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die Mythen geliefert hat, von denen sie aus-gingen. Rechnet man zu diesen Erwägungennoch das oben Sp. 1142 ff. Bemerkte, so scheintsich mir zu ergeben, dafs die Wahrscheinlich-keit sich zwar ein wenig wenn nicht zu Gunstendes jüngeren Ursprungs des Plianesmythos sodoch wenigstens zu Gunsten seiner späteren Ein-fügung in die orphischen Mythen verschobenhat, dafs aber auch jetzt noch die Entstehunginnerhalb der orphischen Litteratur des 6. Jahrh.mindestens ebenso möglich ist. [Gruppe.]Plianites s. Phantasia.
Phanope (davony), Name zweier Bakehan-tinnen, Heydemann , Satyr- u. Bakchennamen12 A. 25 k mit Litteraturangaben. [Hofer.]Phanos (<Pävog), 1) nebst Staphylos als Sohndes Dionysos und Argonaut genannt bei Apollod.1, 9, 16, 9. Die Änderung Heynes von <I>ävog in< Pllag ist unnötig, da sich derselbe Name —2) auch als Satyrname findet, C. I. G. 4, 7459.Heydemann, Satyr- u. Bakchennamen S. 28 w(vgl. S. 38) mit Litteraturangaben. Nach demBericht von W. Kroll, Berl. Phil. Woehenschr.1893, 142 'erscheint der bei Apollod. a. a. O.vorliegende Satyrname <I>üvog’ auch auf dervon v. Gelder, Album gratulat. in hon. II. v.Herwerden revidierten Theseushydria (C. I. G.4, 7719). Es scheint also — die Schrift v. Geldersliegt mir nicht vor — als ob <I'ävog zu lesensei für den bisher <I>aivinog etc. (s. Phaidimosnr. 3) gelesenen Namen. Zum Accent vgl.Herodian ed. Leute 1, 175, 31. 2, 3, 35. Preller,Seichs. Ber. 4, 159, 25. [Höfer. ]
. Phanosyra fPavoovQa), Tochter des Paion,Gemahlin des Minyas in Orchomenos , dem sieden Orchomenos , Diochthondes und Athamasgebar, Schol. Ap. lihod. 1 , 230. [Stoib]Phanoteus (<I>avorevg) — Panopeus (s. d.und E. Mactfs, Parerga Attica p. 7), Soph.El. 45. 670 und dazu Nauck, Soph. El.Einleit. 7 S. 7. Dittenberger, Sylloge l s , S. 379Anm. 3 zu nr. 236. Auf der Labyadeninschriftheilst er epavorog und Vater der Buzyge (s. d.,wo sie Tochter des Lykos [s. d. nr. lö] genanntwird), Dittenherger a. a. 0. 2 S , nr. 438 -S. 35,196 und Anm. 75. 77; vgl. Anm. 82, wo das inderselbep Inschrift genannte Avxsiov mit demoben erwähnten Heros Lykos in Verbindunggebracht wird. [Höfer.]
Phanothea (<I>avo&£a), Gemahlin des Ikarios,der die Erfindung des heroischen Versmafseszugeschrieben wurde, dem. Alex. Stromat. 1p. 360 Potter. p. 793 Miyne·, andere nanntendie Themis, Clem. Alex. a. a. 0.; andere diePhemonoe (s. d.) Zu Phanothea vgl. O. Jahn,Arch. Beitr. 206. Maafs, Analectei Ercdosth. 135.De Lenaeo et Delphinio ( Ind. Schol. Gryph.1891/92), 9 not. 3 zu p. 8. Welcker, Naehtr.z. Aeschyl. Triologie 223. 230. [Höfer.]Plianotos s. Phanoteus.
Phantasia (<Pavraoia), nach später Sage( Naukrates bei Eust. ad Ilom. Od. 1379, 62ff.vgl. mit Ptol. Ileph. 5 b. Westermann , Mythogr.194, 10 ff.) Dichterin aus Memphis, Tochter desNikarchos, Verfasserin der Ilias und Odyssee.Die von ihr im Tempel des Hephaistos depo-nierten Gedichte soll der Priester fpavizys demHomer ausgeliefert haben, der daraus seine
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Ilias und Odyssee kompiliert habe. Die NamenΦαντασία und ’Ρανίτης 'der Zeiger’ sind zurGenüge durchsichtig. [Höfer.]
Phantasion s. Phantasos.
Phantasios (Φαντύατοί) , Beiname de3 Zeus,Anonymes Laurent, in Anecd. rar. ed. Schoell-Studemund 1, 267, 96. Der Name bezeichnetden Zeus als den Sender der φαντάσματα(vgl. d. Art. Oneiros S. 904, 4 ff.) und hat eineAnalogie in dem Zeus Τεράατι. og (s. d.). [Höfer],
Pliantasos {Φάνταοος), einer der TraumgötterOvids (Met . 11, 642), vgl.Bd. 3 Oneiros Sp.902,39.Darnach bildete Lucian (y. li. 2, 33) seinen Φαν-τασίαν, Koscher, Ephialtes 67, 203. Bei Hyg.f. praef. 9, 5 Schm, will Bunte für Epapliuslesen Pbantasus; mehr bei Koscher a. a. O. 52,149. [Höfer.]
Phante s. Phartis.
Pliantes (<I’avvgg), ein Sohn des Aigyptos,vermählt mit der Danaide Theano , Apollod.
2, 1, 5. [Stoll.]
Phaon ίρΡάων, eovog). Die litterarische Über-lieferung geht hauptsächlich auf die attischeKomödie, die alte und neue, zurück, die ihrer-seits ein älteres Novellenmotiv umgestalteteund der römischen Dichtung, z. T. durch Ver-mittlung der hellenistischen, den Stoff vererbthat. — Nach einer bei Aelian Var. hist. 12, 18;Serv. ad Verg. Aen. 3, 279; Palaeph. 49 er-haltenen lesbischen Volkssage war Ph. eingreiser, biederer (so Palaeph.) Fährmann undsetzte einstmals Aphrodite, die die Gestalteines alten Mütterchens angenommen hatte(so Sen·. Palaeph. ), um Gotteslohn über, nachServ. von Lesbos nach dem Festlande. AusDankbarkeit schenkte ihm die Göttin einFläschchen mit köstlichem »Salböl, womit ersich täglich salbte. Er gewann dadurch herr-liche Schönheit und die Liebe der Weiber vonMytilene. Aelian fügt hinzu, dafs er schliefs-lich, auf einem Ehebruch ertappt, getötetworden sei. Lukianos (Dial.. mort. 9„ 2) läfstihn die Aphrodite aus Ohiois übersetzen undebenfalls durch sie verjüngtt werden; einenChier nennt er ihn auch Nawig. 43. — IhrenLiebling, den schönsten der Menschen, verbargAphrodite bei Kratinos (fr. 3:30 K.) in Lattich,wohl aus Eifersucht, um ihm spröde zu er-halten (Athen . 2 p. 09, wo ähnliches auch vonAdonis berichtet wird), naclh andrer Versionin jungen Gerstenhalmen (ίν χλόη κριτών, soder jüngere Marsyas ebd.). Näheres über dieKomödie des Kratinos ist nicht bekannt,ebensowenig, wie der Stoff im Phaon des \Antiphanes behandelt war. Aus den Frag- imenten des gleichnamigen Stückes von Platon j(aufgeführt Ol. 97, 1) geht hervor, dafs der iHeld darin von zahlreichen liebestolleu Wei- jbern bestürmt wurde; Aphrodite liefe sie aber jnur unter gewissen Bedingungen zu: 1 , 186. (2, 672ff. Mein. 1, 645 fr. 173ff. K. |
Einer Anspielung auf die Verbindung desPh. mit der Dichterin Sappho begegnen wirzuerst in der Λενκαδία des Menandros, nachdem S. Turpilius ein gleichnamiges Stückverfafst hatte. Vom leukadischen Vorgebirge,der Siidspitze der Insel Leukas , biefs es beijenem: Ου δη λίγεται πρώτη Σαπφώ Τον
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