Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2377-2378
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2377 Phlebippos

Phlebippos (ΦΧεβιππος), Satyr auf einer Vase,C. I. G. 4, 7863. Heydemann, Satyr- undBakchenn. 26 p mit Anm. 133 (φλέψ γόνιμη= φαίΐόϊ). W. Schulze, Gotting. Gel. Anz.1896, 255 u. Anm. 1. [Höfer.]

Phleges (ΦΧέγης), ein Troer, von Neoptole-mos getötet, Quint. Sm. 10, 87. [Stoll.]

Phlegethon (ΦΧεγέ&ων), Pyriphlegethon(ΠνριφΧεγε'ϋ-ων), Flufs in der Unterwelt (Hesych.s. Πνριφλεγέ&ων), zuerst erwähnt bei Hom. Od.10, 513 (spätere Partie): Pyriphlegethon undKokytos vereinigen sich (so auch Claud. inBufin. 2, 467) und münden dann in den Acheron;an dem Punkte ihrer Vereinigung bilden sieeinen tosenden Wasserfall, aus dem ein Felsemporragt, Ameis zu Hom. a. a. 0. Jordan,Jahrb. f. klass. Phfl. 105 Ί872), 5; vgl. aberauch Th. Bergk, Kl. phil. Sehr. 2, 695 u. Anm.110. Weitere Erwähnungen des Pyriphlegethonfinden sich bei Luc. Dial. mort. 20, 1. Philops.24. Menipp. 10. Eiist. ad Hom. 11. 1295, 52.Cic. de nat. deor. 3, 17, 43. Verg. Aen. 6, 265.Max. Tyr. 10, 4 p. 173 Beiske. Claud. de rapt.Pros. 1, 24. Den Namen, der schon durchseinen Klang Furcht erweckt (Luc. de luctu 3)leiten schon die Alten άπο τού φΧεγειν (Suid.s. v. Κήρ) oder noch spezieller vom Verbrennender Leichen ab, vgl. Apollodor περί &εων beiStol·. Ekl. 1, 41, 50 p. 309 Mein.: δ ΠνριφΧεγί-&ων ειρηται . . άπο τον πνρΐ φΧέγεο&αι τονςτελευτώντας. Schol. Hom. Od. 10, 514: Πνρι-φΧεγέ&ων, ήτοι το πνρ το άφανίζον το βάρκινοντων βροτών. Eust. ad Hom. Od. 1667, 39:δ ΠνριφΧεγέ&ων παρά το πνρ, ω οι &νήοχοντεςέφΧέγοντο. Anecd. Oxon. ed. Cramer 2,456,20:έν Αιδον . . ΠνριφΧεγέ&ων . . άπο τής ταφής,ähnlich Etym. Μ. 511, 25. Cornut. de nat.deor. 35 p. 214 Osann. Auch Bohde, Psychel 2 , 54 nimmt, wenn auch zweifelnd, diese Ab-leitung des Namens Pyriphlegethon vom Feuer-brande der Leichen an. Dagegen erhebt Ein-spruch A. Dieterich, Nekyia 27, 4 (vgl. auchAbraxas 35) mit dem Bemerken, dafs derName nicht vom Verbrennen der Leichen kom-men kann, da dies mit der Unterwelt nichtszu thun hat. Der Pyriphlegethon ist nachDieterich (Nekyia 27, 116) gerade wie Eridanos( Verg. Aen. 6, 659. Schol. Eur. Or. 981) erstspäter zum Strom im Hades geworden, als dasTotenland im Westen im Wandel der Auf-fassungen unter die Erde in den Hades ver-legt worden war, ursprünglich aber war erwie Eridanos ein Sonnen- oder feuriger Licht-strom. Schon im Altertume war man der An-sicht, dafs Homer die Namen der Unterwelts-flüsse usw. von der Oberwelt speziell aus Thes-protien auf die Unterwelt übertragen habe,Paus. 1, 17, 5; vgl. Eust. ad Hom. Od. 1667, 41:Ιξ ών (die oberirdischen Flüsse Acheron, Pyri-phlegethon usw.) τά ίν Άιδον πίπΧααται, unddiese Ansicht hat bes. O. Müller, Prolegomena363f. vertreten, während Bergk a. a. O. 696und Bohde a. a. O. 57, 1 eine Übertragung dermythischen Namen auf jene Hegenden an-nehmen, die durch ihre Naturformen an dasBild, das die Phantasie sich von der Unter-welt machte, erinnerten, und so wird wohl auchder Name des Flusses Pyriphlegethon ( Strabo

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1, 26) bei Cumae mit seinem warmen Wasser(Strabo 5, 244. Exc. Strab. 5, 41 [Amt.] Mirab.ausc. 102 [108]. Tzetz. Lyk. 699) erst aus Homer entlehnt sein, zumal da, wie Bohde a. a. O. 54wahrscheinlich macht, die Namen der Unter-weltsflüsse schon der ältesten Sagendichtungbekannt waren. Das Feuer (vgl. Verg. Aen.6, 550f.: rapidus flammis torrentibus amnisTartareus Phl-getlion, ferner Sil. Ital . 2, 610.12, 714. 13, 564 f. 14, 61. Serv. ad Verg.

Aen. 6, 265) des unterirdischen Stromesist nach Plato Phaed. 113 b die Quelle desglühenden Lavastromes der oberirdischenVulkane. Auch als Ort körperlicher Qual, alsMittel zur Feuerpein für strafwürdige Ver-brecher dient der Pyriphlegethon in der Unter-welt, speziell für Vater- und Muttermörder(Plato Phaed. 114a. Sil. Ital . 13, 835ff. G.Ettig, Acherunt. 381, 6), für Räuber (Luc. Dial.mort. 30, 1) oder Tyrannen (Luc. catapl. 28),vgl. Sil. Ital . 13, 871. Suid. s. v. Κήρ undΗΧνοιον πεδίαν. Arnob. advers. nat. 2, 14.Tertullian . Apol. 47 p. 520 Migne. (Orph.) fr.321 Abel-, auch Luc. v. h. 2, 27. 29 ist zu ver-gleichen, sowie die analoge jüdische Vorstellungvon der Höllenstrafe durch Feuer (Matth . 25, 41.Marc. 9, 48. Apokal. 21, 8. Dieterich, Abraxas36, 2. W. Schtvartz, Zeitschr. f. Ethnol. 24 (1892),168). Über die orphischen Vorstellungen vomPyriphlegethon s. Orph. fr. 155. 156 Abel; alsFlufs ohne Feuer scheint dieser gedacht beiOv. Met. 5, 544. 15, 532, als Flufsgott mit feuer-flammendem Barte und glutrotem Antlitze er-scheint er bei Claud. de raptu Pros. 2, 314f.

[Höfer.]

Phlegon (ΦΧέγων), eines der vier Sonnen-rosse, Ov. Met. 2, 154. Hyg. f. 183. [Stoll.]

Phlegraios ( ΦΧεγραΙος ), 1) ein Satyr, der demDionysos auf dem Zuge gegen die Inder folgte,Nonn. Dion 14, 107. 2) Einer der Kentauren(s. d.), auf der Hochzeit des Peirithoos von Peleus erlegt, Ov. Met. 12, 378. Gerhard, Gr. Mijth.2 § 666,2. --- 3) Beiname des Alkyoneus (Pindar'iin Bergk, Lyr. gr. 3 4 , 713), des Mimas (Ap. Bhod.3, 1227), um sie als Giganten zu bezeichnen,die auf dem Felde von Phlegra gegen dieOlympier kämpften. Vgl. M. Mayer, Gig. u.Titan. 201, 98. [Stoll.]

Phlegyas (ΦΧεγνας), sagenhafter Vertreterdes thessalischen Stammes der Phlegyer, Sohndes Ares und der Dotis Apollod. 3, 5, 5, Sohndes Ares und der Chryse Pausan. 9, 36, 1,Steph. Byz. s. v. ΦΧεγνα, filius Martis auchSchol. Stat. Theb. 1, 173. Dotis heilst a. a. 0.eine Boioterin. Der Name hängt aber mitdem Αώτιον πεδίον in Thessalien eng zusammen,wo Phlegyas ansässig ist, wie unten gezeigtwird. Also ist Dotis von Hause aus die Mutterdes thessalischen Phlegyas, und erst jemand,der dem boiotischen Phi. seine Mutter Dotisnicht nehmen wollte, hat sie zur Boioterin ge-macht wenn nicht bei Apollodor ein Irrtumoder eine Entstellung vorliegt. Ares and Chrysesind die Eltern des Phi. in Orchomenos , Paus.9, 36, 1 , Chryse die Tochter des Almos.

Als Kinder des Phlegyas werden genannt:Ixion: Eurip. bei Schol. Apoll. Bhod. 3, 62;Schol. II. 1, 268; Schol. Find. Pyth. 2, 39; Schol.