Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Phalanthos

Phalaritis

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Onatas, darunter den Japygerkönig Opis, tothingestreckt , oi δε αντω έφεατηκότες δ ηρωςΤάρας ίβτί και ΦάΙαν&ος & έκ Λακέ δαί-μονας, καί ον πόρ ρω τον Φαλάν9ουδελψίς. Vor seiner Ankunft in Italien habenämiich Ph. im Krisäischen Meerbusen Schiff-bruch gelitten und sei von einem Delphin ansLand getragen worden, Pausan. 10, 13, 10; vgl.Collignon- Thraemer,Gesch.d. griech. Plastik 1,200.

Deutung. Die ursprünglich mythischeNatur des Phalanthos und das Sagenhafte derGründungsgeschichte von Tarent ist von Doehlea. a. O. und von Studniczka, Kyrene 175ff. er-wiesen worden. Demnach ist Ph. der jugend-liche, fast immer nackte Del p hin reite r dertarentinischen Münzen, der 'auf den älterenExemplaren eine oder beide Hände meistensohne Attribute ausstreckt . ., später sehr ver-schiedenartige Gegenstände hält, aber nichtshäufiger als Seetiere, Delphin, Tintenfisch,Polyp, Seepferd, und den Poseidonischen Drei-zack. Er stellt ursprünglich die Kultgestalteines Gottes vor nach Voehles und Stud-niczkas Vermutung des sacer custos Tarenti(Hör. carm. 1, 28, 29) Poseidon, der inVerknüpfung mit den geschichtlichen Anfängender Stadt allmählich immer mehr als Herosund historische Person aufgefafst wurde.Bleibt nun auch die Tliatsache einer lako-nischen Besiedelung oder vielmehr Epoikievon Tarent bestehen, so ist Phalanthos dochgewifs nicht dorischer Herkunft. Die lake-dämoniscben Ansiedler der Stadt haben sichvielmehr den Archegeten der nordpeloponne-sisch-achäischen Gründer der älteren Nieder-lassung zugeeignet, der wahrscheinlich ebensowie im ältesten Tarent auch bei den acliäischenBegründern von Brentesion Verehrung genofs.Die Überlieferung von der Flucht des Phalan-thos aus Tarent nach Brentesion wäre dannerfunden, um die auffallende Gemeinsamkeitdes Oikisten zu erklären ( Studniczka a. a. 0.S. 189; dagegen K. Klement, Arion (Wien 1898)S. 57, 3). Auch in den oben unter nr. 1 undnr. 2 aufgeführten Phalanthoi von Arkadien und Ialysos glaubt Studniczka S. 192f. den-selben Gott der Seefahrt zu erkennen, derachäische Kolonisten nach Rhodos führte.Die Deutung von Φάλαν9ος als Beiname desPoseidon wurde etymologisch von Voehle S. 13 f.und Studniczka S. 185f. durch Ableitung vonφα?.-' schimmernd, 'blank, 'glänzend zustützen versucht (vgl. φαλαρός , φάΧαν&ος , φα-Χακρός, φάλη, φάλαινα, balaena u. s. w.). Deranfänglich den Phalanthos bezeichnende Münz-typus von Tarent ist erst später, jedenfallsvor Aristoteles , als Taras erklärt worden(Pollux 9, 8 = Aristot. fragm. 590 Pose: καίΑριστοτέλης εν τη Ταραντίνων πολιτεία κα-Χεϊβ9αί φηβι νόμισμα παρ αντοΐς νονμμον,έφ ον έντετνπωβ9αι Τάραντα τον Ποσειδωνοςδελφίνι εποχονμενον ); der beigeschriebeneStadtname Τάρας mag zu dieser Umdeutungbeigetragen haben. K. Klement a. a. O. S. 25 f.56tf. fafst das Verhältnis umgekehrt und läfsterst in späterer Zeit die Geschichte des TarasaufPh. übertragen, ohne uns indes überzeugenzu können.

Dafs der gewöhnlich als Führer der Par-thenier aus Lakedaimon betrachtete Phalanthosursprünglich der göttliche Delphinreiter Ta-rents und Brundisiums gewesen, ist auchUseners Ansicht, der den Delphinreitern einenschönen Abschnitt seiner 'Sintflutsagen (Bonn 1899) gewidmet hat. Er findet jedoch viel-mehr Berührung des Ph. mit Dionysos und empfiehlt etymologischen Zusammenhangmit cpdXrjs (für epaXlog) und tPaXrjc, d. i. Ithy-phallos, anzunehmen mit der Begründung:'Eine Stadt Arkadiens und ihr gleichnamigerHeros konnte den Namen Phalanthos nichttragen, ebensowenig das binnenländische Pha-lanthis und Phalanna, wenn Ph. einfach Meer-gott war (a. a. 0. S. 162). Den ApollonDelphinios erblickt in Ph. Maafs, l)e Lenaeoet Velphirtio (Ind. Gryphisw. 1891/92) S. XIX f.und glaubt für ihn den Apollinischen Bei-namen Hyakinthos erschliefsen zu können(vgl. auch S. Wide, Lakon. Kulte S. 87 f.Ett. Pais, I Messapi e gli lapigi (Studi storici 1S. 15 f., Pisa 1892), sucht in Ph. einen Herosder aus Mittelhellas, namentlich Lokris einge-wanderten Messapier; er betrachtet ihn alsEponymos der messapisehen Stadt Baletium,auf deren Münzen im 4. Jahrh. der Delphin-reiter mit der Legende J-aXs9as oder BaXs9agvorkommt ( Head, Hist. num. S. 42). 0. Keller,Tiere des klass. Altert. S. 225 hält Ph. für denaramäischen Beinamen des Baal-Melqart, 'derauf dem Atergatisdelphin reitet.

Darstellungen des Delphinreiters aufMünzen sind am häufigsten in Tarent . Es isthauptsächlich eine Didrachmenserie, derenChronologie. von Arth. I. Evans, The horsemenof Tarentum (Lond. 1889) festgestellt ist; vgl.Klement, Arion S. 59ff., der den Typus aufein altes Relief zurüekführen will, das sich inTarent befunden habe (in municipio Taren-tinorum hominis effigies in delphino sedentisest. Probus ad Verg. Georg. 2, 197). Beispieleabgeb. auch bei Usener, Sintflutsiagen (Tafel,nr. 1520). Aufser in Brundisiunn (s. Usenera. a. 0. nr. 21; Hülsen bei Pamly-Wissowa,Realencykl, 3, 904) kommt dieser Miinzstempelin Baletium (seit ca. 350 v. Chr.)., Butuntum,Teate, Paestum vor (s. die Zusammenstellungbei Klement a. a. 0. S. 58, 4). 8. den Art.

Taras. [J. Uberg.]

Phalanx (d?dXay£), ein Attiker, Bruder derArachne. Er lernte von Athene die Kunst desWafFenkampfs (önloga%ia), seine Schwester dasAnfertigen des Webestuhls (laronoda). 'Dabeide Geschwister sich aber fleischlich mischten,wurden sie durch den Zorn der Göttin in krie-chende Tiere (iqnsrd) verwandelt, welche vonihren eigenen Kindern aufgefressen zu werdenpflegen, Theophilos in Schol. Nicandr. 'Eher. 11.0dlay£ war eine Art Spinne, Suid. u. Phot.S. v. 0aXayß. [Stoll.J

Phalaritis (0aXaQitig), Beiname der Atnena,wie W. Dindorf im Stephanus s. v. (PalaQitiserkannte, in dem aus Kallimachos (fr. 503p. 658 Schneider) angeführten VerseTXa&l goi,rpalaQtti, TZvlaiudyt im Schol. Hom. Od. 3, 380.Bestätigt wird Vindorfs Annahme durch Etym.Gud. 549, 39ff.: 0alaQiTrig (sic!), i]A9rjvä'