Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2243-2244
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2243 Phalis

Phalis (Φάλις) 1) zweifelhafter Name einesKönigs von Sidon , Hictys 1, 18; s. Hederichz. d. S. 2) Bei Quint. Smyrn. 10, 89 vermutetFriedemann bei Spitzner, Oe vers. Graec. heroico3ti2 statt Φύαις aus metrischen Gründen Φάλις.Als Personennamen ist Φάλις bezeugt bei Flut,praec. reip. ger. 32. [Höfer.j

Plialkes (Φάλκης), 1) ein Führer der Troer,fällt durch Antilochos, 11. 13, 791. 14, 513.2) Fürst der sauromatischen Coralli in demHeere des gegen seinen Bruder Aietes kriegen-den Perses, Val. Fl. 6, 88. 245. 554. 3) Sohndes Temenos, Vater des Rhegnidas, Heraklide,eroberte in der Nacht von Argos aus die StadtSikyon , teilte aber mit dem bisherigen König,dem Herakliden Lakestades, die Herrschaft.Der Hera Prodromia baute er in Sikyon einenTempel, weil sie ihm von Argos vorwandelndden Weg dahin gezeigt hatte. Paus. 2, 6, 4.2, 11, 2. 2, 13, 1; vgl. Scymn. 528. Strab. 8,389 (die Quelle ist Fphoros, s. Müller, Fr.hist. gr. 1 p. 237, Ephor, fr. 16). Müller, Hör.1, 79. Curtius, Pelop. 2, 484. 496. JBusolt,Gr. Gesch, 1 ! , 215. Br hatte vorher mit seinenBrüdern den Vater Temenos, weil dieser seinerTochter Hyrnetho u. ihrem Gemahl De'iphontesdie Herrschaft von Argos zuwenden wollte,beim Baden überfallen lassen, so dafs er in-folge seiner Wunden starb, Nicol. Dam. fr. 38(Müller, Fr. hist. gr. 3 p. 376). I)iod. fr. b 4.Müller, Fr. h. gr. 2 praef. 8. Paus. 2, 19, 1.Als er mit seinem Bruder Kerynes die SchwesterHyrnetho dem De'iphontes aus Epidauros ent-führen wollte, tötete er sie, während er mitdem nacheilenden De'iphontes um sie rang,Paus. 2, 28, 3; s. De'iphontes. [Stoll.]

Phallen (Φαλλήν). Nach der Kultlegendevon Methymna zogen einst Fischer in ihrenNetzen ein τιρόσωτιον (s. unten) ίλαΐας ξύλουττεποιημόνον mit einem zwar göttlichen, aberfremdländischen und den griechischen Götternnicht eigenen Ausdruck aus dem Meere. AufAnfrage beim delphischen Orakel gebot diePythia den Methvmnaiern , Διόνυσον Κε-φαλλήνα zu verehren, worauf diese das imMeere gefundene Bildnis behielten und ihmeinen Kult weihten, ein ehernes Abbild abernach Delphoi stifteten, Paus. 10, 19, 3. Die-selbe Erzählung von der Auffindung des Bildesfindet sich auch bei Euseb. praep. ev. 5, 36zugleich mit dem Orakel (dies auch bei Theodor,graec. affect. cur. p. 141, 34; vgl. Orac. Graec.coli. Hendefs, Hiss. phil. Hai. 4, 177 p. 92):Αλλά κε Μ'η&ύμνης ναεταις τιολύ λώιον ΙσταιΦαλλη ν'ον τιμώ σι Διωνύαοιο κάρ-ηνον.Dann fährt Eusebius fort; ϋύουσι γάρ cd πόλειςκαι τελετάς άγουαιν ον μόνον φαλλην οϊςΔιωνύσοιο καρήνοις κ. τ. X. (das folgendeist nicht heil überliefert, kommt jedoch hiernicht in Betracht). Der Διόνυσος Κεφαλλήνwar schon von Zoega, He origine et usu obelis-corurn 229, 15 beanstandet worden. Lobeck,Aglaopham, 1086f. (nb: Die Signatur 1086 u. s.w.findet sich zweimal; hier ist die erste gemeint!)erkannte die Übereinstimmung des Berichtesdes Pausanias und des Eusebius und setztean beiden Stellen das Epitheton Φαλλήν, -ήνοςein, das sich zu Φάλης, -ψυς verhält, wie ίρπήν,

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-ήνος zu ερπης, -ητ og, also bei Paus. Διόνυ-σον Φαλλήν a, im Orakel Φ>αλλήνος τιμωσι,und dann weiter ον μόνον ΦαΧΧήνος Δ ίω-ν να ο ιο καρήνοις. Die Emendation Lobeckshat allgemeine Zustimmung gefunden, vgl.aufser den Ausgaben und Handbüchern Welcher,Nachtr. z. Trilogie 189, 20. Gerhard, Hyperbor.röm. Stud. 2, 270, 145a. O. Müller, Handb.d. ArchP 67 p. 46. 383, 3 p. 595. Newton undllirch, Arch. Zeit 11 (1853), 125. G. Hindorfim Thesaur. s. v. Φαλλήν. F. Back, Jahrb. f.klass. Phil. 135 (1887), 442, 17. Bohde, Psyche2 2 , 54, 3. Wenn man aber bedenkt, dafs 1) beiPaus, von einem πράσωπον die Rede ist,also von einem Antlitz, Haupt ( S. Beinach, Corr.hell. 7 [1883], 40, 5 erklärt allerdings π-ρόσω-itov hier als ξόανον) und 2), dafs bei Euseb.zweimal von einem Φαλλήνος Διονύσου κά-ρηνον die Rede ist, so läfst sich vielleicht dieLesart bei Paus. Διόνυσον Κεφαλλήνα so er-klären, dafs ursprünglich dastand ΔιονύσουκεφαλήνΦαλλήνος-, daraus konnte wegen derunmittelbar auf einander folgenden Worte κε-φαλήν ΦαΧΧήνος sehr leicht entstehen Διο-νύσου ΚεφαΧΧήνος, und dann mufste der sosinnlos gewordene Genetiv in den Acc. Διόνυ-σον ΚεφαΖλήνα verwandelt werden. Die aufdieser Lesart fui'senden oberflächlichen Behaup-tungen von de Gubernatis, La mythol. desplantes2, 260 und Murr, Hie Pflanzenwelt in d. griech,Mythol. 45, dals die Kephallenier fe Bild desBakchos aus einem Olivenstamm gearbeitethätten, sind zurückgewiesen worden von H. Ro-bert, Her zahme Ol,bäum in d. relig. Vorstell,d. Griech. (Progr. Maximilian-Gymn. München 1894) S. 23, 1. Mit Wahrscheinlichkeit beziehtBeinach a. a. O. 40 die auf einer Inschrift ausMethymna (ebend. 38) an den Dionipsien er-wähnte αγάλματος τιεριφορά auf die Prozession,in der das Bild des Dionysos Phallen getragenwurde; über weiteren Dionysoskult in Mlethymnaund (dem gleich zu erwähnenden) Auitissa s.Maafs, Hermes 23 (1888), 75 (74, 2); vgl. Corr.hell. 1880, 441. Auf Münzen von Antissa mitder Darstellung eines Hauptes imit Spitzbart,die Eckhel, Hoctr. num. vet. 2, 501 in merk-würdiger Übereinstimmung mit der (von ihmnicht herangezogenen) Stelle dies Pausanias(ι ίό'έαν τιαρείχετο . . . ξόνην) fohgendermafsenbeschreibt: caput promissa harbai in cuspidemabeunte, ceterum peregrino cultu (abg. Gardner,The types of greek coins pl. 15, 12. Wroth,Cat. of greek coins Brit. Mus. Aeolis pl. 35, 11.13) erkennen Gardner p. 79. Head Hist. num.485. Imhoof-Blumer, Griech, Münzen 633 dasHaupt des Dionysos Phallen, während Wrotha. a. O. Introd. LXXV1II eine solche Bezieh-ung für unsicher hält, Back a. a. O. lieber denHermes erkennen möchte. Auch auf Münzenvon Methymna findet sich der Dionysos Phallennach Imhoof-Blumer , Ztschr. f. Num. 20 (1897),285. Back a. a. 0., vgl. auch Newton-Bircha.a. 0. Wroth, Introd. LXIX. Eine ansprechendeVermutung von 0. Gruppe, Roschers Lex. 3S. 1093, 68 ff. sieht in der oben mitgeteiltenKultlegende ein Analogon zu der Sage vondem schwimmenden Haupte des Orpheus. Vgl.Phales. [Höfer.j

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