufsscenen desStückes: den Botenbericht an Theseus und 1.davon eine Dienerin mit einem Kinde Phaidras auf dem Arme und den Pädagogen, die Phaidras soeben erfolgten Tod zu berichten kommen(Vgl. Wagner, Cur. mythogr. S. 144). Freilichkann die Annahme nicht als sicher gelten; auchdiese Gruppierung kann erst der bildenden Kunstangehören, die sich bei diesem Stoffe so mancheFreiheit erlaubt hat. Ein von einem gewissenTimotheos gestiftetes Gemälde will Chorikios in Gaza gesehen haben und beschreibt es aus-führlich (Mai, Spicil. Rom , 5, 428 ff.; S. 156 ff.ed. Boissonade). Das Hauptbild habe aus zweiSeenen bestanden: 1) Phaidra mit Umgebungim Palaste, den Liebesbrief schreibend, nebenihr Theseus Siesta haltend, 2) Antragssceneauf der Jagd, die Amme wird zur Strafe voneinem jungen Sklaven geprügelt, wählend einalter sie schützen will. [J. Ilberg.]

Pliaidros (Φαιδρός). Bei Lyk. 680 heilst Her-mes Κτάρος . . Νωνακριάτης Τριχέφα-.λος Φαι-δρός ffeos, nach Tzetz. und Schol. Maire, z. d.St. (p. 133 Kinkel ) ist Φαιδρός Λευκιός , Kult-name des Hermes in Boiotien: vgl. Bd. 1 Sp.2349,60f Bd. 2 Sp. 2011, 24ff. Holzinger fcu Lyl',a. a. 0. verweist auf den Hermes φαι,δρός beiManeth. 3 12), 346 und Maxim.. Phiilos. 541(Poet, bucol. et didact. ed. Köchly p 113). [Höfer.]

Phainarete s. Phartis.

Phaini(p)pos s. Phaidimos nr. 3 u. Phanosnr. 2.

Phaino (Φαινά), 1) Okeanide, Gespielin derPersephone, Hom. Hymn. 5 (in Cer.), 418. Paus.

4, 30, 3. Braun, Gr. Götterl. § 174 (das Sinn-bild der Quelle!. [Stoll.] 2) Vielleicht Bei-name der Artemis auf einer ionischen Elektron-münze des 7. Jahrh. im Brit. Museum, aufderen Vorderseite ein weidender Hirsch mitder linksläufigen Umschrift in altionischenCharakteren Φαινος εμι βήμα Φαινοϋς ειμ'ιβήμα erscheint. Vgl. Frankel, Arch. Ztg. 1879(37) S. 27 ff. mit weiteren Litteraturangaben.[Weil, Berl. Philol. Wochenschr. 1898 Sp. 1337.0. Hoffmann, Gr. Dial. 3 (1898), 78 nr. 175.Nach Rabeion, Ren. numism, 13 (18951, 329steht auf der Münze Φαννοϋς, vgl. Hoffmanna. a. 0. 390. S. auch Hill, Handbook of greekand romain coins (1899) S. 79 Anm. 3. Babedon,Iraite des monn. grecques et rom , 1. 382. S. aberauch Head, Hist. nwn. 526. Höfer.] [Roscher.]

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