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Phobos
Phobos
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$6ßog oiin cpareiog, ein schreckliches Bild desPhoboskopfes von Stahl. Studniczka, SertaHarteliana 58 ff. hat unwiderleglich bewiesen,dafs das Bild einer Schlange hier rein unmög-lich ist, da diese nicht, wie die folgenden
Verse doch deutlich sagen, in Vorderansichtund mit so grolsem Kopfe dargestellt seinkonnte, dafs alle die angegebenen Züge nocherkennbar hätten angebracht sein können:Phobos „blickt mit feuersprühenden Augen
6) Phobos, gegossenes Bronzerelief aus Neandria,aus Bd. 1 Sp. 1717).
i[LKaliv u , entgegengesetzt, d. h. die Augen-sterne standen nicht in der Mitte der Augen,sondern in den äufseren Winkeln, wodurchdas Schreckliche des Blickes vermehrt wird;„sein Mund war mit weifsen, ringsumlaufendenschrecklichen Zähnen gefüllt“, v. 146 f. undüber der Stirne (fihomov) schwebte, wohl in
kleiner Gestalt , die schreckliche Eris . Nachv. 147 folgt ein das ganze Bild störenderZusatz über Eris , dann v. 154—159, wieIlias 5, 739—741, eine Schar allegorischer Fi-guren, προΐωξις, παλίωξις, ομαδος, noch ein-mal φόβος, άνδροκτααίη, dann noch ein-mal ’Έρις , ferner Κύδοιμος und Κήρ. Dieganze Partie v. 150—159 zerstört völligdas angefangene anschauliche Bild, undes ist auch, namentlich wegen der Wieder-holung der Eris in v. 156, im einzelnenviel daran herumgebessert und gestrichenworden, ohne Erfolg: nur die Streichungaller 10 Verse kann das Bild retten: dannschliefst sich an v. 149: δεινή ’Έρΐξ . . .οχετλίη, η ρα νόον τε και έκ φρένας ειΧετοφωτων ganz vortrefflich ν. 160: δειν'ον δερ-κομένη καναχηαί τε βεβρνχνία. Wem dasBrüllen der Eris zu dem Bilde nicht zupassen scheint, der mag auch diesen Versnoch streichen; es hat aber so wenig Be-fremdliches an sich, wie das Zischen der ab-gebildeten Schlangen v. 164. Dagegen ge-winnen durch die Entfernung der unge-schickten Interpolation 150 — 1Ö9 die fol-genden Verse 161—167 eine ganz neue Be-leuchtung. Wo sollte man bisher die zwölfSchlangenköpfe mit zischend geöffnetenRachen und schwarzen Bärten ansetzen?Jetzt reihen sie sich unmittelbar an dieSchilderung der Phobosmaske an; nachdemAugen und Mund und die Gegend übe r der Stirne,wo Eris „schwebte“, geschildert sind, gebendie zwölf Schlangen die natürliche Umrahmungdes furchtbaren Kopfes, Studniczka a. a. 0.Brunn, Gr. Kunstgesch. 1 , 86 f. Beeide weisenauf den schönen etruskischen Kronleuchter vonCortona hin, abg. Mon. d. Inst. 3, 42. StudniczkaS. 68, dessen Mittelbild Brunn a^uch in der■io That als Phobos bezeichnet, s. die Abb. 1.Da hätten wir denn in der hesiotdischen Be-schreibung des Phobos echt und gerecht dieFratze des sog. Gorgoneion, whe es uns inden ältesten von ihm überliefen-ten Bildwerkenvor Augen tritt. Nun hat Furitwängler a. a. O.Sp. 1705 gezeigt, dafs der mythische Begriffder Gorgonen bei den Griechen längst aus-gebildet war, bevor die Fratzenmaske auf sieübertragen wurde. Er vermutet, dafs diese, inso ihren Hauptzügen fertig, den Griechen voneinem Stamme oder Volke überliefert wurde,bei dem die schreckende Maske für irgendeinen Dämon ihre feste Ausbildung erhaltenhatte, wahrscheinlich aus Nordsyrien. Waslag näher, als diese Maske mit dem Namendes Gottes zu bezeichnen, dem in den Homeri-schen Gedichten dieselbe Wirkung, Schreckenzu verbreiten, zugeschrieben wird, mit demNamen des Phobos? Das ist der άμορφότατος60 την δψιν, -πάντων έλάχιβτον τον καλόν μετόχωνffsos des unbekannten Komikers. Alle der- ,artigen Schreckbilder, männliche wie weibliche,ohne Unterschied als Gorgoneien zu bezeichnen, jist doch erst eine sehr junge Gepflogenheit.Und da die Bezeichnung des weiblichen archai-schen Typus der Schreckensmiske als Gorgo - ■neion (was, nebenbei bemerkt, gar kein antikes ’Wort ist) oder als Γοργείη κιφαΧη auch erst, )