2397
Phoibe
Phoinike
2398
u. sicil. Vasenb. S. 78, ebenfalls mit Abbildung)aus dem 4. Jahrh., attischer Herkunft, dieStiftung des delphischen Orakels dar. Wäh-rend Apollon eingesetzt wird, verlassen seineVorgängerinnen Gaia, Themis , Phoibe (diesein der Mitte auf einem Schwane sitzend) dieStätte. Diese Deutung ist schon deswegensehr bedenklich, weil nach der Sage die dreiGöttinnen einander abgelöst haben, also nicht
progr. S. 23J. Vgl. auch Klein, Euphronios 265 nr. 8 u. Corp. inscr. Graec. 7460. [Türk.]
Phoibetria (C. I. Gr. 4987) wohl = Isis (s. d.).
Phoibos (Φοίβος), ursprünglich selbständigeBezeichnung einer Gottheit, an der die Eigen-schaft des Lichten, Reinen hervorgehoben wurde,seit alter Zeit als Beiname mit Απόλλων ver-bunden oder für ihn eingesetzt. Die Beispieleaus der ganzen griechischen Litteratur siehe
dem befinden sich auf dem Bilde nicht allein der entsprechenden Haltung, die linke scheintvielmehr zu sitzen. Es sind doch wohl ehernoch die Göttinnen des Parisurteils zu er-kennen und Phoibe ist hier nicht zu suchen.
3) Phoibe, Tochter des Leukippos, Schwesterder Hilaeira Apollod. 3, 10, 3, 5. Als Vaterwird Apollon genannt in den Kyprien, Paus.3, 16, 1. Ph. ist Gemahlin des Polydeukes
Lateinischen wird Phoebus gewöhnlich ohneApollo (Ausnahmen wie Verg. Aen. 3, 251sind vereinzelt) und oft für den Sonnengottund die Sonne gebraucht. Siehe Carter, Epithetadeorum unter Apollo. Zu der Bedeutung vonqpoißog vgl. tjliov <poißy (ployi Aesch . Prom.22; rpoißog — 'rein’ (ayvog, xa&agög) Pint, deE ap. I)elph. 393 C; Macr. 1 , 17; Cornutus66, 8; Photius : <DoTßog xaffapog, ayvog' 5) gtkvzig
s. Pliokos nr. 3. Nach
Apollod. 3, 11, 2, dem sie den Mnesileos ge- 20 xal apiavtog. Siehe auch Preller-Robert, Griech,biert. Paus. 2, 22, 6 und 3, 18, 7 nennt ihn Mythol. 1 S. 231 Anm. 2; Usencr, Götternamen
Mvaalvovg. Tzetz. zu Lycophron 511 führt S. 332 f. [Türk.]
beide Namensformen an: Mvgoilsag ?) Mvrjei- Plioidos (ihotSog)voog. Bei Prop. phoibe
1, 2, 15 ist Kastor der Gemahl derPhoibe, Hilaeiragehört dem Poly-deukes. Im übri-gen vgl. den Arti-kel Leukippidenund über das Ge-mälde des Ale-xandros vonAthen in Herku-lanum ( Helbig,
Wand gern. 170 b)aufserdem unterLeto Bd. 2 Sp.
1978 f. und NiobeBd. 3 Sp. 399 ff.
4) Eine der He-liaden, derSchwe-stern des Phae-thon nach Hesiod ,welcher nach Schot
«tegi
mm
im. uJi
Phoibe u. Asteria mit Giganten kämpfend, Relief am grofsen Altar zu Pergamon ,jetzt in Berlin (nach Beschreibung der Skulpturen aus Pergamon 1 S. 22).
Strozz. in Germanicum S. 174, 6ff. ( Breysig ) und Hygin. f. 154 siebenNamen nennt: Merope Helie Aegie LampetiePhoebe Aetherie Dioxippe. Bei Heraclitus de
Enger, Theb. Paradoxa 149 ist statt Φοίβος zulesen Φεϊάος. [Höfer.]
Phoinike (Φοινίκη), 1) Zu Lykophr. 658:Φοινίκη fftct bemerkt das Schol.: Φοινίκη ή
incredib. 36 (Westermann , Mythogr. Gr. S. 319, 50 kd -ηνα έν Κορίν&ω und auch der Anonym.28) erscheinen drei: Φοίβη, Ααμπετώ, Αίγλη, Laur.. in Anecd, var. ed. Schoell-Studemund
ebenso bei Hygin. f. 156 als Töchter des Solund der Clymene Lampetie Aegie Phoebe.Vgl. Heliades und Phaethon.
5) Hamadryade, Gemahlin des Danaos,Apollod, 2, 1, 5, 4.
6) Tochter des Tyndareos und der Leda neben Klytaimestra und Helena , Eurip. Iph.Aul. 5 0. Ovid . her. 8, 77.
1, 269, 33 bezeichnet <t>oivlxrj als Epitheton derAthene. Mit dem Kulte der Athene Ph. stehtohne Zweifel der von Ephoros bei Steph. Byz.s. v. <I>oivixuiov erwähnte Berg Phoinikaion inZusammenhang, wo sich höchst wahrscheinlichder Tempel oder der Altar der Göttin befand,E. Miaafs, Griechen u. Semiten auf d. Isthmusv. Korinth 5 (und dazu C. Fries, Wochensclir.
Mythogr. Gr. S. 345, 13.
8) Eine der von Herakles getöteten Ama-zonen, Diod, 4, 16, 3.
i)) Name einer Mainade auf einer chalki -dischen Vase der Sammlung Durand (de Witte,Description nr. 145), von der sich im Berliner Museum eine Zeichnung befindet (Furtwängler,Satyr aus Pergamon, 40. Berl. Winckelmanns-
Phoinike sowie das andere Epitheton, dasAthene in Korinth führte, ’Elloizig, -xla, hatzu dem Irrtum verführt, Niederlassung derPhoiniker in Korinth und phoinikischen Ur-sprung des Kultes der Athena (= Aphrodite-Astarte) anzunehmen, Wilisch Bd. 1 Sp. 2031 f.s. v. Hellotia (mit weiteren Litteraturangaben)und neuerdings wieder in Beiträge z. Gesch.