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diese letzteren wiedergeben, aber ihr doch nahestehen. Der Erzeuger des Eis, aus dem Ph.geboren wird, ist in der Theogonie κατά τον' Ιερώνυμον Chronos oder Herakles : dem ent-spricht es, dafs im Hymn. 12, 3 Heraklesχρόνον πάτερ und 12, 6 παμφάγε, παγγενέτορangeredet wird; beide Ausdrücke erhalten ihreErklärung durch den folgenden Hymnos (13),in dem der als Chronos gefafste Kronos v. όαΐώνος παγγενέτορ und v. 3 os δαπανάς μενΆπαντα καί αΰζεις έμπαΧιν αυτός angeredetwird; es kann demnach nicht bezweifelt werden,dafs der Dichter der Hymnen den Chronos-Herakles kannte, von dem die Exzerpte ausden Rhapsodien nichts wissen. Es kommt hinzu,dafs Kheia, welche in h. 14, 1 Tochter des Pro-togonos heifst, nicht wie in der rhapsodischenTheogonie fr. 106 (vgl. fr. 128 und Hamask.2, 277, 6 jB.) der Demeter gleich gesetzt wird;denn wenn hier auch die Erklärung des Proklosnicht sicher richtig ist und die eigentlicheMeinung des Dichters vielmehr z. B. dahin ge-gangen sein kann, dafs bei der Erneuerungder Welt durch Zeus Rheia als Demeter wie-dergeboren wurde, so würde doch vermutlichselbst eine derartige Verbindung in den Hym-nen wie bei andern Gottheiten, so auch beiDemeter-Rheia irgendwie zum Ausdruck ge-kommen sein, wenn der Dichter sie gekannthätte. Schöpft das Hymnenbuch wirklich aus derhieronymianischen Theogonie, so gewinnt dieVermutung, dafs Ph. hier δισάματος hiefs, einegewisse Bestätigung, da h. 6, 1 Protogonos δι-ψΰης genannt wird.
4) Honnos nennt Ph. πρωτόγονος 79, 141;12, 34), αντόγονος (9, 157) und älter als Kronos(19, 205p Vielleicht eine eigene Erfindung desDichters ist es, dafs die weissagende Hancl desPh. das Weltenschicksal aufgezeichnet habensoll (12, 34).
5) Mehrere Angaben über Ph. finden sichin den Pseudoclementinen·. Homil. 6, 4 (die vonHöldeke, ZHMG 53, 1899, 501 f. veröffentlichteÜbersetzung des Theod. Bar Choni bietet nichtswesentlich Neues), recogn. 10; vgl. Lobeck, Agl.478. Abel (fr. 37 f.) hat diese wenig charak-teristischen Stücke ohne genügenden Grundunter die hieronymianische Theogonie gestellt.Sachlich stimmen sie ebenso gut zu den Rhap-sodien. Das gewaltige Ei platzt zur rechtenZeit (ακμαίου liest Lobeck 479 für das über-lieferte κραμαίου, was Abel wenigstens hätteerwähnen sollen); Ph. ώσπερ έπ’ ακρώρειαςουρανού προκα&έξεται και έν απορρρτοις τονάπειρον περιλάμπει αιώνα, was sich mit fr. 58der Rhapsodien gut vereinigen läfst. Mit den-selben stimmt auch die Angabe, dafs Ph.Himmel und Erde geschaffen (fr. 38), und dererste Teil des folgenden Satzes (ebd.) überein:hunc etiam Phaneta nominarunt ab apparendo,quia, cum apparuisset, inquinnt, tune etiam luxeffulsit, et ex hoc dicunt progenitam esse sub-stantiam, prudentiam, motum, coitum; der zweiteTeil dieser Angabe, deren eigentlicher Sinnerst dann verständlich sein wird, wenn es ge-lingt, die griechischen Äquivalente der un-bestimmten lateinischen Wörter zu gewinnen,gibt nicht die Angaben des Gedichtes selbst
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wieder, sondern eine Ausdeutung irgend welcheruns vielleicht nicht bekannten Angaben des Ge-dichtes.
0) Lact. 1, 5 nennt den πρωτόγονος Φάνηςoder Φαέ&ων, den περίμηκέος A[iff]f£Os υιός(fr. 57 Al·.), den Schöpfer des Himmelshauses(fr. 75 Ab.). Lobeck, Agl. 480 vermutet wegenProkl . Tim. 2, 132 b , fr. 58 Ab., wo Ph. περι-καΧΧέος ΑΙ&έρος υιός heifst, dafs Lactant. aufdasselbe orphische Gedicht anspielt wie dieNeoplatoniker.
7) Als Vater der Nyx erscheint Eros , ον ραΦάνητα δπλότεροι καΧέονσι βροτοί' πρώτος γάρέφάν&η bei Orph. Argon. 15 f. All diese An-gaben sind auch anderweitig bekannt undlassen sich ebenso leicht in den Rhapsodienwie in der hieronymianischen Theogonie unter-bringen.^
Die Übersicht über die Mythen von Ph. hatergeben, dafs die Überlieferung, obwohl litte-rariseh in mindestens zwei Teile gespalten,sachlich in der Hauptsache einheitlich ist. Ebendeshalb vermögen wir nicht festzustellen, obund wie weit die Rhapsodien auch aufserhalbdes Kreises der Neoplatoniker, von denen siewahrscheinlich so oft zitiert werden, gelesenworden sind. Nur von den Hymnen läfst sichmit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an-nehmen, dafs sie eine der hieronymianischenTheogonie näher stehende Entwickelungsphasefesthalten.
b) Die Namen des Phanes.
1) Der Name Phanes selbst ist, wie sichaus dem bisher Bemerkten ergibt, den ver-schiedensten Zweigen der jüngeren, mystischenorphischen Litteratur bekannt. Dafs er in demAuszug der hieronymianischen Theogonie vonDamaskios nicht genannt wird, ist, da für ihnAthenagoras (fr. 41) und auch der Hymnos 6, 8eintreten, wahrscheinlich Zufall. Da Ph., wiewir sehen werden, nur theogonische Bedeutunghat, läfst sich vermuten, dafs er durch eintheogonisches Gedicht in den Kreis der orphi-schen Vorstellungen eingeführt ist. Dafs erbereits in der ältesten krotoniatischen Theogonievorkam (Sp. 1124, 21), konnte früher aus demZeugnis eines der Goldplättchen aus jenerGegend gefolgert werden, wo jedoch nach derneuen Lesung von Hiels, Festschr. f. Gomperz14 überliefert ist: ηΧιεπνρδηιιανταστηινταστην-ιαατοπενικαι α-ηδετυχαιτεφανησπαμμηστοιμοιραι,was Hiels a. a. O. und Fr. d. Vorsokrat. 495nr. 12 so emendiert: 'ΉΧιε πυρ δια πάντ αστηνίαεαι, ors Νίκαις \ ήδε Τνχαις έφάνης [καίόμον I παμμηστορι Μοίρα. Wäre diese Deutungsicher, so fiele der Ph. für die Thontafeln und.dann natürlich auch für die krotoniatischeTheogonie fort. Nun befriedigt der Herstellungs-versuch des zweiten Verses zwar weder demInhalt nach noch hinsichtlich der palaeogra-phischen Wahrscheinlichkeit; immerhin sindwir aber gezwungen, von diesem Zeugnis ab-zusehen. Dafs in einem alten krotoniatischenGedicht der Name Phanes vorkam, wäre an sichnicht unwahrscheinlich, da Kroton den Kultkreisvon Helikon übernommen hat ( Hdb. 96, 2 ff.), wowir Ph. vermutet haben (Sp. 2249, 10). — Nach
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