Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2233-2234
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Pliakelitis

2233 Phainops

Phaiuops {Φαϊνοψ, -oitog, Suid. Φαίνωψ),1) Sohn des Agios aus Abydos , Freund desHektor, Vater der vor Troja kämpfenden Xan-thos und Thoon, II. 5, 152. 17, 583. Tzetz. Hom.67. 2) Vater des Phorkys, des vor Troja kämpfenden Anführers der Phryger, II. 17, 312;vgl. II. 2, 862. [Stoll.]

Pliainylios (Φ aivvliog), nach Hesyeh. s. v.'όνομα ηρώο;. Schmidt z. d. St. vermutet Φαι-vvXog. [Höfer.]

Phaio {Φαιά), eine der Hyades (s. d.), Hesiod fr. 14 Bz. im Schot. Amt. Phaen. 254 {Comment.in Amt. reliquias ed. Mafs p. 380). Pherekydeshei Hygin. poet. astr. 2, 21. Schot. German.Arat. ed. Breysig p. 75, 4 und wohl auch imSchot. Hom. II 18, 486 {C. Mütter, F. H. G. 1p. 84. Maafs a. a. 0. 389), vgl. Robert, Era-tosthenes 108. 237. 0. Mütter, Protegom. 192 f.

11. Küentzele, Uber die Sternensagen d. Griechen1, 21 ff. Piir die Bd. 1 Sp. 2752, 61 ff. 2756, 61 f.als unrichtig erklärte Ableitung des NamensTaäeg von vg tritt neuerdings wieder mit Ent-schiedenheit ein G. Thiele , Antike Himmels-bilder 2 u. Anm. 2, während Usener, Götter-namen 45 f. unter Annahme der Ableitung von"T»]g-Dionysos vgl. Bd. 1 Sp. 1048, öl ff. 2754,58 ff.) die Hyades als μαινάδες, βάκχαι (vgl. Bd. 2Sp. 2243 f.) deutet. Auf die Namensälmliehkeitmancher Hyaden und der bei Nonnos Dionys.vorkommenden Bakchen verweist R. Köhler,Über die Dionysiaka des Nonnos 49. Über diesinguläre Sage von Lamos als Vater der Hya-den und über die in gehörnte Kentauren ver-wandelten Söhne der letzteren s. Köhler a. a. 0.19. 48. [Höfer.]

Phaiokomes (Φαιοχόμης), ein Kentaur aufder Hochzeit des Peirithoos, der durch denWurf eines gewaltigen Klotzes den LapithenTektaphos, Sohn des Olenos (so statt Phono-lenides), tötete, dann aber von Nestor mit demSchwerte erlegt wurde, Ov. Met. 12, 431 ff.

[Stoll.]

Phaistos ( Φαΐατος ) 1) Sohn des Herakles,der in Sekyon, wo Herakles bisher als Herosverehrt worden war, die Bestimmung traf, ihmals Gott zu opfern, Paus. 2, 10, 1; sein Sohnwar Rhopalos (s. d.), Paus. 2, 6, 7, währendSteph. Byz. s. v. Φαιατός { Eust. ad Hom. 11.313, 16) ihm diesen zum Vater giebt. AufGeheifs des Orakels wanderte er nach Kreta aus und gründete dort Phaistos, Paus. 2, 6, 7.Steph. Byz. a. a. 0.; vgl. Hoch, Kreta , 2, 434.0. Müller, Dorier 1, 79 f., E. Meyer, Gesch. d.Altert, 2, 170 S. 261. Busolt, Griech. Gesch.

1 2 , 332, 2. Der Name des Heros sowie der

der Stadt {Φαιβτός accentuiert), zur Wurzelφαιδ-ρός gehörig, bedeutet 'glänzend, Baunack,Stud. auf d, Gebiete des Griech. 289, vgl. TI. Cur-tius, Ges. Abhandl. 1, 161. Nach Fick, Bezzen-berger Beiträge 3 (1879), 167 soll der Stadt- <name Phaistos Zusammenhängen ταίΚΗ-φαιοτος(vgl. Bezzenberger, Bezzenb. Beitr. 2, 155. Fickebend. 18, 141. Fick - Bechtel, Die gr. Personen-namen 440): der Stadtgott von Phaistos , Τέλ-χανος (s. Bd. 1 S. 1609 s. v. Gelchanos unddazu Gerhard, Ges. akad. Abh. 1, 315, 54.Halbherr, Monumenti antichi 1, 98, 100.

Keil, Gott . Gel. Nachr. 1895, 361 Anm. 1, so-

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wie die Münzen mit der Legende JOMAXA3HHead, Hist. num. 401 Fig. 255. Cat. of greekcoins, Brit. Mus., Grete etc. 63, 18 pl. 15, 10,Macdonald, Cat, of greek coins in the Hunter,coli. 2, 193, 4), abzuleiten von fsly. 'glänzen,das in der Form J-Xsx auch in dem Götter-namenHfXsxttnQ 'Ttcsqicov und inIIXixxQaerscheine, entspreche lautlich dem ital . Vol-canus = Vulcanus, dieser aber wieder in seinemi Wesen dem griech. "Il-cpaiaxog, das zweite Ele-ment dieses Götternamens aber bilde den Stadt-namen Paiaxog, wo der sonstH-<paiezog ge-nannte Gott als J-eX%avog = Volcanus verehrtworden sei. Gegen diese Auffassung erhebtWiderspruch A. Döhring, Jahrb. f. klass. Phil.153 (1896), 113 mit der richtigen Bemerkung,dafs es doch wunderbar sei, wenn gerade inderjenigen Stadt, die nach Hephaistos benanntwäre, dieser Name des Gottes durch den andereni J-eX%avog verdrängt sein sollte; auch könneder Name der kretischen Stadt nicht von denübrigen gleichnamigen Städten getrennt werden,und andererseits bedürfe deren Verhältnis zudem Personennamen <Palaxog ebenfalls der Auf-klärung, was jedoch mit unsern Mitteln nichtmehr möglich ist. 2) Sohn des Boros ausTarne in Maionien, Bundesgenosse der Troer,von Idomeneus getötet, Hom. II. 5, 43.lzetz.Hom. 57. Eust. ad Hom. 11. 520, 11. Hero-dian ed. Lentz 1, 217, 9. 2, 36, 2. 47, 35.

[Höfer. |

Pliaisyle {ipaiavlrf), Hyade. Aufser den obens. v. Phaio benannten Belegstellen s. Hyg. f.192. Bei Pherekydes im Schot. Hom. II 18,486. Eust. ad Hom. II. 1155, 62. Eudocia407 p. 688 Flach (und dazu A. Behrn, Mythogr.Unters, über griech. Sternensagen [Progr, Wilh.-Gymn. München 1896] S. 14ff. 47), wo Alohhqsteht, schreibt Robert, Eratosth. 108 und mitihm C. Luetke, Pheresydea (Diss. Gotting. 1893)S. 14 <PaiovXr\, während Lobeck, Pathol. Proleg.124 (vgl. aber auch Pathol. Eiern. 1, 136) jenesfür die richtige Form zu halten scheint undvon aiavXog ableitet. [Höfer.]

Phake {Paxij), Schwester des Odysseus , dienach anderen Kallisto hiefs, Mnaseas {F. H. G.

3, 152) nach Lysimachos {ebend. 339) bei Athen .

4, 158 cd. Eust. Hom. Od. 1672, 52f. DieVermutung von Lehrs, Rh. Mus. 1869, 617 =Kleine Schriften 327, gebilligt von Kaibel, Indexnom. zu Athen , p. 773, dafs für <Pay.fj zu lesenseil&axfj, läfst den Zusammenhang bei Athen .a. a. O. aufser acht. Vgl. den Phöniker <PaxägBd. 2 Sp. 308, 34 ff. und <Paxfj als Beinamen desHegemon aus Thasos, Athen . 1, 5b. 9, 406 ef;s. auch Murr, Die Pflanzenwelt in d. gr. Myth.168. [Höfer.]

Pliakelitis {PaxsXlxig), Beiname der Artemis,abgeleitet von qiäxsXog lat. fascis (vgl. K. F.Johansson, Kuhns Zeitschr. 36 [1900], 362, 1),weil Orestes das taurische Idol 'fasce lignorumtectum fortgeschafft und entweder in Khegion{Pomponius Sabinus ad Verg. Aen. 2, 115; vgl.Probus ad Verg. Bucol. 2 p. 348 Lion und dazuHolm, Gesch. Steil. 1, 354. Th. Zielinski, NeueJahrb. f. d. klass. Altertum 2. Jahrg. Bd. 3 (1899),166 Anm. 2 zu S. 165; vgl. auch Thuk. 6,44.Hypoth. Iheokr .) oder in Artemision {Appian. b. c.