Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Philomeleides

Philonis

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diese Version würde an die Erzählung vonPandokos-Palaistra (Bd. 3 Sp. 1263, 37ff.) an-klingen, in der vielleicht das Motiv des Bin-gens in der kurzen Überlieferung nur ausge-fallen ist, aber aus dem Namen Palaistra nocherschlossen werden kann. Das Abenteuer desOdysseus mit Ph. ist wohl auf der Heimfahrtnach Troia anzusetzen; vgl. II. Kulhner, DieHistorien des Hellanikos in Jahrb. f.klass. Phil.Suppl. 27 (1902), 575. Ob dhXoppXsiSpg mitden Alten wirklich als Sohn der Philomela man braucht nicht an die Mutter des Patro-klos (s. Philomela nr. 1), sondern an eine andereHeroine Philomela zu denken zu deuten ist,wie auch Panofka, Abhandl. d. Perl. Akad.1849, 104 Anm. 294 annimmt, oder obgpXsldrjg = I>iXogriXsvg ist nach der Gewohn-heit 'der Doppelbenennung von derselben Persondurch das izgatoTviiov und das natqoivvgiKOv(.Hesych. s. v. I>iXogr\Xsl8rig. Ameis, Anhang zuHomers Od. 1, 8), bleibe dahingestellt; dochwäre ein Zusammenhang des lesbischenPhilomeleides mit einer lesbischen He-roine <S>iXoyr\Xa wahrscheinlich, wenn aufder viel gedeuteten Vase von S. Marino (s.Philomela nr. 4 und Bd. 3 Sp. 1472, 23 ff.),auf der man die XQvef/ IhXoyrjXa bald als Ar-temis, bald als Aphrodite, bald als Sappho usw. gedeutet hat, die Lesung &ASIN stattd>A£lN, OAIIZ, &AOZ (vgl. Müller-Wieseler,Denkm. a. I\. 2, 25. Panofka a. a. 0. 149)richtig ist, A. Schöne, Unters, über d. Leben d.Sappho in Symbola Philol. Bonn , in hon. P.Mitschelii 761. Tümpel, Lesbiaca in Philol.1890, 106 Anm. 44. Während Schöne sich vor-sichtiger Weise folgendermafsen äufsert:Viel-leicht liegt hier (auf der erwähnten Vase) eineSpur von dem Mythus vor, in welchem eine<DiXogijXa . . . mit einem #cc< ov in Verbindunggebracht wurde. Für das Vorhandensein einessolchen Mythus auf Lesbos mit einer Philo-mela als Hauptperson ist von Wichtigkeit dasVorkommen des Namens <PiXogrjXsi8ijg auf Les-bos , ist nach Wide, Lakon. Kulte 249, 1 IhXo-gnf-dSt]g 'offenbar (!) ein Abkömmling des Atlas(der wohl auch auf Lesbos lokalisiert war, vgl.Makar auf Lesbos ), und die <hXogpXa %Qvayder Vase S. Marino ist natürlich (!) eine Hes-peride. Aphrodite-Chryse wurde also als eineHesperide aufgefafst; Wide vergleicht die !Meidiasvase (Bd. 1 Sp. 2599 ff.) und Diodor 4,26, wo bei der Erwähnung der %qvo& gyla derHesperiden zugleich auch Aphrodite %qvoi) er-wähnt wird. Doch sagt Diodor nur, dafs dieÄpfel der Hesperiden 'golden genannt wor-den seien zur Bezeichnung ihrer Schönheit,wie in gleicher Weise auch Aphrodite 'goldenheifse. Will man auf Lesbos eine Heroinenachweisen, für welche die Bezeichnung xQvaijtpiXofiyXa pafst, und mit welcher möglicher iWeise <I>iXourjXsi8r]g in Zusammenhang stehenkönnte, so ist es m. E. Manto, die Tochterdes Teiresias . Die Stiftung des Kultes unddes Heiligtumes des Apollon MaXöstg wird impatmischen Schol. zu Thuk. 3, 3 (Ilev. de phü.

1 [1877], 185. Immisch, Iilaros im Jahrb. f.läass. Phil. Suppl. 17 [1890], 140, 1. v.Wilamo-witz, Isyllos 99 Änm. 78) durch folgende Legende

erläutert: Μαντώ ·ή Τειρεσίου &νγάτηρ περίτους τόπους χορενονβα τοντονς (Maloeis aufLesbos ) giß ον χρυσού από τού περιδέ-ραιου έκπεσόν άπώΧεσεν είίξατο ονν, εΐ ενροι,ιερόν Ιδρνσειν τω &εφ ενροναα δε το μήΧον τοΙερόν ίδρνσατο καί ΜαΧόειρ ΑπόΧΧων έντεν&ενπαρ αντοϊρ έτιματο; vgl. Hellanikos fr. 117bei Steph. Byz. ΜαΧόεις ΑπόΧΧων έν Λέσβο jκαι ό τόπος τον Ιερόν ΜαΧόεις άπο τον μήλουι (so richtig υ. Wüamowitz statt ΜήΧου) τήςΜαντονς. Die Bezeichnung 'goldene Äpfel-freundin oder nach bekanntem Brauche, 'dieFreundin goldener Äpfel dürfen wir nachobiger Legende für Manto in Anspruch nehmen.Mehr läfst sich nicht sagen, auch nicht, obund welcher Zusammenhang zwischen ihr undPhilomeleides (ihr und des Apollon Sohn?)besteht. Im Schol. Hom. a. a. Ο. γράφεταιΦιλομήδτι vermutet Lobeck, Paralipom. 6 ΦιΧο-μηδιάδη oder ΦιΧομηδίδη. [Hofer.]

Philimelos (ΦιΧόμηΧος), 1) Sohn des Iasion(s. d.) und der Demeter, Bruder des reichenPlutos (s. d.), Erfinder des Wagens, den ermit 2 Ochsen bespannte, von seiner Mutterals Bootes unter die Sterne versetzt, Vater desParias, des Gründers von Parion (s. jedoch Iason ,Pareantes, Parios): Petellides Gnosius, histor.scriptor b. Hygin. P. astr. 2, 4 a. E. = I<\ H. Gr.4, 472f. S. Sternbilder. 2) S. Philomela 1u. Philomeleides. [Roscher.]

Φιλομμηό-ής, Beiname der Aphrodite beiHesiod . Theog 199 (195: την δ Αφροδίτην j|άφρογενέα τε άΐ'εόν και ίϋστέφανον Κυ&έρειαν [κικΧηαχονσι &εοί τε και άνέρες, οννεκ έν άφριρ ,ϋχιέφύη ' άτάρ Κν&έρειαν, ο τι προσέκυρσε Κυ&η-ροις- |] . . . ||) ήδε ΦιΧομμηδέα, ότι μηδέωνέξεφαάν&η, mit Bezug auf die μι[δεα des Ura-nos, welche Kronos abschnitt und ins Meerwarf und aus denen alsdann die schaum-geborene Göttin hervorging. Da der Beinamesonst nicht vorkommt, so hat man ihn wohlals eine [witzige?] Entstellung oderümdeutungvon φιΧοιιμειδής (s. d.) aufzufassen; Mützell,De theog. Hes. p. 263f. wollte bei Hesiod a. a. 0.geradezu φιΧομμειδέα lesen. [Roscher.]

Φιλομμειόής, poetisches Epitheton derAphrodite, namentlich b. Homer -, s. d. Stellen-sammlung bei Brachmann, Epith. deor. p. 69.[Luc. Imag. 8. Anonym. Laur. in Anecd. ed.Schoell-Studemund 269, 20. Niketas ebend.277. 282. Hesych. Phot. Suhl. s. v. Schol. Hom.II. 3, 424. Cornut. 24 p. 134 Osann. Etym. M.546, 22. L. v. Schroeder, Griech, Gött. u. Heroen19. Höfer.] [Roscher.]

Pliilonis ( ΦιΧωνίς ), Tochter des Deion,der am Parnafs wohnte, Geliebte zugleichdes Apollon und des Hermes, die ihr beide inderselben Nacht beiwohnten. Von Apollon gebar sie den Philammon (s. d.), vom Hermesden Autolykos (s. d.): Pherekydes {fr. 6:i) beiSchol. zur Od. τ 432 und Hygin. f. 200.Philodem, περί ενσεβείας p. 11 Gomperz. NachConon. narr. 7 dagegen stammte sie ausThorikos in Attika und war die Tochter desHeosphoros und der Kleoboia und Mutter desPhilammon (s. d.). In späteren Mythen heifstdagegen die Mutter des Philammon (und Auto-lykos) Chione (s. d.), Tochter des Daidalion