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Phobos
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nachdem der Mythos von der Enthauptungder Medusa durch Perseus ganz geläufig ge-läufig geworden war, aufgekommen sein kann,
7) Phobos als Scliilcbseichen der Athena auf einerVasenscherbe des Amasis (nach Arch. Ztg. 1884 Taf. 15).
so ist für die ältesten Formen der aufser Ver-bindung mit dem Mythos vorkommendenSchreckensmaske, die mit Vorliebe als Apo-tropaion an Stirnziegeln, an Waffen (besonders
8) Pan als Phobos von einem Kohlenbecken ausNaukratis (nach Arch. Jahrb. 1890 S. 190).
Schilden und Beinschienen) auf altertüm-lichen Vasen, auch auf Münzen angebracht war (s.Furtwängler im Myth.Lex.Bi. l,Sp 1713—1618),die Bezeichnung Gorgoneion durch Phobos zu
ersetzen, wenn auch schon der Dichter des11. Buches der Odyssee 11, 634 von der Γοργείι jκεφαλή äsivoto πελώρου spricht. Nach dieserBeobachtung sind mindestens die entschiedenmännlich, mit Bart und gar mit Hörnerngebildeten Gorgomasken von dieser Benennungauszunehmen und als Phobosköpfe zu be-zeichnen, so dafs wir an Stelle der schon längstbeobachteten Doppelnatur der sog. Gorgoneienio die bestimmte Unterscheidung zu setzen haben:die männliche Maske ist der Kopf desPhobos, die weibliche die Γοργείη κεφαλή.
Hiernach sind als Phobos zu bezeichnen, umnur einige aus der grofsen Menge hervorzuheben:1) Silbermünze von Korinth , mit Spuren des Bartes,hochsitzenden Thierohren und Schlangen, Müller -Wieseler, D. a. K. 2, 901; 2) Cäretaner Hydriaim Louvre Arm. 1864 tav. d’ agg. Ο. P., Pho-boskopf, das ganze Schildrund füllend (Abb. 2);20 3) kyrenäisches Schalenbild, Arch. Zeitung 1881,Taf. XII, 2 = Abb. 3, ebenso; 4) Schildzeichendes Hektor oder Polites auf der Franfoisvase,Wiener Vorlegehl. 1888, Tafel II — Abb. 4,ebenso; 5) Phobosmaske zwischen zwei Sphinxenauf einem ar-chaischen kyre-näischen Ge-fäfs, Arch. Ztg.
1881 T. 11, ab-30 geb. im Myth.
Lex. Bd. 1, Sp.
1714 als „Gor-goneion “, ent-schieden männ-lich, mit Bart,die langenHaare kommenin jener Zeitauch Männern40 zu; 6) Innenbild
einer Augen- 9) I* 811 a ^ 8 Phobos von. einem Kohlen-schale Tisch - becken aus Naukratis (nach Arch.
bein, Coli, bei Jahrb - 1890 s ' 130) -
Eeinach, reper-
toire des Vases peints 2, 322; 7) Marmor-
akroterion aus Sparta , Arch. Zeitung 1881 T. 17= Myth. Lex. Bd. 1 Sp. 1716, mit Hörnern,entschieden männlich, = Abb. 5; 8) gegossenesBronzerelief aus Neandria, mit aufgebäumtenso Schlangen über der Stirn, gefletschten Zähnenund Bart von wildem Ausdruck, sehr alter-tümlich, ibid. 1717, = Abb. 6; 9) auf einerVasenscherbe des Amasis, Arch. Zeitung 1884T. 15 = Abb. 7, trägt Athena den mit derbärtigen, von sechs Schlangen umgebenenSchreckmaske geschmückten Schild, also auchnoch nicht das Gorgo -, sondern das Phobos-haupt; die spätere ausschliefsliche Beziehungdes weiblichen Gorgohaupts zu Athena ist hier60 noch nicht vollzogen, und die Phobosmaskehat sich lange neben dem Gorgokopfe be-hauptet. Wo die Fratze auf der Aigis derAthena erscheint, ist es natürlich die Gorgo,und auch auf ihrem Schild ist diese seit derBlütezeit das Herrschende, aber in der archai-schen Kunst trägt ihr Schild alle möglichenZeichen, die bärtige Fratze auf derselben mufsalso nicht notwendig die Gorgo, sondern kann