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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Phorkys

Phorkys

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nickt mehr mit Waser annehmen, dafs die An-gabe des Platoscholions auf einer mifsverständ-lichen Auffassung von Eur. Med. 1342 beruhe,indem Skyllas Beiwort Tyrrenis als Patro-nymikon gefafst worden sei. Ist aber in demersten Teile des rätselhaften Tusciversusder Phorcus-Tuscus enthalten, so liegt esnahe, im zweiten eine Entstellung der hesio-dischen Eurybie zu sehen, sodafs wir beiHygin alle von Hesiod genannten Pontoskinderwiederfinden würden.

Eine andere mit Unrecht der orphischenTheogonie zugewiesene Quelle (s. Kern, de Orph.Epim. Pherec. theog. S. 41) macht Ph. zumEnkel von Uranos und Ge, zum Sohne vonOkeanos und Tethys, zum Bruder vonKronos und Rhea χαϊ υβοι μετά τούτων,Plat. Tim, 40 E {Orph. frgm. 31 Abel). NachOrpheus bei Proei. Plat. Tim. ö, 295 gehörtPh. vielmehr zu den sieben Titanen, den Söhnen,die Ge heimlich vor Uranos gebiert. Abernur eine Verwechslung mit der Phorkys tochterThoosa, die dem Poseidon den Polyphemgebiert, ist es, wenn Serv. Verg. Aen. 5, 824als Eltern des Ph. Neptunus und Thoosa nennt.

Die Gattin des Phorkys ist nach Hesiod ,Th. 270. 333 Keto, gleichfalls Kind des Kon-tos und der Ge. Von ihnen stammen dieGraien, die Φορχίόες im engeren Sinne, unddie Gorgonen, s. d. betr. Artikel. Wenn manv. 333ff. als hesiodisch gelten lassen will, wasfreilich sehr unwahrscheinlich ist, so wäre ihrjüngstes Kind die den Hesperidenbaum be-wachende Schlange. Von Meeresungeheuernkennt die Odyssee als seine Tochter nurThoosa, die Personifikation der stürmischenFlut (a 71), während er als Vater der ihm ge-wöhnlich angekindeten Skylla hier nicht er-scheint. Immerhin erinnert χραταιίς, als Be-zeichnung ihrer Mutter, mag man sie als Nameoder Beiwort fassen, stark an Φόρχνν τε χρα-ταιόν bei Orph. frgm. 95, 5. Genannt wurdePh. aber in den grofsen Ehoien. Wenn auchiSehol. Ap. Ehod. 4, 828 nach ihnen Phorbas(s. d. nr. 11) stattPhorkys und Hekate nennt,so vermutet Waser a. a. 0. S. 25 doch mit Recht,dafs Akusilaos Angabe Phorkys aus derselbenQuelle stamme bezw. eine berechtigte Emen-dation derselben sei. Ob Stesichoros die Vater-schaft des Ph. anerkennt, steht nicht fest. Ausspäterer Zeit sind hier zu erwähnen Lyh. Al.47 ff.; Apoll. Eh, 4, 828; Dionys. Ehod. in Schol.Horn, μ 85. Als Mutter nennt Oretheis (ausΚραταιίς entstellt) Serv. Verg. Aen. 3, 420; Euc.6, 74, während Apollon . Ehod. a. a. 0. ihr beideNamen zuweist. Apollod. Ep. 7, 20 nennt alsEltern der Sk. Krataiis und Trienos oderPhorkos; Trienos kann ebensowohl aus Tyrrheuswie aus Triton entstanden sein, s. Wagner z.d. St. Als Skyllas Vater belebte Phorkyssie auch wieder, als sie von Herakles getötetwar, indem er sie durch Feuer wieder zusammen-schweifste, Lyh. a. a. 0. nebst Schol. u. Tzetz.z. d. St.; Dionys. Ehod. a. a. 0. Erfunden istdieser Zug natürlich nur, um die Wirksamkeitder Skylla in der jüngeren Heroengenerationzu erklären.

Die Seirenen, und zwar zwei, macht zu

Koscher , Lexikon dor gr. u. röm. Mylhol. III.

Phorkystöc.htern allein Soph.frgm. 777 {Hauch 2 ):Φόρχον χόρας ά&ρονντε τούς άλός νομούς (&ρο-ονντε τούς Αιόον νόμους Ν.). Echidna,von Typhon die Mutter des Prometheusadlers,ist Phorkyade nach Pherehyd. in Schol. Apoll, Eh.2, 1249. Hesperiden T. des Ph. und derKeto nach Schol. Apoll. Eh. 4, 1388. Alsseine Enkelinnen nennt die EumenidenEuphor. in Schol. Soph. Oed. Col. 681 (frgm. 51);

io nach Preller-Eobert S. 561 setzt dies eine Tra-dition voraus, nach welcher die Nacht seineTochter war. Dafs der Marrubier Rhoetusvon Ph. abstammen soll (Serv. ad Verg. Aen.10, 388), mag darauf beruhen, dafs Rhoiteia,die Eponyme von Rhoiteion, Tochter des mitPhorkys wesensgleichen Proteus heifst, Schol.Ap. Ehod. 1, 929.

Lokalisiert wird Phorkys am ausführlichstendurch Herodor im Schol. Horn, v 96. Seine

20 Heimat soll danach Arymnion, eine felsigeBucht in Achaia, sein (s. Wilamoivitz a. a. O.);das scheint auf den hesiodischen Wohnsitz(Theog. 304) der Echidna είν Άρίμοιβιν hin-zuweisen, zumal diese nach Pherehydes seineTochter war. Von dort soll er nach Kephal-lenia gewandert sein und bei Am mos ge-haust haben; schliefslich kam er nach Ithaka an den Phorkyshafen. Über seine Lokalisierungim euböischen Meere und an den Symple-

30 gaden sowie im tyrrhenischen Meere s. oben.Die Euhemerisierungen des Gorgonenmythusversetzen ihn bald an den tritonischen Seenach Libyen , Paus. 2, 21, 5, bald auf die InselKerne, Palaiph. Incred. 31; vgl. Diodor 3, 52.Dafs er mit dem Ah ος γέρων von Byzanz zuidentifizieren sei, bestreitet mit Recht Escher,Triton a. a. O. Ganz bedeutungslos ist die Be-zeichnung Φόρχη λίμνη für den Fuciner See beiLyh, Al. 1278.

40 Charakterisiert wird die Persönlichkeit desPh. nur sehr wenig. Bei Hom. a 71 ist erHerrscher des Meeres; als solchen rufen ihnauch die Argonauten bezw. Iason an, Orph.Arg. 339; Ap. Ehod. 4, 1597. Ob er das Meergeschaffen und den Menschen den Fischfanggelehrt, fragt Oppian . Hai. 2, 29. 36. Bei denlateinischen Dichtern ist er der Repräsentantdes Meerthiasos und der Ungeheuer: Verg. Aen,5, 824; Val. Flacc. 3, 726; so nennt auch Plin.

50 3 6 , 26 die Tritonen u. s. w. in der bekanntenAchillesgruppe des Skopas: cliorus Pborci. An Nereus erinnert es, wenn Lyh. Al. 477den von Herakles Pfeil getroffenen Drachenzu Ph. hinabtauchen und Heilung verlangenläfst. Dafs er wie Proteus und Thetis die Gabeder Verwandlung besessen, berichtet nurArtemid. Oneir. 2, 38. | Bloch.]

[2) Φόρχνς, Sohn des Phainops, Hom. E.17, 312, Führer der Phryger, Hom, E. 2, 862.

60 17, 218. Apollod. Epit. 3, 35. Paus. 10, 20, 6,von Aias getötet, Hom. E. 17, 312. 318. NachP. Kretschmer, Einleit, in d. Gesch. d, griech.Sprache 186. 229. 288 lautete der Name diesesPhrygers ursprünglich Φέρεχνς, der als HerosEponymos der Εερέχυντες (Φέρεχνς zu Βέρεχνςwie Φρύγες zu Βρύγες ) aufzufassen ist; dieGriechen hätten den Namen Φέρεχνς dem Na-men ihres Φόρχνς, an welchen jener sie er-

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