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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2291-2292
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2291 Pheidia

auf einer heroisierten Opferscene begegnet(de Witte, Elite ceramogr. 2, 108. Heydemann,Pariser Antiken [12.Hall.Winckelmannsprogr.]S. 89 nr. 9), s. Bd. 3 Sp. 1238, 40 ff. u. v. Wilamo-icitz, Hom. Unters. 70, 1 (= 'Freigebig).

[Höfer.]

Pheidia (Φειδία), Pheidios (Φείδιος). BeideBeinamen stehen im Genetiv Φειδίας bez. Φει-δίαν , ersterer als der Athene (AnonymesLaurent, in Anecd. var. ed. Schoell-Studemund1, 269, 32), letzterer als der des Zeus (eibetu!.1, 267, 97). Die Beinamen sind durch die zweiHauptwerke des Pheidias, die Pallas Athene im Parthenon und den Zeus in Olympia zuerklären. Vgl. Phidiacus Iupiter , Propert.

4, 9, 15. [Höfer.]

Pheidippos (Φείδιππος), ist ursprünglichidentisch mitPlieidon, dem Θεαπρωτων βασιλεύς(Hom. Od. 14, 316. 19, 287. Abel, Makedonien100) und dem später in den argivischen Ty-rannen umgewandelten Pheidon der make-donischen Königssage (v. Gutschmiä, Makedon.Anugraphe 132. Hitler v. Gaertringen, Ausder Anomia 2). Pheidon-Pheidippos ist einBeispiel der mythischen Kurznamen, vgl. Maafs,Hermes 23 (1888), 613ff. Fick-Bechtel, Hiegriech. Personennamen 412. Im Schiifskatalog(Hom. 11. 2, 676; vgl. Strabon 14, 653. Diod.

5, 54. Schot. Pind. Hem. 4, 40. Dictys 1, 14. 17)zieht er, ein Sohn des Thessalos (vgl. Schot.Apoll. Bhod. 3, 1090) und Enkel des Herakles,mit seinem Bruder Antiphos mit dreifsigSchiffen als Anführer der Bewohner von Nisyros ,Kos seine Grofsmutter war Chalkiope, dieTochter des Koerkönigs Eurypylos, die beiHygin. f. 97 wohl nur versehentlich als seineMutter genannt wird, Karpathos, Kasos undden kalydnischen Inseln gegen Troia. Er wareiner der Freier der Helena gewesen, Hygin.f. 81; wegen seiner Verwandtschaft mit Tele-phos (s. d.), dem Sohne des Herakles, wurdeer mit seinem Bruder Antiphos als Gesandterzu jenem geschickt, Hictys 2, 5; als einer derGriechen im hölzernen Pferd wird er genannt,Eust. ad Hom. Od. 1698. Eudocia 401 p. 675Flach. Nach der Zerstörung Troias wurdenPheidippos und Antiphos nach dem thespro-tischen Ephyra, wo sich auch ihr gemeinschaft-liches Grabmal befand (Aristot. Pepl. 39 [27]Bergk*), verschlagen, und von hier aus zogenihre Nachkommen in das nach dem Stamm-vater Thessalos benannte Thessalien, Veil. Paterc.

1, 1, 1. Strabon 9, 444. Buttmann, Mythol.

2, 254ff. O. Müller, Dorier 1, 109. 421. v.Wila-mowitz, Isyllos 52ff. Euripides,Heraklesl,2ö8ff .Hitler v. Gaertringen a. a. Ο. P. Kretschmer,Einleit, in d. Gesell, d. griech. Sprache 255.Busolt, Gr. Gesch. l s , 242 f. Eine andere Sageläfst den Pheidippos nach langer Irrfahrt überAndros nach Kypros kommen, Tzetz. Lyk. 911p. 871 Müll. Apollod. Epit. 6, 15. [Höfer.]

Pheidon s. Pheidippos.

Pheliucte (gjeliucte) ist die etruskische Um-formung des griech. Philoktetes (I)eecke inBezzenhergers Beitr. 2, 170, nr. 107). Der Nameist belegt auf einem zu Bologna aufbewahrtenSpiegel unbekannter Herkunft, veröffentlicht vonLanzi 2, 221 = 176 nr. 18; Schiassi, De pateris

Pheme 2292

ant. 24 sq. tab. I; Inghirami, Monum. etr. tom, 2,(= vol. 3), 416, tav. XXXIX et Goller, omer.1, 107. tav. L; A. de Montigny in der Bevuearcheol. 4, 286. pl. LXVIII, nr. 4; Baoul-Bochette ,Monum ined. (Odyss. 290) und im Journal dessavants 1834, 712 und von Fabretti, C. I. T.nr. 45. Die Szene stellt den Philoktet undseine Heilung durch Machaon (ma^an) dar, wiedas die Schlange am Boden und allerhandHeilgerät auf einem Stuhl oder Tischchen dar-thun. Von der Beischrift des Philoktet sinddas i und et nicht mehr sicher zu lesen; stattdes et lesen andre ff, also qpeliuffe. Die rich-tige Lesung läfst sich nicht mehr feststellen.

[C. Pauli.]

Pkellos (Φελλός). Aus. Hesiod (fr. 73 Bzach)führt Herodian 2 p. 918 Lentz den Vers anΦέλλον ένμμελίην τέκε τη Μελιβοία, wofürHermann τέκετο κλητή Μελίβοια (andere Ver-mutungen bei Bzach a. a. O.) schreibt. NachEl. Meyer, Forsch, z. alt. Gesch. 1, 55f. ist Meli-boia hier als Gemahlin des Lykaon (s. d. nr. 3),Phellos als Heros Eponymos von Phellos(Phelloe) bei Aigeira in Achaia (Paus. 7, 26,10)aufzufassen. [ Höfer.]

Phembroeris (Φ>εμβροήρις), ägyptische Gott-heit: Φεμβροήρις ffsoö κρο(κοδίλον), Grenfell-Hunt-Smyly, The Tebtunis Papyri 1, 87, 108p. 392; vgl. p. 393: 'the name of the crocodilegodPhembroeris is new. Ist es dieselbe oder eineähnliche Gottheit wie Phemnoeris (&. d.)? [Höfer. ]

Pheme (Φήρη), die Rede, Sage, das Gerücht.Sofern dieses, die vox populi, als vox dei, eineArt μαντεία betrachtet wurde, sah man seinePersonifikation selbst als Gottheit an. Uberdie Bedeutungsentwicklung von φήμη s. dieSammlung TI yttenbachs in G. H. Schäfers Ausg.von Iulians laudat. in Gonstant , (Lpz. 1802)S. 150159. Hesiod Op. 763f.: φήμη δ οντις Λάμπαν άπόλλνται, ήν τινα πολλοί λαοίφημίξωσι' ffsog νύ τις έστι και αυτή. Vgl.die zahlreichen antiken Citate (der Stelle inBzachs grofser Ausgabe (1902) iS. 254 f. BeiHomer dafür Ossa, die Botin deis Zeus ; dochsoll nach Aeschines in der ( Kleinien ?) Ilias oftdie Formel vorgekommen sein: Φήμη δ ίςστρατόν ήλΟ-ε Aeschin. contr. Fimarch. 128;Welcher, Episch, Cyclus 2, 540; Kinkel, Epic.Graec. fragm, S. 47. In Athen beisafs sie einenöffentlichen Altar Aeschin, contr. Timarch. 128mit dem Schot., de fals. legat. 145; Paus. 1,17,1,der, wie der Scholiast zu Aeschin. c. Tim. a. a. O.angiebt, errichtet wurde, nachdem sich dieKunde vom Doppelsiege des Kinxon am Eury-medon noch an demselben Tage in Athen ver-breitet hatte (vgl. Procop. epist. 52 p. 551 ed.Hercher, der vom Siege bei Mykale redet). Erlag vielleicht auf der Akropolis (Wachsmuth,Die Stadt Athen im Altertum 2, 440. Pheme,Name eines athenischen Schiffes, Boeckh, Staats-haushalt d, Athener 3, 93, wohl als Anspielungauf die Schnelligkeit. Einen kleinen Tempelder Ph. (auf dessen Kuppel ein Ohr) glaubtePanofka seltsamerweise in der Darstellungeines geschnittenen Steines zu erkennen ( Arch.Ztg. 1850 S. 221 ff.).

Ph. erscheint als siegkündende Botin zwei-mal am Anfänge von Epinikien des Bakchylides:

io

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