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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2275-2276
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2275 Pliape

Auf dem attischen Krater von San Martino{Gerhard, Ant. Btldw. Taf. 59) wollte Panofka(Abh. d. Berl. Äkad. 1849 S. 104) Pliaon undSappho erkennen, A. Schöne (Symbol. philol.Bonn . S. 761) die Spur eines sonst unbe-zeugten Mythus von Phaon und Philomele.Doch bezieht sich die Darstellung vielmehrauf die Begegnung der Aphrodite mit Adonis (s. Wernicke oben Sp. 1472). Ebenso ist vonder Berliner Terracotte abzusehen, die Panofka(Terracotten des Berl. Mus. S. 127) als 'Aphro-dite und Ph. in liebender Umarmung deutete.

[J. Ilberg.]

Pliape, Phapie = Paphia, Beiname derAphrodite , vgl. Φάπην ( Φαπίην ) την ΙΙαφνην,Hesych. Lobeck, Pathol. elem, 1, 527. [Höfer.]Pharaklos s. Phalakros.

Pharangeus? (äkreJccyf/jEiis). Nach der Er-gänzung von Puchstein, Beschreibung d. Skulpt.aus Pergamon , Gigantomachie 9; vgl. Tafel 3und Frankel, Die In sehr, von Pergamon 1,123 S. 67: ' Φαραγγενς 'Kluftmann erinnertan den gleichfalls pergamenischen GigantenΧαρ]α<5'ρεήρ. Statt Φαραγγενς ergänzt Heyde-mann, Gigantomachie auf einer Vase aus Alta-mura S. 11 Anm. 46 und nach ihm M. Mayer,Gig. u. Tit. 189. 253 Σηρ]αγγενς. [Höfer.]Pliarax (Φάραξ), Vater des Kyanippos (s. d.nr. 3), Parthen. 10. [Höfer.]

Pliarbaitliites Nomos s. Lokalpersoniüka-tionen u. Froehner, Le Korne sur les Monnaiesd'Egypte = Extrait de lAnnuaire de la Soc.de Kumism. 1890. [Roscher.]

Pliare (Φάρη?), 1) nach Pott, Jahrb. f. klass.Phil. Suppl. 3, 313 Gemahlin des Neleus undzwar nach Potts Angabe im Schol. Apoll. Bhod.1, 156. Doch findet sich weder an dieser Stellenoch überhaupt in den Scholien zu Apoll. Bhod.-- wenigstens in der Ausgabe von Keil derName Φάρη. 2) s. Phartis [Höfer.]

Pliaretre (Φαρέτρη), Amazone, GefährtinPenthesileas , Tzetz. Posth. 178. [Klüginann.]

< Pharia (Φαριά), Beiname 1) der Isis s. Bd. 2s. v. Isis Sp. 479, 41 ff. und Usener, Legended. hlg. Pelagia XXIV. 2) der Demeter (Ceres)s. Bd. 2 a. a. 0. S. 480, 26 ff. [Höfer.]

Pkaridas (Φαρίδας), ein mythischer Sängeraus Lakonien , Schüler des Perimedes (s. d. nr. 5)aus Argos, Demetr. Phaler. b. Schol. Od. 3, 267.Eustath. 1466, 59. [Stoll.]

Pilaris (Φ&ρις) u. Pliares ( Φάρης ), der Grün-der der messenischen Stadt Pharai, Sohn desHermes und der Phylodameia, einer Tochterdes Danaos, Paus. 4, 30, 2. Phares heifst er beiPaus. 7, 22, 3, der auch einen Phares als Oikistdes achäischen Pharai anzunehmen scheint.

[Stoll.]

Phariiiakeia(ä>aegD:«Eia, so aecent. b .TimaeusLex. Flat. s. v., nach Lobeck Pathol. p. 42richtiger Φαρμακεία), Gespielin und Begleiterinder Oreithyia, als diese von Boreas am llissosgeraubt wurde, Flat. Phaedr. 229 c. Die altenErklärer gaben sie für die Nymphe einer Quellein Attika aus, deren Wasser tötete, andere er-klärten Pharmakeia für einen Ort, wo die derZauberei Überführten getötet wurden, TimaeusLex. Flat. s. v. Theon. Prog. 6. Welcher, A.Denkm. 3, 151 ff. 155. Heyne, Obss. ad Apollod.

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p. 335. S. die neueren Erklärer zu der pla-tonischen Stelle. [Stoll.]

Pharmakentriai = Pharmakides (s. d.).

Φαρμακίλες. Zu Theben zeigte man alteBilder von Frauen, welche Φαρμακίδες, Zaube-rinnen genannt wurden. Hera hatte sie ge-sandt, um die Geburt des Herakles zu hemmen;Paus. 9, 11, 2. [Stoll.] Da Nikandros (b. Anton.Liber. 29) erzählt, dafs die Moiren und Eil ei-thyia im Auftrag der Hera die Geburt des Hera-kles verhindert hätten, so hat man unter denΦαρμακίδες der thebanischen Lokalsage inerster Linie die Moiren zu verstehen, die höchstwahrscheinlich auch auf dem Kypseloskasten(Paus. 5, 18, 2) alsPharmakiden d. i. alszwei in Mörsern Glück und Unglück (vgl. dieφάρμακα έαλΧά und λνγρά Odyss. 4, 230) denMenschen bereitende Zauberinnen dargestelltwaren (vgl. auch die beiden in der Giganten-schlacht ihre Mörserkeulen als Watten ge-brauchenden Moiren b. Apd. 1,6,2; vgl. Paus. 10,28,5).Auf dieseWeise erhalten wir zugleich eineweitere treffende Parallele zu dem die beiden be-nachbarten Bilder des Kypseloskastens beherr-schenden Dualismus, und zu Hypnos und Thana-tos, Dike und Adikia gesellen sich die beidenMoiren des Glücks und Unglücks (vgl. Hesiod .Theog. 218 219 = 904 904: Μοίρας] αΐτεβροτοϊαι I γεινομε'νοιαι διδοϋαιν ίχειν άγα&όντε κακόν τε), wobei auch wohl zu beachtenist, dafs nach Hesiod Theog. 217. Stob. ecl.1 S. 177 H. und Hygin. f. S. 26 Bunte dieMoiren Schwestern des Hypnos und Thanatosund Töchter der Nacht, nach Hes. Theog. 902 f.und Apollod. 1, 3, 1 aber auch Schwestern derDike sein sollten. Vgl. Roscher im Philologus1888 S. 703ff. u, unt. Sp. 2283f, [Roscher.]

Pharmakos ( Φαρμαχός ). Als aitiologisclieLegende für die Opferung der sogenanntenφαρμακοί (s. unten) an den Thargelien berich-tete Istros fr. 33 F. H. G. 1 422 f. (bei Har-pokrat. Phot. Etym. M. Suid.. s. v. Φαρμαχός),dafs ein Mann, mit Namen Pharmakos, vonAchilleus νπο των περί nbv ΆχιΧΧία stehtbei Istros, doch bedeutet der Ausdruck oi περίΑχιΧΧεα s. v. a. ΑχιΧΧενς, vgl. Lehrs, Quaest.epicae 28 not. beim Diebstahl von Schalen(ι ψιάλαι) , die dem Apollo geheiligt waren, er-tappt und gesteinigt wurde; καί τα τοϊς Θαρ-γηΧίοις άγόμενα τούτων απομιμήματά ίατιν, heifstes weiter. Zur Würdigung dieses Berichtesbedarf es einer zusammenfassenden Darstellungder für das Institut der φαρμακοί überliefertenBräuche.

Litteratur: Suchier, De victimis humanisapud Graecos (Hanau 1848) S. 37 ff. Mercklin,Die Tdlossage u. das sardonische Lachen 26 ff.= Mem. de lAcad. d. St. Petersb., Savantsetrangers, 7, 62 ff. O. Müller , Dorier 1, 326 f.vgl. 232 f. 259 f. Stengel, Hermes 22 (1887),86 ff. 647, 1. Griech. Kultusaltert. 2 117. 213.Mannhardt , Mytholog . Forschungen 124 ff.Toepffer, Rh, Mus. 43 (1888), 142 ff. v. Prott,Bursians Jahresber. 102 (1899), 117 ff. Usener,Der Stoff des gr. Epos (Sitzungsber. d. lc. Ak,d, W. in Wien 137 [1897], 3), 42 ff. bes. 59 ff.Rohde, Psyche 2 2 , 78, 2. Lipsius-Schoemann,Griech. Altert. 2 4 , 259. 472. J. Harrison, Pro-

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