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Phausios
Pheidas
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statt Φανοιάδης Ανβιάδης (vgl. αναιο g lbykosfr. 51 Bergk 4 p. 250) für möglich, wenn auchnicht für nötig. Nach Fick-Bechtel, Oie griech.Personennamen 416 'weist Φανοιάδης auf Φαν-oiog, einen deutlichen Kurznamen zu dem Götter-beiwort φαναίμβροτος 'T περιονίδας Pindars (Ol.7 , 39) = φαεαίμβροτορ Ήώς (Hom. 11. 24, 785)’.Ygl. auch Ihiersch, Abh. d. philos.-phil. CI. d.bayr. Akad. d. Wiss. 8, 11. Vgl. Phausterios.
[Höfer.]
Phausios s. Phausiades.
Phausterios ( Φανστηριος ), Beiname des Dio-nysos, der bei Lyk. 212 δαίμων Ένόρχης Φι-γαλενς Φανβτηριορ heilst; den Namen erklärtSchol. u. Tzetz. von dem Fackelglanz bei seinenMysterien, jedoch fügt Tzetzes hinzu έγω δέφημι άλληγοριχωτέρωρ Αιόννβον Φανοτήριονδιά ττ\ν τον οίνον θερμότητα. Vgl. Phausiades.
[Höfer. |
Pliega(?) heifst eine Tochter der Niobe beiLactant. ad Stat. 'lheb. 3, 198 und Phegia(?) b.Mythogr. Vatic. 1, 156. An beiden Stellen istwahrscheinlich zu schreiben Phthia, wie eineNiobetochter b. Apoüod. 3, 5, 6 heifst, oderPhaetha, die sich findet hei Tzetz. Chil. 4, 141.Stark, Niobe S. 96. [Stoll.]
Phegaleus s. Phigaleus.
Phegea, eine Tochter des Priamos, Hyg. f.90. Der Name ist korrupt. [Stell.]
Phegeus (Φηγενρ), ein mehrfach in der Dich-tung vorkommender Name. 1) Ph., Sohn desAlpheios, Brudes des Phoroneus.' Er ist Königvon Phegea, einer Stadt in Arkadien , die erstErymanthos, dann Psophis hiefs. Charax beiSteph. Byz. s. v. Φργεία. (Dieselbe Stelle auchbei Müller, fr. hist. gr. 4 p. 638, 7, ähnlichPaus. 8, 24, 2). Auch Hygin. fab. 244 u. 255nennt ihn Sohn des Alpheios ; in fab. 255 er-scheint die wohl irrige Schreibart Phlegeus.
Alkmaion kommt auf der Flucht nach demMuttermorde zu Ph. und wird von ihm ent-siindigt, worauf Alkmaion die Arsinoe, Tochterdes Ph., zur Gattin nimmt und ihr den Schmuckund den Peplos schenkt. Als A. später dieKallirrhoe zur Frau nahm und ihr den durchBetrug wieder erlangten Schmuck schenkte,wurde er auf Befehl des Ph. von dessen SöhnenPronoos und Agenor ermordet ( Apollod. Bibi.3, 7, 5. Paus. 6 , 17, 6 u. 8, 24, 10), wo die Söhneaber Temenos undAxion heifsen. Die Hochzeitdes Alkmaion mit der Tochter des Phegeuswurde auch von Euripides dramatisch ver-wertet; s. Suidas s. v. Πεν&ερά. Auch andereSchriftsteller spielen auf die Sage von Alkmaionan, Ov- niet. 9, 412. Bei Hygin. fab. 255 istes Phegeus selbst, der den Alkmaion tötet;und ebenda erzählt Hygin. , dafs er auch denEurypylos ermordet habe, während er fab. 244; als der Mörder seiner Enkelin, des Kindes: seiner Tochter Alphesiboia, genannt wird,i In dem certamen Homeri et Hesiodi (ed.
■ Bzach p. 246) hält sich Hesiod am Hofe desPhegeus auf und wird von dessen SöhnenAmphiphanes und Ganyktor unter dem Ver-dachte, mit ihrer Schwester ein Liebesverhältniszu unterhalten, ermordet und ins Meer ge-worfen. Tzetzes (in Müller fr. hist. gr. 2 p. 144,115) spielt auch auf diese Geschichte an, er
nennt den Amphiphanes und Ganyktor, sowiederen Schwester Klymene als Kinder des Ph.und erzählt, Stesichoros sei der Sohn der Kly-mene und des Hesiod . Herodot. 9, 26 nenntals Sohn des Ph. den Eeropos (oder Aeropos),dessen Sohn Echemos im Zweikampfe denHyllos besiegte und tötete.
2 ) Ein Trojaner, Sohn des Dares, einesPriesters des Hephaistos, der zwei Söhne hatte,den Phegeus und Idaios. Pheg. wurde vonDiomedes im Kampfe getötet, während Idaiosentfloh. Hom. 11. 5, 9 ff. Tzetzes Hom. 53.Die Schol. 11. 5, 542 (ed. Bekker) tadeln dieFlucht des Idaios beim Tode seines Brudersals gegen die griechische Sitte verstofsend.
3) Ein thebanischer Held im Kriege derSieben gegen Theben. Stat. Theb. 2, 609. Theb.12, 596 wird er fidissime Phegeu angeredet.
4 ) Ein anderer Trojaner und Begleiter des
Aeneas , Verg. Aen. 5, 263 u. 9, 265. Im Kampfeentflieht er vor dem anstürmenden Turnus aufseinem Streitwagen, wird von ihm verfolgtund mit der Lanze durchbohrt, Verg. Aen. 12,371. [v. Lichtenberg.]
Phegonaios (iPriycovatog). In dem Gebetedes Achilleus an Zeus (Hom. TI. 16, 233): Zsvava Acoäavals, TJclaoyiy.t, rgXö&i vaicnv,AtnSmvpg psäsinv url. las Zenodot nach Schol.Hom. a. a. O. statt AtoScovuis·. Egytovals, dasnach Suid. bei Steph, Byz. s. v. JcoSmvp =F. H. G. 2, 463, 4 Beiname des Zeus in Skotussawar, vgl. Carapanos, Dodone et ses ruines 133.Sächs. Ber. 16,131. 192. Gott . Gel, Anzeigen 159(1897), 654. H. Meyer, Forsch, z. alt. Gesch.1, 45, 2. Auch der von den Griechen mit Zeus identifizierte phrygische Himmelsgott Bagaios(s. Bd. 1 Sp. 745, wo statt giyag, nolvg, ta^vgmit Hrexler Bd. 2 Sp. 2552, 36f. /Hyag rcolv-6xayvg zu lesen ist, ferner Anonym. Ambros.265, 22. Anonym, Laur. 266, 18 in Anecd. ed.Schoell-Studemund 2. Bäthgen, Beiträge zursemit. Beligionsgesch. 77. 0. Gruppe, Griech.
Kulte u. Mythen 1, 119, 1. E. Meyer, Gesch.d. Altert. 1, 304 § 254), den man gewöhnlichvom skr. bhäga, altpers. baga, slav. bog „Gott “ableitet, bedeutet nach Torp, Indogerm. Forsch.5, 193; P. Kretschmer, Einleit, in d. Gesch. d,gr. Sprache 198 s. v. a. <I>T\ycovaiog von einemphryg. *bägä = ahd. buohha, dor. tpäyog, lat.fagus. Uber die Beziehung des Zeus zur Eichevgl. Wagler, Berl. Studien 13, 2 S. Iff. u. (nachBericht in Wochenschr. f. kl. Philol. 1903, 696)A. B. Cook, The dass. (Review 17, 1903), 174 ff.
[Höfer.]
Pheidas (’PslSag), Athener , Genosse desMenestheus vor Troia in der athenischen Inter-polation Hom. II. 13, 691; vgl. Herodian ed.Lentz 2, 651, 27. Es ist dies eines der vielenBeispiele von Aphaeresis bez. Prosthesis beiEigennamen = A-epsiäag (mythischer Königvon Athen), vgl. v. Wilamowitz, Homer . Unter-suchungen 18, 6. Isyllos 55, 1 E. Maafs,Parerga Att. [Ind. Schol. Gryphisw. 1889, 90]S. 7. Usener, (Rhein . Mus. 53 (1893), 350, 1.Nach Fick-Bechtel, Die gr. Personennamen 412gehört der Name Pheidas vielleicht zu Aphidna(vgl. Phidnos = Aphidnos; s. u. unt. Phidnos).Zur Deutung des Namens Apheidas, der auch