Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Phanes (Namen)

selbst irgend ein Zusammenhang bestand; auchverbindet schon der Hymnos an den Protogonos,der sonst wie die orphischen Hymnen über-haupt keine sicher neoplatonischen Elementeenthält, schwerlich zufällig πολύμητι πολυαπορε(v. 10). Demnach scheint die Beziehung, inwelcher der zeugende Metis bei den Neo-platonikern, erscheint, ebenso an die Stelleeiner älteren getreten zu sein, wie dies hin-sichtlich anderer Ausdeutungen dieser Philo- isophen bereits gezeigt ist. Näher steht dem,was unserem Dichter vorschwebt, die stoischeVorstellung vom σπερματικός λόγος, nament-lich, wenn "wir ihn als den die übrige, ge-sonderte Materie durchdringenden und siebefruchtenden Weltgeist fassen dürfen, in dennach 31. Aurel. 4, 14 die Seelen der einzelnenzurückkehren. Indessen ist es unwahrschein-lich, dafs die Orphiker die stoische Vorstellungselbst wiedergeben, die nach einer anderen 2Richtung hin ausgebildet ist; vielmehr scheintauch in diesem Punkt die stoische Physik einerälteren Lehre nachgebildet, deren mythischeEinkleidung bei den Orphikern vorliegt.

6) Erikepaios (Erikapaios, über dasVerhältnis der beiden Formen s. Jbb. f. Philol.,Supplementbd. 17, 740,1) wird in der jüngerenorphischen Mystik allgemein dem Ph. gleich-gesetzt; wenn Nonn. Abb. ( Orph. fr. 66 Ab.)zwischen beiden unterscheiden will, so beruht 3dies auf einem Fehler. In der gesamten älterenLitteratur findet sich so wenig eine Spur vonErikepaios wie von Phanes. Dies ist schwer-lich Zufall, da wenigstens die alte Theogonievon zahlreichen Schriftstellern gelesen ist, dieoft auf ihre Lehren hinweisen und mancheGelegenheit hatten, auch des seltsamen Namenszu gedenken. Weniger ist auf das Fehlen desErikepaios in den hier sehr lückenhaften Frag-menten der hieronymianischen Theogonie zu igeben, zumal in dem ihr sonst nahe stehendenhymn. 6, 4 der Name sicher herzustellen ist.Der Name selbst ist bisher nicht erklärt. Manhat in seinem zweiten Teil tob- 'schnappen,'atmen, und dann in seinem ersten entwederΐαρ 'Frühling ( Göttting , de Ericapaeo) oderήρι- 'früh (Hiels bei Kern, Orph. Pher. Epim.theog. 21 f., von Kern a. a. 0. gebilligt, aberspäter, Herrn. 24, 1880, 503, verworfen) findenwollen, was abgesehen von der in diesem Falle 5sehr seltsamen Endung schon deshalb unwahr-scheinlich ist, weil dann die Form Ήριχεπαίοςgar nicht erklärt werden kann. Es ist auchnicht abzusehen, warum Erikapaios nach dem'Frühlingshauch genannt oder als 'früh ver-schluckt bezeichnet sein sollte; die Vereinigungdes Zeus mit Ph. , d. h. die Verschlingung desletzteren findet διά μέθης τής ννκτος statt(fr. 120). Andere haben an phoinikischen( Büchsenschütz , de hymn. Orph. 26, 7; anderes 6bei Zeller, Phil. d. Gr. I 5 , 96, 1) oder an ägyp-tischen ( Zoega, Abh. 261 ff.) Ursprung gedacht.3Ialcd. ehr. 4, 74 Ddf. erklärt Ήρ. als ξωοδοτήρ,Suid.OQy 2 als ζωή-, ersteres halte ich jetzt ausspäter zu erörternden (unten Sp. 2267,' 28ff.)Gründen für richtig.

Fchliefslich müssen wir, um die Aufzählungder Bezeichnungen des Ph. zu vervollständigen,

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hervorheben, dafs er verschiedenen anderenGöttern gleichgesetzt wird:

Dionysos . Deutlich ist die Ausgleichungdieses Gottes mit Ph. in den orphischen Hymnen.52, 6 wird Bakchos πρωτόγον Ήρι/.επαϊε an-geredet, 50, 2 οπέρμο! πολνμνηστον, χολυώνυμε;42, 2 nennt ihn σπέρμα πολνμνηβτοι, πολυώνυ-μον Εύβονλήος (Ενβουλήα?), womi; sich dieAnrede an Ph. σπέρμα πολνμνηστο r 6, 4 ver-gleichen läfst. Da demnach Protogonos hierals Dionysos charakterisiert wird, ist LobecksVermutung ( Agl. 498 f.), dafs Hymn , 6, 7 πάντηδινη&ε'ις auf die Etymologie Αιόνυαος· δινεϊα&αιanspiele, trotz des Widerspruchs von Kern,Herrn. 24, 1889, 503 sehr wahrscheinlich. DieseEtymologie findet sich in orphischen Versen,die 3Iacrob. Seit. 1, 18, 12 f. mitteilt ( Lobeck,Agl. 497; Ab., fr. 167) und in denen, wie wahr-scheinlich im Protogonoshymnos, Ph. als Sonnebezeichnet wird. Diese Gleichsetzung von Ph.-Dionysos-Helios ist aufserdem in dem von 31acr.Sat. 1, 18, 17 erhaltenen Vers (Ab., fr. 169)sowie in einem anderen, den Diod. 1, 11 unddie theosoph. Tabing, bei liuresch, Klar. 96, 21(Ab., fr. 168, 1) überliefern, bezeugt. Auchin den Phapsodien wurde Ph. als Dionysos be-zeichnet (Prokl, Tim. 2, 102 αυτός τε ö An i-ννσος και Φάνης καί- Ήριχεπαϊος συνεχώς ονο-μάζεται; vgl. Lobeck, Agl. 495; Ab., fr. 71).Indessen wird damit nicht der Unterschiedaufgehoben; in Dionysos lebt nach dieser Dich-tung Phanes-Erikepaios wieder auf, und des-halb werden diese Namen auch jenem beigelegt.Es lassen sich daher die Stellen, die Proklosim Auge hat, mit den früher erwähnten nurbedingungsweise vergleichen, zumal die Neo-platoniker die Gleichsetzung des Dionysos undder Sonne nicht vorgefunden zu haben scheinen.

Eubuleus wird Ph. bei Bieter. Sat, 1,18, 12(fr. 167 Ab.) genannt.

Zeus konnte, insofern er mit Ph. durchdessen Verschluckung eins wird, auch mitdessen Namen bezeichnet werden. V'gl. Lobeck,Agl. 496 = fr. 123, 11 Ab. Dies scheint ausden Phapsodien zu stammen, und auf sie be-zieht Lobeck, Agl. 486 f. auch das Exzerpt beiVamask., απ. 382 K. ναύτης dt τής τρίτης τριάδοςτον τρίτον &εόν χαϊ ηδε ή 9εολογία ΙΙρωτόγονονανυμνεί χαϊ Αία χαλεϊ πάντων διατάχτορα καιολον τον κόσμου. Abel (zu fr. 36 und 48) denktdagegen mit Recht an die hieronymianischeTheogonie, von der im Anfang dieses Abschnittesdes Hamasbios die Rede ist; vgl. Gruppe, Gr.Kulte u. Alyth. 1, 633 ff. Dem Dionysos stehtin den orphischen Hymnen

Adonis nahe. Auch er heifst Eubuleus,56, 3, und πολυώνυμος, 56, 1; er wird mann-weiblich genannt, 56, 4, umgekehrt heifst Bak-chos πάρεδρος der Aphrodite , 55, 7, die ihmden Hermes geboren haben soll, 57. 3f. Dem-nach ist auch Adonis , wenngleich nicht nach-weisbar geradezu mit Ph. ausgeglichen, so dochjedenfalls seinem Kreis nahe gebracht und mitVorstellungen ausgestattet worden, die ur-sprünglich von Ph. galten.

Eros. Diese Bezeichnung des Ph., die ineigentümlicher Weise mit dem Namen Metisgepaart zu werden pflegt (ob. Sp. 2258,53), findet