Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2417-2418
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die Kentauren so verhängnisvollen Kampfe mitHerakles gab. Die erste Erwähnung des Pholosfindet sich bei Stesichoros (fr. 7 Bergk 4 ausAthen . 11, 499 ab [vgl. 499 e] in der Geryoneis:βκνπψειον ds λαβών (Herakles) Βεπας έμμετρονώς τρι-λάγννον πΐνεν έπιαχόμενος, τό ρά οΐ παρέ-&ηκε Φόλος κεράοας. Danach behandelte Stesi-choros das Abenteuer des Herakles bei Pholosim Zusammenhang mit dem Geryonesabenteuer,während die anderen Quellen, hauptsächlichApollod. 2, 5, 4 (der früher verderbte Text istjetzt durch den Cod. Vaticanus verbessert, vgl.Wagner, Gomment. Bibb. 144f. und Diod. 4,12),es als Parergon bei der Einfangung des ery-manthischen Ebers kennen. Dem Bericht desApollodor und des Diodor liegt alte, echteVolks'sage zu Grunde, Mannhardt, Ant. Wald-u. Feldkulte 44. Flard H. Meyer, Gandharoen-Kentauren 50. 122. 130. Pholos ist Sohn desSeilenos und einer melischen (s. Bd. 2 Sp. 2629.Mannhardt a. a. 0. 43. El. H. Meyer, Achilleis463) Nymphe*) nach Apollod. a. a. 0. und wohntin einer Höhle (Apollod. Theokr. 7,149 u. Schol.;vgl. Quint. Smyrn. 6, 274; die Höhle ist darge-stellt auf einem altkorinthischen Napf, Journ.ofhell. stud. 1 pl. 1; vgl. Puchstein , Arch. Ztg. 39[1881J, 241 und auf den unten nr. 21.25 erwähntenVasen) auf der Pholoe (Apollod. Tzetz. Lyk.670 p. 730 Müller), deren Eponymos (Diodor.Steph. Byz. s. v. Φολόη. Tzetz. Chüiad.ö,Vt<Sff.)er ist. Doch warnt v. Wilamoicitz, EuripidesHerakles 2, 90 vor dem tauglichen Schein, dafsPholoe von Pholos (wie Mannhardt a. a. O. 43mit den alten Erklärern annimmt) gramma-tisch stammen könnte, und ebenso vor der An-nahme, den Pholos, weil schon bei Stesichoros (s. oben) vorkommend, für älter als den Orts-namen Φολόη , deren älteste Erwähnung sichbei Für. H. f. 181 findet, zu halten: der Epo-nymos der Pholoe könne in Wahrheit etwasganz anderes als ein Kentaur gewesen sein.Und in der That unterscheidet den Pholos seineAbstammung, seine gleich zu erwähnenden Be-ziehungen zu Dionysos , die wohl wiederum mitseinem Vater Seilenos in Zusammenhang stehen,sein gastfreies, biederes Wesen höchst vorteil-haft von den anderen Kentauren, und manmöchte in ihm am liebsten ein seinem Vaterähnliches Wesen erblicken, bezeichnete ihnnicht durchgängig die Überlieferung als Ken-taur und hätte ihn nicht auch die Kunst alssolchen dargestellt, in der er allerdings oft, wieCheiron, sein Gegenstück, mit edlerer Bildung(menschlichen Vorderfiifsen u. s. w.) erscheint.Eine Erklärung des Namens Pholos ist noch

*) Die Angabe bei Natal. Com. Myth. 7 p. 360 deredit. Patav. von 1616: f opem füllt Photo (der von den übri-gen Kentauren um des Weines willen angegriffen wor-den war) Nubea ( Ναρέλη) mater rnultum imbrem offun-dens ac viam lubricam feciP beruht offenbar auf einemMissverständnis von Diodor a. a. 0. Ebenso ist die An-nahme von Heydemann, Arch. Zeit. 28 (1871), 13, dafs aufeinigen Darstelhmgen (nr. 20. 26) das Weib des Pholoszu erkennen sei, irrig; denn abgesehen, dafs die Sagedavon nichts weifs, würde das Weib des Pholos dochgleichfalls als Kentaurin dargestellt worden sein; dieErau auf den Darstellungen ist trotz des Mangels dercharakteristischen Attribute mit Stephani, Compte rendu1873, 101 für Athena zu halten.

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nicht gelungen, denn auch die Erklärung Ger-hards (Gr. Mythol. 666. Auserl. Vas. 2, 126Anm. 11) des Φόλος als 'Höhlenmann (guafsos= Höhle) wird wohl mit Recht von Flard H.Meyer, Gandharven 176 verworfen, ohne dafsfreilich dessen Erklärung des Pholos als per-sonifizierten Dämons des goldig-grünen (gmlog= (h)olus 'Grün, Gemüse) Getränkes, desWeins,mit Hinweis auf indische Parallelen annehm-bar erscheint.*) Nach Schol. Theokr. 7, 11*9hatte Pholos einst von Dionysos zum Dankedafür, dafs er diesem im Streite mit Hephaistos um Naxos die Insel zuerkannt hatte, ein FafsWein erhalten. Nach Apollod. (vgl. Pediasim. 4.Tzetz. Lyk. 670) war das Fafs gemeinschaft-liches Eigentum der Kentauren, und Diod. be-richtet, Dionysos habe es einst τινί Κεντανρωgegeben mit der Weisung, es erst dann zuöffnen, wenn Herakles kommen würde; bisdahin war es in der Erde eingegraben. Aufden Bildwerken (s. unten) erscheint das Fafsgewöhnlich halb in den Boden versenkt, halbaus der Erde hervorragend. Als Herakles vierMenschenalter, nachdem Dionysos das Fafsgeschenkt hatte, bei Pholos einkehrte, öffnetedieser, der Weisung des Dionysos sich er-innernd, das Fafs, Diod. Tzetz. Lyk, a. a. 0.Nach anderem Bericht (Apollod. Pediasm.)weigerte er sich zuerst, aber lediglich ausFurcht vor den anderen Kentauren, bis ihnHerakles durch Zusicherung seines Schutzesdazu bestimmt, vgl. noch Polyaen. 1, 3, 1.Tzetz. Chil. a. a. 0. Lucan. 6, 391. Serv. Verg.Aen. 8, 294. Juvenal . 12, 45. Die Einkehr desHerakles bei Pholos, die auch Epicharmos inseiner Komödie 'Ηρακλής παρά Φόλω (Ahrens,De gr. ling. dial. 2, 445. Fragm, Philos. Gr. ed.Mullach p. 133. Bernhardy, Gr. Literaturgesch.2, 903. 906. Aug. 0. Fr. Lorenz, Leben undSchriften des Koers Epicharmos 241; vgl. auchBergk, Poet. lyr. Gr. 3 4 , 739 Anm.) behandelthatte, war ein beliebter Vorwurf hauptsächlichder archaischen Vasenmalerei (vgl. Stephani,Compte rendu 1873, 94ff. Furtieängler Bd. 1Sp. 2194, 36 ff.), vielleicht auch noch der spä-testen, vgl. LjWC. Conv. 14: ημίγυμνος πήζαςτον αγκώνα όρ&όν, £χων αμα τον οκνψον έντή Βεξ,ια, οϊος ο παρά τώ Φόλω 'Ηρακλής υπότων γραφέων δείκννται (vgl. die ganz ent-sprechende Darstellung unt. nr. 28 ff.), Stephani,Der ausruhende Herakles 128. H. Blümner,Arch, Studien zu Lucian 86. Bevor wir unszu den Vasen selbst wenden, sei erwähnt, dafsnach Homolle, Acad. des inscr. et helles lettres,Compte rendu 22 (1894), 357 auf den Metopendes Schatzhauses der Athener in Delphi u. a.dargestellt waren Hravaux dHeracles: Le lionde Nemee, Eurystheus, Pholos etc., und dafsFurtwdngler, Meisterteerke 709 auch am amy-

*) U. Hoe/er bei Pauly-Wlssoica Bd. 1 Sp. 2106 schreibt:f Anchios, Kentaur, der nach Apd. II, 5, 4, 3 ... in dieHöhle des Pholos eindrang und von Horakies mit Feuer-bränden ( φύλοις ) vertrieben wurde (s. unter Pholos)·Hierin könnte man eine Anspielung auf den KamenPholos (vgl. die Kentaurennamen ΙΤύρακμος, 1 Ίύραι&ος)erblicken, aber im Text des Apollodor steht, wenigstensin den mir zugänglichen Ausgaben nicht ψόλοις , sondernόαλοΐς.

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