Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2287-2288
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2287 Pharos

vgl. Spiegel , Beiträge z. vergl. Sprachforschung5, 390 ff. Hübschmann, Kuhns Zeitschr. 26, 604.W. Schulze, ebend. 33, 218 Anm. 3. Chr. Lassen,Indische Älterthumskunde 2, 842 leitet Φάροvon Vära, das im Zend. 'Regen bedeutet, abund sieht in dem dargestellten Gott den Ver-breiter des befruchtenden Regens; noch anderehaben Φαρρο von frädha 'Schöpfer abgeleitet;vgl. v. Gutschmid a. a. 0. Anm. 4. [Höfer.]

Pharos (Φάρος ), Steuermann des Menelaos(oder der Helena ), der auf der Insel Pharosbei Alexandria durch den Bifs einer Schlangegetötet und daselbst begraben wurde. Vonihm hatte die Insel ihren Namen, Steph. Byz.s. v. Hekataios b. Herodian. π. uov. Xf|. 2, 36(Müller, Fr. hist. gr. 1 p. 20 fr. 287); vgl.v. Gutschmid , Kleine Schriften 1, 46 u. d. A.Kanobos. Nach Antikleides b. Schol. Od. 4, 355.Eustath. p. 1500, 12 und Oros b. Et. M. s. v.war er von Geschlecht ein Karer, weicher vonder durch Paris entführten Helena gewonnenworden war, sie nach Lakedaimon zu Menelaos zurückzuführen. [Stoll.]

Phnrsalos (ΦάρβαΧος), Sohn des Akrisios,Gründer der thessalischen Stadt Pharsalos ,Steph. Byz. s. v. [Stoll.]

Pharte s. Phartis.

Phartis (Φ'άρτις), Danaide, 'Vermählt mitEury-damas, Apollod. 2, 1, 5; früher las man Φ>άρτη·,Heyne vermutete Φάρη oder Φάντη, HercherΦαιναρέτη. [Höfer.]

Pharygaia (Φαρυγαία), Beiname der inPharygai (dem homerischen Tarplie), einerPflanzstadt des argivischen Pharygai, verehr-ten Hera , Strabo 9, 426. Steph. Byz. s. v.Φαρνγαι. [Höfer.]

Phasiane (Φαβιανή) 1) Die von Arrian.peripl. Pont. Fux. 9, 1 erwähnte Φαβιανή ίΧεός,deren Statue in der Nähe der Mündung desPhasis auf dem rechten Ufer des Flusses sichbefand, wird von Arrian selbst fiir identischmit der Rhea erklärt; die Göttin hielt in derHand ein Kymbalon, zu ihren Fiifsen lagenLöwen, und ihre Haltung glich vollständigdem von Pheidias für das Metroon in Athen gefertigten Standbild der Göttermutter. Vgl.Bd. 2 s. v. Kolchis nr. 2 Sp. 1269 s. v. MeterSp. 2854,46 ff. 2) Beiname der Artemis, Zosim.1, 32 p. 31 ed. Bonn , τιΧηβίον τον Φάβιδος, εν&ακαι τό τής Φαβιανής Άρτέμιδος . . Ιερόν, viel-leicht mit nr. 1 identisch. [Höfer.]

Phasis (Φαβις), 1) Flufsgott in Kolchis , Sohndes Okeanos und der Tethys, Hes. Th. 340.Über seine vermeintliche Darstellung s. Kolchisnr. 2. Er heifst Sohn des Helios und derOkeanine Okyrrhoe und tötete diese, weil ersie im Ehebruch betroffen batte und stürztesich, von den Erinyen rasend gemacht, inden Flufs Arkturos, der nach ihm Phasis ge-nannt ward. Flut, de fluv. 5, 1. Vater desKolchos, Eustath. Dion. Per. 689. Mnaseasb. Schol, Theocr. 13, 75. 2) Φάβις, Troer,von Neoptolemos erschlagen, Quint. Sm. 10,89.

[Stoll.]

Phasithea (Φαβι&έα), eine der drei Töchterdes Leos (s. d.) in Athen , welche sich für dasVater-land opferten, Apost. 10, 53. Schol. Hemosfh.or. 54, 7. Suid. v. Αειοκόριον. Sie heifst Phra-

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sithea b. Phot. v. Asojxoqiov. Arsen, p. 333.Schol. Liban. declam. 27. Praxithea b. Aelian.V. N. 12, 28. [Stoll.]

Pliassos (IPdeeos), einer der Söhne desLykaon, Apollod, 3, 8, 1. [Stoll.]

Phatis (3>cktg) = Pheme (s. d.), Soph. Oed.

B. 151 und Triclin. z. d. St. [Höfer.]

Phasyleia (PaavXua), eine Bakchantin, Toch-ter der Methe, Nonn. Dion. 20, 125. 21, 84.

[Stoll.]

Phatnios (Pdxviof), Beiname des Zeus aufeiner Weihinschrift aus der Nähe von Laodikeiacombusta, Athen . Mittb. 13 (1888), 237, 10.

[Höfer.]

Phaun (gjaun) erscheint als etruskische Formdes griech. Phaon (s. d.; Deecke in BezzenbergersBeitr. 2, 170 n. 106) auf einem Bronzespiegelvon Cerveteri , veröffentlicht von Brunn imBull, dell Inst. 1865, 243 und von Eabretti,

C. I. I. nr. 2346 bis d. Ein zweites Mal habenwir den Namen in der Schreibung faun aufeinem Bronzespiegel unbekannter Herkunft, er-wähnt von Garrucci, Ann. dell Inst. 1861, 169und von Eabretti, C. 1.1. nr. 2513 ter. Auf demSpiegel von Cerveteri sitzt ein Jünglingdiaspetto apollineo (Brunn) mit reicher Krone,mit einem Mantel um die Hüften, in derLinken die Leier, in der Rechten das Plektrum,mit der Beischrift qpaun. Vor ihm, in einenlangen Mantel gehüllt, der bis über den Hinter-kopf reicht, steht auf den Fufsspitzen, als obsie tanzte, eine weibliche Gestalt mit der Bei-schrift evrijpia. Im Hintergründe, wie in Ge-danken versunken und in einen Chiton ge-kleidet, sitzt eine andre weibliche Gestalt ohneBeischrift, die eine Kiste auf dem Schofs undin der Rechten ein discerniculnm hält. Aufdem Spiegel unbekannter Herkunft haben wirgleichfalls drei Personen: zunächst einen sitzen-den Jüngling, mit dem Pallium bekleidet, auchhier mit Krone, Leier und Plektrum und derBeischrift faun; ihm gegenüber sittzt eine gleich-falls mit dem Pallium bekleidete Frau intrauriger Haltung mit der Beisc-.hrift sleparis·.zwischen beiden kommt eilenden Schrittes eineandere Frau an, auch sie mit denn Pallium be-kleidet und rutapis genannt. Diafs die beidenFormen qpaun und faun die gleiche Persönlich-keit bezeichnen, zeigt die gleiche Ausstattungderselben in beiden Darstellungen. Gamurrini(Ann. 1861, 169) deutet die beiden Namens-formen auf den mit der Sappho in Beziehunggesetzten Phaon, und da Rhodopis (rutapis)eine Liebschaft mit Corassus, dem Bruder derSappho , hatte, so wird man das wohl nichtgut leugnen können, aber andrerseits steckt indem Jünglingdi aspetto apollineo auchsein Name <l>dcovder lichte zeigt dasohne Zweifel ein Niederschlag des Sonnen-gottes. Zu den Namen evrqpia, rutapis undsleparis vgl. die Artikel s. vv. [C. Pauli.]

Phausiades (tbavsiddijs), heifst Apisaon (s. d.nr. 1) als Sohn des Phausias oder Phausios,Hom. 11. 11, 578. Der Name Phausias klingt,wie Hüntzer, Jahrb. f. klass. Phil. Suppl. 3(18571860), 861 bemerkt, ebensowenig wieder Name seines Sohnes Apisaon an einengriechischen Namen an; deshalb hält Hüntzer

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