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Pharnakes
Pharo
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geheiratet und mit ihr den Kinyras gezeugthabe; der Name dieser Tochter lautet in denmeisten Handschr. Θανάχι j, nur zwei Parisinibieten Θαινάχη. Das von Muncker dafür ein-gesetzte Φαρνάχη ist von allen späteren Heraus-gebern aufgenommen und auch von E. Meyer,Ztschr. d, d. morg. Gesellsch, 31 (1877), 737, 3gebilligt worden; nur Movers, Die Phönizier1, 459, 3 behielt das überlieferte Θανάχη bei,das er = Tanais (Tanit, Anaitis)^ setzte. Beider dürftigen und z. T. korrupten Überlieferungist eine Entscheidung nicht zu treffen. Dochdürfte dem überlieferten Θανάχη paläographischnäher Φανάχη kommen, das durch den mysi-schen Namen des Dionysos , Φανάχης (s. d.),eine gute Stütze findet. [Höfer.]
Pharnakes s. Pharnaku.
Pharnaku ( Φαρνάχον ), Beiname des Men; s.Bd. 2 S. 2690. 27S2, wo nachzutragen istF. Kretschmer, Einleitung in d, Gesch. d. gr. 2Sprache 198 Anm., der darauf hinweist, dafs,wenn der Mondgott in Kappadokien und MysienΦαρνάχης geheifsen hätte (so Iusti, Altiran.Namenbuch s. v. und die Litteratur Bd. 2 S. 2752,18 ff.), man Μην Φαρνάχης, nicht Φαρνάχονerwarten würde. Ausgehend von dem könig-lichen Schwur der pontisehen Fürsten (Bd. 2S. 2690, 8) bei τύχην βαβιλέως xal Μήνα Φαρ-νάχον und der Erwägung, dafs Φαρνάχης derName des Stammvaters der kappadokischenKönige ( Diod. 31, 19, 1) und zweier pontisehen■ Pürsten war, kommt Kretschmer zu dem Resultat,dafs τύχη βαβιλέως und Μην Φαρνάχον gleich-bedeutend seien, Μην also = ' τύχη ’ oder etwalat. 'genius’ sei und ursprünglich eine chtho-nische Bedeutung (vgl. den Men χαταχϋ-όνιος)gehabt und mit Seelenkult in Verbindung ge-standen habe. — Eine Münze von Pharnakeiain Pontos zeigt das Brustbild des Men, dieMütze mit Lorbeer bekränzt, an den SchulternGewand und Mondsichel, Imhoof-Blumer, Klein-as. Münzen 1, 5 Taf. 1, 3. [Höfer.]
Pharnos ( Φάρνος ), König von Medien, vonNinos, dem König der Assyrier, in der Schlachtbesiegt, mit seinem Weibe und sieben Kindern; gefangen und gekreuzigt, Diod. 2, 1. Vgl.
; Pharnuchos. [Stoll.J
Pliarnuclios (Φαρνονχος). Bei Tambl. Dram. 9{Phot. bibl. c. 94 p. 756 = Parthenius ed. Passowp. 42) heifst es: λέγει ovv (log iv παρεν&ήχηπερί τον τήρ Αφροδίτης Ιερού , χαι ώς άνάγχηriig γνναϊχας έχεΐβε φοιτώβας άπαγγέλλειν δη-μοβία τά έν τω ναω ανταϊς δρώμενα ίίνειρα' ένφ χαι τά περί Φαρνούχον xal Φαρβίριδοςχαι Ταν ά'ίδο s , &φ’ ον χαι Τάναϊς δ ποτα-μός, λεπτομερώς διεξέρχεται, ζαΐ οτι τά περίτον τόπον χαί τήν χώραν τον Τανάϊδος τοΐςί χατοιχονβιν Αφροδίτης μνβτήρια Τανάϊδος: χαί Φαρβίριδος είβιν. Während Movers,ι Die Phönizier 1, 626 aus den letzten Worten; eine Αφροδίτη Τάναϊς erschlofs, eine An-j sicht, der sich auch Windischmann, Die per-f sische Anahita oder Anaitis in Äbhandl. d.philos.-philo! CI. d. k. bayr. Akad. d. Wiss.
8 (1856), 127 anschlofs, übersetzt v. Gutschmid,Kleine Schriften 3, 266 die Worte χαί οτι τάπερί τον τόπον χτλ. folgendermafsen : 'und dafsdie den Umwohnenden des Ortes und Landes
am Tanais eigentümlichen Mysterien der Aphro-dite von Tanais und Pharsiris herrühren’.Darnach fällt die Aphrodite Tanais weg undwir haben drei Heroen oder Dämonen, Phar-nuchos, Pharsiris und Tanais, letzteren als Epo-nymos des gleichnamigen Flusses, von dessengöttlicher Verehrung bei den Massageten Maxi-mus von Tyros {Diss. 8, 8) berichtet. Den Phar-nuchos erklärte Movers a. a. 0. (vgl. 460) füri einen assyrisch-persischen Sonnengott, identischmit Pharnos (s. d.) und dem von den ponti-schen Königen hoch verehrten Μην Φαρνάχον ;ebenso urteilt Blau, Beiträge zur phönikischenMünzkunde in Ztschr. d. dtsch. morgen! Ges.9 (1855), 87, der auf Münzen von Sinope mitder Darstellung eines Gottes die LegendenPharnakh und Pharnoukh entziffert zu habenglaubt und die Möglichkeit einer Identität vonPharnakes-Pharnos mit Varuna annimmt. GegenMovers erhebt Einspruch Windischmann a. a. 0.mit dem Bemerken, dafs Pharnakes nicht gleichPharnuchos sei, und wäre dies auch der Fall,so sei doch ein Sonnengott Pharnuchos nochnicht so sicher erwiesen. Übrigens seien Φαρ-νούχης oder Φαρνονχος persische Namen [Herod.7, 88. Aesch . Pers. 313), und so deute dieNotiz des lamblichus auf persischen Kultuszurück, den er aber nicht zu vermitteln wisse.Die Gottheit Φάρβιρις vergleicht Movers mitdem skythischen Apollon ΟΙτάβυρις [Herod. 4,95), wo man jetzt aber ΟΙτόσνρος (s. d.) schreibt,und zieht die Glosse bei Hesych. βίρα · Πάρ&οιμέγαλα heran; dagegen erweist v. Gutschmida. a. 0. aus Strabo 16, 785, wo berichtet wird,dafs der Name Παρύβατις eine griechische Ent-stellung des persischen Namens Φάρξιρις ist,ftafs Φάρβιρις ein weibliches Wesen sei. DerName bedeutet nach Pott, Ztschr. d. deutsch ,morgenl. Gesellsch. 13, 442 'von zahlreicherNachkommenschaft’, nach Dagarde, GesammelteÄbhandl. 183 vgl. Armenische Stud. 155 nr. 2287'Glanzgesicht’ = parayhir. Ist es vielleichtmöglich anzunehmen, dafs der zweite Bestand-teil des Wortes Φάρ-βιρις (über die erste Silbefarr = Majestät s. d. A. Pharo, Pharro) den(nach Eust . und Schol. Dion. Per. 14) ein-heimischen Namen des Flusses Tanais — Σίλις— mit Wechsel der Liquiden X und ρ enthält?
[Höfer.]
Pharo, Pharrho {ΦΑΡΟ, ΦΑΡΡΟ), männ-liche Gottheit auf Münzen des Kanerki undOoerki, in verschiedenem Typus dargestellt,bisweilen mit Flügeln, auf der linken Handeinen Berg oder Feuer haltend, Wilson, Arianaantigua 375, 3 Taf. 14, 3. v. Sollet, Die Nach-folger Alexanders d. Grofsen in Baktrien undIndien 198. 206. Gardner, Cat. of indian coinsin the Brit. AIus., Greek and scythic k.mgs ofBaktria and India, Introd. LXIIIf. p. 132, 29pl. 26, 15; p. 150ff pl. 28, 25. 26. 27. 28. 29.30. 31. Nach Georg Hoffmann, Auszüge aussyrischen Alten persischer Märtyrer in Abhandl.f. d. Kunde d. Morgenlandes 7, 3 (1880) S. 1,49ist Φαρρο „für eine Personifikation des zendi-schen livarenaiih 'als Hoheits- und Siegesglanz’zu halten“; ähnlich übersetzt es v. Gutschmid,Geschichte Irans 165 mit 'königliche Majestät’,abgeleitet von zend. hvarenö = persisch farr,