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„Odysseus“ Sp. 665 f. Ph. sitzt nackend daund hält mit der Rechten das kranke Bein.Odysseus hat es ergriffen wie in nr 55. AmBoden steht ein Waschbecken. Im Hinter-gründe ein Schiff wie in nr. 54. Aufserdem stehtauf der r. Seite ein Jüngling mit einem Pferde.Diomedes (vgl. nr. 53 u. 55) zugreifend. Linksneben Odysseus steht noch ein junger Mannmit Schwert und Schild.
57) Römische Lampe im brit. Museum mitskizzenhafter Zeichnung des 2.—3. Jahrh. n.Chr., Milani 59, Abb. 48, hier (13) Sp. 2338.Philoktet , mit wildem Haar, liegt am Boden;der 1. Fufs ist verbunden. Die Beine decktein Gewandstück. Die r. Hand hält einenFlügel zum Fächeln. Neben Ph. liegt ein ge-töteter Vogel. Ober der Wand der Höhlekommen Odysseus und Diomedes mit denKöpfen hervor. Der letztere hält sich mit der
16) Philoktetesvon Machaon ver-bunden, Skara-bäus im Brit. Mus.(nach Ann. d. Inst.18# Tay. T 6).
15) Philoktetes von Machaon verbunden, etr. Spiegel(nach Milani, Mito di Filottete III, 49)
Linken am Gestein fest, die Rechte greift nachPhiloktets Bogen und Köcher, die oben auf-gehängt sind.
58) Sarkophag in Florenz , im Garten desConte Gherardesca am Borgo dei Pinti. Hierkommen die beiden Darstellungen der Vor-derseite in Betracht, abgebildet bei Robert,Antike Sarkophagreliefs 2, 139 und (nach derZeichnung des Codex Coburgenis) 139 1 (Taf. 51);Milani 51, Abb. 40 u. 40 a . Hier wiedergegeben(14 u. 14“) Sp. 2339/40.
Über tief herabhängenden Fruchtschnürensind zwei Bildflächen frei, auf welchen dieAbholung des Philoktetes in zwei verschiedenenZeitpunkten dargestellt ist. Rechts erscheintPh. in seiner Höhle sitzend in einem langenum die Beine geschlungenen und über die 1.Schulter geworfenen Mantel, den wunden r.Ful's mit einer Binde umwickelt. Die Mütze,welche ihm der Zeichner im cod. Cob. giebt,scheint nicht vorhanden gewesen zu sein; auchwar Ph. nicht unbärtig, wie Robert feststellt.
In der Linken hältPh. den Fittich eines Vogels.Er hat sich auf das 1. Knie geworfen undstreckt, sich aus der Höhle vorbeugend, bittendden r. Arm aus, wohl nach dem Jüngling hin,der den Kopf nach Ph. zurückwendend sicheilig entfernt, vermutlich mit Bogen und Pfeilendes Ph. Links sieht Odysseus zu, indem er vor-sichtig hinter der Höhle hervor-lugt. Auf dem anderen (linken)
io Bilde sitzt Ph. in einemWagen,der wie ein bequemer Sessel ge-staltet ist und von zwei Maul-tieren gezogen wird, die einvorausschreitender Diener amZügel führt. Ph., mit wirremHaupt- und Barthaar, ebensogekleidet wie rechts, legt die r.
Hand auf das r.Bein, dessen Fufsnoch den Verband trägt, zieht
20 das linke etwas empor undstützt die l.Hand auf einen Stab;den Kopf dreht er nach Dio-medes , der neben den Zugtieren hergeht undsich zu Ph. zurückwendet, seine Worte mitder erhobenen Rechten begleitend. Hinter demWagen schreitet Odysseus , in der Linken denKöcher, neben dem auf der Zeichnung auchdas eine Ende des Bogens sichtbar ist.
30 5) Philoktets Heilung.
59) Etruskischer Spiegel im Universitäts-museum zu Bologna bei Gerhard, Etr. Sp. 4,Taf. 394, 2; Overbeck 24, 18; Milani 60, Abb. 49;hier abgeb. (15) Sp. 2341. Inschriften Pheltuteund Machan (nach Reecke, Artikel „Machau“,q>eliuc[t]e: s. d.). Philoktet , die Chlamys überden Schultern und Armen, steht mit der Rechtenauf einen langen Stab gestützt, in der Linkenden Bogen; den 1. Fufs hat er nach hinten
4o gehoben und hält ihn dem Machaon hin, derihn verbindet. Machaon ist nur halb erhalten,Ein Klappstuhl, der zwischen beiden steht,trägt ein Salbfläschchen und einen Schwamm.Am Boden windet sich eine Schlange, zur Er-innerung an die Verwundung — wenn nichteine Zusammenschiebung zweier auseinander-liegender Zeitpunkte angenommen werden soll.
60) Etruskischer Skarabäus, in Chiusi ge-funden, im brit. Museum (Nr. 355), Bull. 1859,
50 82ff.; Ann. 1881 T 5 und S. 280f., Milani 61;hier abgeb. (16). Die Darstellung ist der vori-gen sehr ähnlich, nur im Gegensinne gehalten.Machaon sitzt auf dem Stuhl. Bekleidung,Bogen und Schlange fehlt.
Gemeinsames Vorbild für nr. 59 u. 60 könnteetwa ein Vasenbild des 5. Jahrh. v. Chr. ge-wesen sein.
co 61) Etruskische Aschenkiste Brunn, Bd. 1,Taf. 72, 8, abgeb. bei „Paris “ Sp. 1638; Mi-lani 62, Abb. 50. Philoktet in der Tunica, mitlinkem verbundenen Bein (wohl nur als Kenn-zeichen) steht dem Paris schufsbereit gegen-über.
62) Das Stück der tabula Iliaca (s. Jahn,griech. Bilderchron. Taf. A), welches den vonPhiloktetes tödlich getroffenen Paris darstellt,
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