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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2251-2252
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2251 Phanes (Mythen)

Als dann Zeus die ganze Welt auf Rat derNyx verschlingt, war auch Ph .' im Leihe desZeus {Lobeck, Agl. öl8£f.; fr. 120 ff.): es entstehtaus ihm Dionysos .

Was wir sonst vom orphischen Ph. erfahren,geht teils sicher auf andere Quellen als dieRhapsodien , teils wenigstens nicht sicher aufdiese zurück; indessen ist die Konstanz inner-halb der orphischen Litteratur doch so grofs,dafs die weitaus meisten, auch die nachweis-lich aus anderen Quellen stammenden Angabenüber Ph. sich mit denen der Rhapsodien ver-einigen lassen. Eben deshalb hat sich aber indiesen Angaben wenigstens bis jetzt eine Ent-wickelung nicht nachweisen lassen; es kanndaher auch im folgenden lediglich eine Über-sicht über die verschiedenen Überlieferungs-gruppen gegeben werden.

2) die sogen. Theogonie χατά'Ελλάν ixovxaV Ιερώνυμ,ον und die orphischen Fragmentein Athenagoras πρεαβεία, deren Zugehörigkeitzu jenen auch jetzt noch sehr wahrscheinlichist (oben Sp. 1141, 18 ff.), obwohl nach Jjobeck,Agl. 493 Athenagoras vielmehr von den Rhapso-dien abhängt. Nach dieser Theogonie, dieιλύς und ύλη an den Anfang stellt, ist dasWeltei, das den Ph. aus sich hervorgehenläfst, durch Herakles, der dem Chronos gleich-gesetzt wird, hervorgebracht. Ph. heifst wiein den Rhapsodien -πρωτόγονος und soll auchZeus Diataktor und Pan genannt gewesen sein(fr. 36; Lobeck,Agl. 487). Seine Gestalt wirdin wesentlicher Übereinstimmung mit den Rhap-sodien , aber doch mit zum Teil etwas anderenZügen beschrieben, als sie wenigstens in derenBruchstücken erhalten sind: fffog άαώματοςπτέρυγας έπι των ώμων ε^ων χρυαας, og έν μενταΐς λαγόαι προβπεφνχνιας είχε ταύρων (hiervermutet Lobeck, Agl. 486* den Ausfall mehrereranderer Tiernamen im Genet.) χεφαλάς επί δετής χεφαλής δράχοντα πελώρια, παντοδαπαΐςμορφαΐς 9ηρίων Ινδαλλόμενον ( Damask ., άπ.

381 Κ. Lobeck, Agl 486; fr. 37 Ab.). In derverstümmelten Stelle des Athenag., πρεοβ. 86 0.= 21, 1 Schic, heifst der aus dem Ei Geboreneffsog γη[γήι] δι(ά) δώματος, wofür Platt, Joiirn.ο/'ρ/ϋ126,1899,230 fffog Γή άαώματος schreibenwill. Letzteres ist unwahrscheinlich, da Athe-nagoras 96 Otto = 23, 17 Schw. mit denWortenό ix τον άοϋ προχυ&είς auf προήλ&ε δε xalfffog zurückzuweisen scheint, der demnach, wieauch fast allgemein angenommen wird, denhier in der That kaum zu entbehrenden Ph. be-zeichnet. Gomperz vermutete fffog y ( τρίτος )ήδη άοώματος, da es in dem Bericht des Damask.

382 an dieser Stelle der hieronymianischen Theo-gonie heifst xal τρίτον έπι τούτοις ϋεον άαώ-ματον. Indessen bezieht sich hier τρίτος aufdie offenbar erst von einem Neoplatoniker indie Stelle hineingetragene Triadenlehre, dieAthenagoras Quelle nicht gekannt haben kann;auch sind die beiden anderen Naturen, dieDamaskios der dritten gegenüberstellt, wie esscheint, die männliche und weibliche Kraft desPh. ; dagegen müfste sich bei Athenagoras άαώ-ματος entweder auf Himmel und Erde oder aufzwei andere, früher genannte ffsol άσώματοιbeziehen. Bei beiden Annahmen, von denen

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übrigens jede noch in weitere Schwierigkeitenverwickelt, geht die Übereinstimmung mit Da-maskios, die den Ausgangspunkt der Vermutungbildet, wieder verloren. Es kommt hinzu, dafsάαώματος, wofür Lübeck , Agl. 487*, dem sichZeller, Phil. d. Gr. I 6 , 92, 5; Dieterich Abrax.

48, 4 u. Susemihl, Ind. lect., Greifswald 1889 S. Ymit Recht anschliefsen, διβώματος vorgeschlagenhat, auch bei Damaskios bedenklich ist. Ausdiesem Grund ist auch die Vermutung von Dielsbei Kern, Orph. Epim. Pherec. theog. 25, 32, derπτηνύς άαώματος, und Kerns eigene Vermutung,der Μήτις άαώματος schreibt, zurückzuweisen.Andere haben vermutet, dafs γή[ι] durch dop-pelte Sehreibung des vorhergehenden Γή ent-standen und einfach zu lesen sei was Schwartzin den Text gesetzt hat fftog (τις) διβώματος,d. h. 'ein Gott in Zwittergestalt. Dieser Ver-mutung steht dem Sinne nach zunächst, wasSusemihl und Zeller a. a. 0. vermuten: fffosπτηνος διαώματος. Beides ist möglich. Spätererfahren wir zwar nur, dafs der Orpheus desAthenagoras dem Ph. αχήμα δράχοντος gab(96 Otto = 23, 18 Schw.): damit ist aber dochvielleicht vereinbar, dafs auch andere Tier-gestalten in Ph. vereinigt waren. Ob freilichein solches Ungetüm, wie es der Ph. derhieronymianischen Theogonie war, διαώματοςgenannt werden konnte, mufs dahingestelltbleiben. Aus der letzteren Stelle ergiebt sichnoch, dafs Ph. φοβερωπόν έχιδνα-ν zeugte, wo-mit nach Ljobeck, Agl. 493, die Nyx, die dannnicht die erste Zeugung des Ph;. sein könnte(αν δέ Φάνης άλλην γενεήν τεχνιώαατο δεινήν),nach Ο. Kern, Orph., Epim., Phierec. theog. 29, idem sich Zeller, Phil. d. Gr. I 5 ·, 96, 2 anzu- .schliefsen scheint, Echidna gemeint ist.

3) Die orphischen Hymnen nennen den Ph.nicht mit Namen, aber als Πρωτόγονες (nichtΠρωτογόνος, wie Abel drucken läfst) feiert ihnHymn . 6, dessen Inhalt in dem grofsem PariserZauberpap. v. 1747 ff. ( Dieterich Ahr. 13,2ff.) wie-derkehrt. Die Angaben, die hier über ihn gemachtwerden, stimmen, wie namentlich Kern, Herrn.

24, 502 ff. betont, zu den Rhapsodien; vgl. v. 2χρναέ-ηαιν άγαλλόμενον πτερνγεβαι iund v. 7 πάντηδινηϋεις πτερύγων ριπαΐς χατά χόιαμον (Zauber-papyrus: τον διατείναντα τάς έαιυτοΰ πτέρυγαςεις τον αύμπαντα χόαμον, χρυααπτέρυγε) mitfr. 65 χρυαείαις πτερύγεααι φορεύμ,ενος ϊν&α xalέν&α. Der Name αί&ερόπλαγχτος (ν. 1) läfst sichmit dem fragm. 53 (Damask. 1 , 111,17 R.·, Lob., jAgl. 475) vergleichen, wo Χρόνος αί&έρι δίω ώεόν jάργύφεον erschafft, aus dem Ph. hervorgeht. jAuch im Hymnos heifst Ph. aus dem Ei ge-boren (v. 2) und wie in fr. 167, das Macrob.aus einer neoplatonischen Quelle geschöpft hat,Άντανγής (v. 8). (Im Zauberpap. v. 1795 heifst jPh. auch Vater der Nacht.) Als πολύμορφοςwird Ph. im Hymn. 14, 1, als διφυής ebd. 6, 1bezeichnet; das Epitheton ταυροβόας ebd. 6, 3stimmt zu den Stierköpfen, die die Rhapsodiendem Ph. beilegen. Allein alles dies ist für dieRhapsodien nicht charakteristisch; ja, mit Aus-nahme des Namens Antauges kam alles nach-weislich auch in der hieronymianischen Theogonievor, und manches scheint dafür zu sprechen,dafs die Hymnen zwar vielleicht nicht geradezu

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