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vithQxognov &r\Q&oci Ütdcov’ OletQ&vtiTto9cp Qi'ipai TthzQCtg cato trilstpavovg F. G. G. 4,158 M. 3, 89 fr. 312 K. Ob Rihbeck mit seinerRekonstruktion der 'Leucadia’ des lurpüiusdas Richtige getroffen hat ( Jahrb. f. dass.Phil. 69 [1854] S. 34ff.; Comic. Bom. reliq. sS. 113ff.; Gesch. d. röm. Dichtung 1 , 164f.),ist mir zweifelhaft. Ich vermisse den Beweis,dafs Phaon oder gar Sappho darin oder beiMenandros aufgetreten sind. Das 'Mädchenvon Leukas’ wurde allerdings ihrem Liebhaberuntreu und stürzte sich in blinder Leiden-schaft für einen Unwürdigen wohl ins Meer,woraus sie dann jener früher Geliebte für sichrettete und als Gattin heimgeführt haben wird.Aber die lesbische Geschichte vom FergenPhaon, Aphrodites Günstling, ebenso die weitereErzählung von seiner Sprödigkeit sowie vonSapphos Liebesnot und Sprung vom Felsen —alles das scheint mir nur als Analogie bei-läufig erwähnt worden zu sein. Auch davonsteht nichts in den Fragmenten, dafs Ph.Stifter des Tempels des Apollon Asvxdragauf dem Felsen des Vorgebirges gewesen sei(so Preller-Robert, Griech. Mythol. 1 4 S. 260);dagegen wurde er in beiden Komödien alsGründer eines dortigen Aphroditeheiligtumsgenannt, während Varro dieselbe Gründungauf Aeneas zurückführte'(Ser», a. a. 0.; Dionys.>· Hai. 1, 50 verlegt die Gründung des Aphro-ditetempels durch Aeneas auf ein Eilandzwischen der Stadt Leukas und dem Festlande;vgl. Klausen , Aeneas u. die Penaten 1, 397ff.).
Die Überlieferung von der feurigen, aberunglücklichen Liebe Sapphos zu dem schönenJüngling I’h., der ebenso igdagiog wie VTtSQy-q>avog war, tritt noch wiederholt auf; in denBruchstücken ihrer Dichtung findet sie freilichkeinerlei Stütze (vgl. K. 0. Müller, Geschieht,d. griech, JAtt. I 4 , 292; Hoerschelmann, Fleckeis.Jahrb. 1891 S. 577f.; anders Bergk zu frgm. 29und ganz bodenlos Jo. Lunäk, Quaest. Sapph.,Kasan 1888 S. 66 ff.). Bei Plaut. Mil. glor.1246 f. schmeichelt der Parasit dem Pjrgopo-linices mit seiner Unwiderstehlichkeit: Namnulli mortali scio obtigisse hoc nisi duobus,libi et Phaoni Lesbio. Im einzelnen erscheintl dann das Verhältnis ausgemalt in der Heroidei Sappho Phaoni, wo die verlassene Dichterinden nach Sicilien entwichenen Geliebten be-schwört wiederzukehren; sonst wolle sie denRat einer Najade befolgen, die ihr erschienen,und vom Leukadischen Felsen springen, umvon ihrer Liebesglut geheilt zu werden. DemBriefe liegt eine alexandrinische Quelle zuGrunde ( Comparetti, Saffo e Faone dinanzialla critica storica: Pubblicazioni del R, istit.di studi sup. 2, Firenze 1876), wie Birt, Rh.Mus. 32 (1877) S. 399, 2. 410ff. vermutet,Kallimachos. — Bedenken gegen die Geschichtevon dieser Liebe veranlafsten schon Nymphisvon Herakleia, im TtSQLitXovg Aeiag die Vei - -mutung auszusprechen, nicht die berühmteSappho, sondern eine gleichnamige Hetäre vonEresos habe den Phaon geliebt (Athen . 13p. 596 E; Ael. Var. hist. 12, 19), eine Auskunft,mit der sich auch andre beruhigt haben mögen;vgl. Senec. epist. 88, 37; Zenob. Miller. 3,34 =
Roscher, Lexikon der gr. u. röm. Mythol. III.
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Ps.-Plut. prov. Alex. 1, 29 = Suid. s. v. Φάων,ders. s. v. Σαπφώ.
Welcher war der Meinung, dafs Sappho inder That für einen ' Phaon ’ entflammt war,dieser Name aber, 'der Leuchtende, von Schön-heit Glänzende’, dem Geliebten allein in ihrenGedichten gegeben sei, Kl. Sehr. 2, 110; Rh.Mus. N. F. 18 (1863) S. ,241 ff. Dem Sprungvom Leukadischen Felsen, durch den sie ihrerLiebesqual ein Ende gemacht haben soll,wollte K. 0. Müller mit einem Brauche beimFeste des Apollon Leukates in Beziehungbringen: ήν Sh και πάτριον τοΐς AsvxaSloigκατ’ ένιαντον έν rfj frvaia τον ’ΑπόΧΧωνος άποτης ακοπης ριπτείσ&αί τινο: των έν αίτίαις’ύντων αποτροπής χάριν Strab. 10 S. 452; vgl.Dorier 1 2 , 233; Gesch. der griech. Litt.. I 4 ,292f.; in dem von Aphrodite und Phaon Über-lieferten erkannte er eine Version der Adouis-sage und hielt Ph. für identisch mit jenemPhaethon (s. d.), dem Sohne der Eos und desKephalos, den Aphrodite nach Hesiod , Theog.986ff. als zarten Knaben raubte und zumHüter ihrer Tempel machte, v. Wilamowitz ,Gott . gel. Anz. 1896 S. 633 .erklärt Ph. wieΦαέ&ων als den Stern Aphrodites, den inihren Liedern Sappho verherrlicht habe. 'Ihnlieben heifst sich in unbefriedigtem Sehnenverzehren — da hilft höchstens der Sprung indas Meer des Vergessens. Einen Phaon liebtman wie man die Sterne liebt, um mit Goethezu reden.’ Usener endlich betrachtet ihn als'den göttlichen Fährmann, der die Seligenvom leukadischen' Felsen aus über den Okeanos zum Lichtland der Götter steuert’. Der Sehn-sucht nach diesem Phaon, der sie über denGötterstrom hinüberfahren sollte, habe dieDichterin Ausdruck gegeben — so spinntUsener seine geistreiche Hypothese weiter —und dabei auch vom Leukadischen Felsen ge-sprochen; daran habe später die alte Komödieangeknüpft (Götternamen S. 328 f.; SintßutsagenS. 215; s. auch 0. Waser, Charon, Charun,Charos S. 11).
Es ist sehr zu bedauern, dafs bisher nurVermutungen darüber aufgestellt werden konn-ten, auf welche Weise der Held der lesbischenLegende mit der lesbischen Sängerin verknüpftworden sei; immerhin liegt die Möglichkeitvor, dafs dieses Dunkel einmal durch denFund eines neuen Liedes der Sappho ge-lichtet wird.
Ph. als Liebling der Frauen ist mehrfachnach griechischem Vorbild auf etruskischenSpiegeln dargestellt. Auf einem derselben imMuseo Gregoriano (Gerhard-Kode, Etr. Sp. 4Taf. 323, vgl. 5, S. 40f. und Helbig - Reisch,Führer 2 2, 372 nr. 1373) erscheint er (Phanu)mit drei jugendlichen (Euturpa, Eris, Alpnu),die sich um seine Gunst bemühen, und eineralten (Arlae), die eine warnende Geberdemacht. Vgl. 4 Taf. 407 (Phaun, Rutapis, Sle-paris, nach Corssen, Spr. d, Etrusk . 1 , 243Orpheus inmitten thrakischer Frauen) und engverwandt 5 Taf. 32, wo der schöne Jüngling(Phaun) die Leier spielt und eine der Frauen(Evrphia, s. d. Artikel Bd. 1 Sp. 1441) tanzt,während eine andere zuhört. S. Art. Phaun.
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