Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2443-2444
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2443 Phosphoros

doch an Hekate zu denken haben, die amliebsten 'beim halben Licht des Mondes ( Bohde ,Psyche 2 2 , 83) erscheint; 1) Augustodunum:Weihung einer Statue der άνασσα ΈφεσονΚρησία φαεσφόρος, C. I. Cr. 3, 6797. Kaibel,Epigr. 798. Inscr. Gr. Ital. 2524. m) Verona :Dianae Lucif(erae) Lunae, C. I. L. 5, 3324.

n) Clastidium: Dianae Luciferae, C. I. L. 5, 2,7355. Häufig findet sich die Legende LuciferaDiana bez. Diana Lucifera auf römischen Kaiser-münzen, so auf solchen des Marc Aurel (Cat.of greek coins, Pontus, Paphlagonia etc. 112, 24;Head, Hist. num. 437), des Alexander Severus (Cohen 4, 406, 42), der Lucilla (ebend. 3, 216,14f.), der Plautilla (ebend. 4, 248, 13), des M.Antonius Gordianus (5, 28, 8f.), des Valerianus(5,303,51), des Gallienus (5,364,17 7), der Salonina(5, 500, 38 f.), der jung. Faustina (3, 142, 84. 143,85ff.), derCrispina (3,383,11 f.), der Iulia Domna (4, 108, 26 ff.), des Postumus (6, 18, 33 f.). - 2 i

o) Aricia(?), s. Bd. 3 Sp. 2235, 13 ff. Panoflca,Arch. Zeit. 4 (1846), 348. p) Korkyra(?),wenn aus dem Namen eines Schiffes (vgl. ob.2a a E.) Φώσφορος ein Schlufs gezogen wer-den kann, Head, Hist. num. 277. Catal. ofgreelc coins, Thessdly 131. 3) Περαεφόνη =Φώσφορος ; s. Bd. 2 Sp. 1288, 1. 4) HeraΦώσφορος = luno Lucina, Dionys. Hai. A. Η.

4, 15; vgl. Bd. 2 Sp. 583, 36f. 585, 14ff.; vgl.auch Bd. 1 Sp. 1007, 15 ff. Bd. 2 Sp. 583, 46 ff. s 5) Selene Φώσφορος; s. Bd. 2 Sp. 3133 undPariser Zauberpapyrus, Denkschr. d. K. Akad.d. Wissensch. zu Wien 1888 v. 2548. 2724.

6) Hestia (?); s. Boeckh zu C. I. G. 1 p. 316.

7) Athena: Eustathios (zu Hom. Od. 3, 372:ως άρα φωνήσασ άττεβη γλανκώπις Α&ηνηφή νη είδομένη) leitet den Namen φήνη (See-adler, der nach Ael. hist. an. 12, 4 der Athenaheilig war) von φαίνειν ab:φωσφόρος dt

η Α§·ην& (p. 1472, 47). Merkwürdigerweise ierklärt derselbe Eustathios (Od. 1385, 64) diemit einem anderen Vogelnamen (al'&via =Taucher) homonyme Epiklesis der Athena,Αί&υια (Paus. 1, 5, 3. 41, 6. Lykophr. 359.Hesych. s. v. iv δ Al'&via) durch Α&ηνά ηφώσφορος (von cuffco) und 1419, 19 (zu Od.

1, 320: ορνις δ ως άνότΐαια δ limax ο) accep-tiert er wenigstens die Erklärung Aristarchs ,dafs ανόπαια eine Vogelart sei: είδος ορνέουάετώδονς φηνη (das er oben mit φ. verglich) ;έοικότος. Weitere Zeugnisse für Athena als φώσ-φορος scheinen nicht vorzuliegen, vgl. Mayer,Hermes 27 (1892), 484f. E. Maafs, De Lenaeoet Delphinio 14; ob. Bd. 2 Sp. 3188. 8) Hephai-stos )?) Phosphoros läfst sich vielleicht annehmendurch Kombination von Schol. Arist. av. 436 undSuid. Επιστάτης mit Istros bei Harpokrat. s. v.λαμ,πάς. 9) Über den bonus puer Phosphoruss. d. Art. Azizus und Mordtmann, Zeitschr. d.d. morgenl. Gesell. 32 (1878), 565. 10) Μην tΦώσφορος in dem Würfelorakel aus Attaleiain Pamphylien , Kaibel, Hermes 10 (1876), 199.202. Epigr. p. 455. Papers of the amer. school3 p. 213 D. 11) Ίαώ (s. d.) φώσφορος imLondoner Zauberbuch, Kenyon, Greek Papyriin the brit. Mus. 1 (1893), 70 v. 175. 74 v. 300.Vgl. Photobios usw. [Höfer.]

Phosphoros (Φώσφορος) Heosphoros,-

Phosphoros 2444

misch Lucifer, Eous, der Morgenstern. DerName Phosphoros tritt für diesen Stern ver-hältnismäfsig spät auf, Arist. de mund. 2, 6.Eratosth. Kataster. 43. Aber an seiner Gleich-bedeutung mit Heosphoros ist nicht zu zweifeln.Wie dieser bei Hesiod . Theog. 381 Sohn derEos und des Astraios heilst, so macht Hygin,poet. astron. 2, 42 den Lucifer zum Sohne derAurora und des Kephalos und Hesiod selber(Theog. 987) den Phaethon zum Sohne diesesPaares, wo Phaethon natürlich nicht der be-kanntere Sohn des Helios, auch nicht wohl,wie Welcher , Gr. Götterl. 1, 690 annimmt, dieSonne selbst, sondern eben ein anderer Namefür den Phosphoros ist. Denn was Hesiod andieser Stelle weiter über Phaethon erzählt,pafst nur auf Phosphoros, nicht auf Helios, s. u.Dafs aber bei Hesiod an zwei verschiedenenStellen derselbe Sohn zwar die gleiche Mutter,aber zwei verschiedene Väter hat, kann, wieSchoemann, Die hes. Theog. S. 281 richtigbemerkt, bei diesem Werk durchaus nichtbefremden. Dafs mit Heosphoros -Phaethonnicht etwa die Sonne, sondern eben derMorgenstern gemeint ist, zeigt auch seine Er-wähnung bei Homer , 11. 23, 222, Od. 13, 93,wo er bei Tagesanbruch der Eos voranzieht,wie er auch noch bei Ovid Hero. 17, 112 Lu-cifer praevius Aurorae heifst, vgl. Luciferignes evocat Aurorae, Od. Met. 4, 628. Dierömische Namensform Lucifer scheint mit derZeit in der späteren griechischen Litteraturdie Form Heosphoros zu Gunsten von Phosphorosverdrängt zu haben.

Über die Identität des Ph. mit Hespeross. d. u. vgl. Planeten. Die Naturbedeutung desPhosphoros tritt überall klar zu Tage, sowohlin der prosaischen als in der poetischen Litte-ratur. Es ist der glänzende Stern, der vori Anbruch der Morgenröte am Morgenhimmelin unvergleichlicher Helle und Schönheit strahlt,der einzige Stern, der Schatten wirft: est cla-ritatis tantae, ut unius huius stellae radiisumbrae reddantur, Plin. N. H. 2, 8. DieseErscheinung wird mit der den Alten eigenenplastischen Gestaltungskraft zum Ausdruck ge-bracht, wobei die Dichter den Phosphoros undHesperos zuweilen auseinander halten, währenddie Prosaiker sich in ihrer Kenntnis der Einheit) beider sichtlich gefallen. Als ein Stenn er-scheint Lucifer (Eous) und Vesper z. B. beiCatull 62, 34 f. , nocte latent fures quos idemsaepe recurrens, Hespere, mutato comprendisnomine Eous, Horaz , carm, 2, 9, 9 ff., Cinnabei Serv. ad Verg. Georg. 1, 288: te matutinusflentem conspexit Eous, et flentem paulo videtpost Hesperus idem. Die zahlreichsten Zügezu einem Bilde des Ph. liefert Ovid , obwohler Lucifer häufig auch geradezu rein im Sinne> von Tag gebraucht. Er läfst ihn in derMorgenfrühe aus den östlichen Wassern auf-steigen, Fast. 6, 477 (et vigil Eois Luciferexit aquis), vgl. Pont. 2, 5, 50. Lucifer ruftdas Licht der Eos hervor, Met. 4,628; vgl.praevius Aurorae Her. 17, 112; er verscheuchtdie Sterne, deren Schar er beschliefst, Met .2, 115. Er ist der hellste und glänzendstealler Sterne, Trist. 1, 3, 72; Met . 2, 723; 4, 464,